IFA 2019: Alle neuen 8K-Fernseher

Auch 2019 waren neue 8K-Fernseher ein Top-Thema auf der IFA. Hier stellen wir in einem Messerundgang alle Neuheiten sowie TV-Trends vor und berichten über Technik, Ausstattung sowie Preise und Verfügbarkeit.

Auf der IFA 2019 wurden weitere 8K-Fernseher (7.640 mal 4.320 Pixel) vorgestellt, die der Handel vielfach bereits ordern kann. Aber auch Produktstudien und Prototypen waren Bestandteil der Messe und geben einen Ausblick auf die Zukunft. Hier haben wir die interessantesten Produkte und TV-Trends kurz für Sie zusammengefasst. Wir arbeiten die Hersteller in alphabetischer Reihenfolge ab, also von LG über Panasonic und Philips hin zu Samsung, Sharp sowie Sony und TCL.

Auf der IFA präsentierten alle wichtigen TV-Hersteller ihre Produktneuheiten sowie interessante Prototypen sowie einiege neue, zukunftsweisenden TV-Technologien.

Messeauftritt von LG

Auch wenn das Thema flexible OLED-Displays die Gestaltung des Messestands von LG dominierte und im Prototypen des Rollable-OLED-TVs einen veritablen Hingucker fand, präsentierten die Südkoreaner zwei serienreife 8K-Fernseher: Jeweils einen in LCD- und einen in OLED-Technik.

Auf der IFA beeindruckte LG die Besucher vor allem mit ihrer riesigen sowie organisch geformten OLED-Displaywand.

Schon auf der CES 2018 stellte LG einen ausrollbaren OLED-Fernseher vor, dem Anfang diesen Jahres eine weitere hier auf der IFA präsentierte Version folgte. Das 65-Zoll-Display des LG Rollable OLED TV R9 ist ganze drei Millimeter dünn und so flexibel, dass es auf Knopfdruck in einem rechteckigen Kasten verschwindet. Anstelle einer schwarzen Wand mit 165 Zentimetern Diagonale bleibt vom ausgeschalteten 4K-TV dann nur ein kompaktes und niedriges Möbelstück übrig. Das kann problemlos vor ein Fenster gestellt werden, ohne das einfallende Licht zu blockieren. Vergleichbare TVs in 8K-Auflösung sind aber noch Zukunftsmusik.

4K-Rollable-OLED von LG: Ein großer TV ist omnipräsent im Wohnzimmer. Nicht so der Rollable OLED R9, dessen 65-Zoll-Display sich auf Knopfdruck einrollt. Die für Ende 2019 geplante Markteinführung des extrem hochpreisigen R9 wurde aber erstmal verschoben.

LG 8K-Debüt: 75-Zoll-NanoCell-TV vs 88-Zoll-OLED-TV

Beide 8K-Fernseher von LG sollen bereits Ende September in den Handel kommen. Die Preise der Debütanten unterscheiden sich allerdings stark: So ist der NanoCell-TV 75SM99 mit 189 Zentimetern Bilddiagonale schon für 4.999 Euro zu haben, während das Flaggschiff Signature OLED 8K 88Z9 mit 222 Zentimetern Bilddiagonale stolze 29.999 Euro kosten soll. Der bisher größte OLED-TV von LG (4K-OLEDs gibt es maximal in 77 Zoll) und sein kleinerer Bruder in NanoCell-LCD-Technik verfügen jeweils über vier HDMI-2.1-Eingänge. Sie sind kompatibel zu 8K/60p-Inhalten sowie den HDMI-2.1-Funktionen ALLM (Automatic Low Latency Mode) und eARC (Enhanced Audio Return Channel).

Technik und Ausstattung des LG 75SM99

LGs NanoCell-Technik basiert auf 1nm großen Nanopartikeln und soll „unreine Farben“ herausfiltern. Für einen gesteigerten LCD-Kontrast sorgt „Full Array Local Dimming Pro“, wobei wir bisher keine Informationen zur Zahl der steuerbaren Zonen gefunden haben.

LGs erster 8K-TV in LCD-Technik ist bereits ab September für 5.000 Euro zu haben. Er bietet ein 75-Zoll-Display mit NanoCell-Technologie für reine und intensive Farben.

Für die Bildverarbeitung setzt LG auf einen α9 8K Prozessor der 2. Generation, der künstliche Intelligenz für das Upscaling einsetzt. LG unterstützt ansonsten die HDR-Formate Dolby Vision, Advanced HDR von Technicolor sowie HDR10 und HLG, nicht aber das dynamische HDR10+ Verfahren der Konkurrenz. 4K HFR (High Frame rate) ist via USB und (per Update) künftig auch für HDMI angedacht. Für eine kinogerechte Klangkulisse soll Dolby Atmos mit virtuellem 5.1-Ton sorgen.

Thema: CM (contrast modulation)

LG nutzte die IFA, um die Werbetrommel für ihre LCD-Fernseher mit „NanoCell Black“-Technologie zu rühren: LGs 8K-LCD-Fernseher sollen sehr feine vertikale Linienpaare mit hohem Kontrast anzeigen können (CM 90% gegenüber 12% bei anderen LCD-TVs). Hier handelt es sich um eine gelungene Marketing-Aktion, die aber nicht alle Aspekte offenbarte.

Geschicktes Marketing: Via Mikroskop präsentierte LG den Kontrast unterschiedlicher 8K-LCD-TVs bei nativen vertikalen Linienpaaren. Nicht gezeigt wurde die Kontrastmodulation über viele verschiedene Frequenzen oder diagonale und horizontale Pixelmuster.

Via Mikroskop wurde selektiv ein vertikales Linienmuster analysiert – wohl auch deshalb, da der Unterschied mit bloßem Auge kaum sichtbar ist. Technisch gesehen geht es um den Kontrast zwischen benachbarten Pixeln. Experten kritisierten allerdings, dass LGs Vorführung nur einen Aspekt herauspickte und nicht die Kontrastmodulation über verschiedene Frequenzen sowie horizontale und diagonale Konturen umfasste.

Technik und Ausstattung des LG Signature OLED 8K 88Z9

LGs selbstleuchtende Displaytechnik ermöglicht eine extrem flache Bauweise, die in Relation zu großen Bildfläche sowie Stabilität und Wärmeentwicklung geradezu beängstigend ausfällt.

Mit 88 Zoll respektive 220 Zentimetern Bilddiagonale ist der 8K 88Z9 der bisher größte und mit 30.000 Euro auch bei weitem teuerste OLED-TV von LG. Der regalförmige Aluminium-Standfuß dient auch zur Kühlung-

Bauartbedingt wird der 88-Zoll-OLED-TV seinen 75-Zoll-LCD-Kollegen in dunklen Szenen mit extrem tiefer Schwarzdarstellung übertreffen. Auf der anderen Seite bricht die Leuchtdichte in großflächig hellen Szenen stärker ein, weshalb sich der OLED 8K 88Z9 im dunklen Heimkino wohler fühlt als im lichtdurchfluteten Wohnzimmer. In den Punkten Bildprozessor, Upscaling und HDR teilt er sich viele Technologien mit dem kleineren 8K-TV in LCD-Technik, soll aber zusätzlich VRR (Variable Refresh Rate) über seine HDMI-2.1-Schnittstellen verarbeiten können. Für den Klang sorgt ein 80 Watt starkes 4.2-Soundsystem.

Panasonic: Transparante OLED- und MegaCon-Studie, aber kein 8K-TV

Nicht alle IFA-Neuheiten befassen sich allein mit noch höherer Auflösung. Beim Prototyp des 55 Zoll großen „MegaCon“ (was für MegaContrast steht) handelt es sich um einen neuartigen Dual Panel LCD Bildschirm von Panasonic. Er basiert auf einem 4K-LCD-Hochleistungspanel außen und einem monochromen Innenpanel. Hierzu wird für das Dimming auf Pixelebene eine zweite LCD-Schicht zur Modulation der LED-Hintergrundbeleuchtung verwendet. Die neu entwickelte Technologie soll ein Kontrastverhältnis von 1.000.000: 1 ermöglichen, was um Größenordnungen über den nativen Kontrastwerten bisheriger LCD-TVs liegt. Der MegaCon soll 99 Prozent des DCI-P3-Farbraums abdecken sowie eine Spitzenhelligkeit von 1.000 Nits erreichen.

Panasonics Prototyp des „MegaCon“ nutzt einen zusätzlichen schwarzweiß angesteuerten Layer für eine um Größenordnungen gesteigerte LCD-Kontrastdarstellung. Er soll zunächst in Filmstudios als extragroßer Referenzmonitor eingesetzt werden.

Panasonics zweiter Prototyp sorgte für viel Aufsehen, obwohl es hierbei nicht um höhere Bildqualität geht: Panasonics Studie eines transparenten OLED-TVs, dessen Display wie eine Glasscheibe in einem Holzrahmen sitzt, gleicht eher einem Möbel-Element oder einer Vitrine.

Auf der Mailänder Möbelmesse Salone Internazionale del Mobile 2019 präsentierte Panasonic die Studie eines transparenten OLED Bildschirms (links). Auf der IFA zeigte Panasonic eine zweite Version mit dunkel schaltbarer Schicht für mehr Kontrast (rechts).

Eingeschaltet laufen auf dem zweiten Prototypen, dank einer dunkel schaltbaren Schicht, TV-Inhalte und Videos fast so kontarstreich wie auf einem normalen Fernsehgerät. Beim Konzept geht es aber darum, dass sich ein großes TV-Geräte auch ausgeschaltet bzw. ohne laufende Bewegtbilder unauffällig und elegant in das Wohnambiente einfügt.

Auf der IFA präsentierte Panasonic ihre 4K-HDR-TV-Modelle der GX-Serie, die alle relevanten HDR-Formate unterstützen. Doch leider gab es noch keine 8K-Consumer-TVs zu sehen.

8K OLED Prototyp von Philips

Genaue Details und vollständige Informationen fehlen noch, aber auch Philips bereitet sich auf die Zukunft des extrem hoch auflösenden Fernsehens vor. In Berlin zeigten die Holländer am Ende ihres „Technical Briefings“ den Prototypen eines 88 Zoll großen OLED-TVs mit 8K-Auflösung. Darin dürfte LGs neuestes 8K-OLED-Panels werkeln, das die Holländer wohl ab 2020 mit der dritten Generation ihres P5-Prozessors ansteuern. Genaue Angaben zu Preisen und Lieferterminen fehlen aber noch.

Philips päsentierte hier Bewegungstechnologien ihres P5-Bildprozessors noch auf 4K-TVs. Die Holländer arbeiten bereits an der nächsten Prozessor-Generation und lüfteten im Hinterzimmer den Vorhang für einen Prototypen eines 88-Zoll-OLED-TVs mit 8K-Auflösung.

Die aktuellen 8K-Fernseher der Q950R-Serie von Samsung

Mit der Q950R-Serie hat Samsung bereits relativ früh in diesem Jahr ihre zweite 8K-Modellreihe aufgelegt. Sie umfasst fünf Modelle mit 65, 75 und 82 sowie neudings auch mit 55 Zoll (ab September lieferbar) und sogar 98 Zoll Bilddiagonale (12 Wochen Lieferzeit bei Media Markt).

Seiner Zeit voraus: 8K-Vorreiter Samsung zeigte auf seinem gut besuchten Messestand die zweite QLED-TV-Generation der Q950-Serie. Sie umfasst fünf lieferbare Modelle von 55 bis 98 Zoll. Die Preise beginnen bei moderaten 3.800 Euro und enden bei 60.000 Euro.

Die Preise für die drei kleineren Modelle (aktuell 3.800, 4.750 und 6.750 Euro) sowie für den 82-Zöller (9.800 Euro) fallen erstaunlich moderat aus. Dagegen sprengt der Samsungs größter QLED-8K-TV QE98Q950R zum Kurs von 60.000 Euro den Rahmen. Er liefert allerdings als einziger bis zu 5.000 Nits (Quantum HDR 5.000) und übertrifft damit die Modelle mit 82 und 75 Zoll (Q HDR 4.000) sowie 65 und 55 Zoll (Q HDR 3.000) deutlich. Alle TVs der Q950R-Reihe von Samsung bieten AI Upscaling mit dem Quantum Prozessor 8K sowie Quantum-Dot-Technik für besonders reine Farben.

Auch das größte Modell der Q950R-Reihe von Samsung ist demnächst lieferbar: Mit 60.000 Euro erscheint der 98-Zoll große 8K-QLED-TV nicht gerade billig, ist aber im Vergleich zum Sony KD-98ZG9 für 80.000 Euro geradezu knapp kalkuliert (Foto: Samsung).

Gegenüber den Modellen der 900er-Serie aus dem letzten Jahr konnte Samsung den Blickwinkel deutlich steigern (Stichwort: Ultra Viewing Angle). Nicht unwichtig, da man für den vollen Genuss feinster Details, etwa bei der Fotowiedergabe über den internen 8K-Mediaplayer, deutlich näher an ein hochauflösendes Displays heranrückt. Zudem verbesserte Samsung die Entspiegelung des Bildschirms spürbar und sorgt mit neuer Direct-LED-Hintergrundbeleuchtung, jetzt mit 480 statt zuvor 128 steuerbaren Zonen, für besonders hohe Kontraste, niedrige Schwarzwerte sowie deutlich reduzierte Halo-Artefakte.

Beim Thema HDR decken die Modelle der Q950R-Serie von Samsung die Varianten HLG sowie HDR10 und HDR10+ ab. Sie verarbeiten zudem via HDMI 8K/60Hz-Quellen (HDMI 2.1). Ein großes Lob gebührt Samsung für den Support für Besitzer der 8K-Modelle aus der letztjährigen Q900-Serie: Sie erhalten eine aktualisierte Version der One-Connect-Box mit HDMI 2.1 Technik, die sogar kostenlos ausgetauscht werden soll.

HDR10+ Streaming und 8K Infrastruktur

Ganz frisch von der IFA kommt Samsungs Ankündigung für HDR10+ Streaming in 8K-Auflösung. Zusammen mit wichtigen europäischen Streaming-Dienstleistern soll 8K HDR10+ das derzeitige 4K HDR10+ Angebot schon ab dem vierten Quartal 2019 ergänzen. Die Funktion ist laut Samsung bei allen 2019er 8K-TV-Modellen verfügbar.

Beim Thema 8K und HDR arbeitet Samsung branchenübergreifend mit anderen Herstellern zusammen. Auf ihrem Messestand dokumentierte eine Timeline wichtige Entwicklungen und Kooperation: Darunter finden sich Keytechnologien wie 5G sowie HDR10+ oder das Logo der 8K Association, deren Mitglieder kürzlich „Performance Specifications“ für entsprechend zertifizierte 8K-TVs verabschiedet haben.

Aus Sicht von Samsung verlassen viele Entwicklungen im Bereich Broadcasting, Streaming oder Gaming die Testphase und starten ab 2019 mit zahlreichen konkreten Anwendungen sowie einer etablierten 8K-Infrastruktur durch.

The Wall: Skalierbare Displaytechnik der Zukunft

Vor wenigen Jahren boten professionelle LED-Wände helle und bunte Bilder, aber keine hohen Auflösungen. Das hat Samsung mit der Entwicklung von deutlich kleineren MicroLEDs behoben: Erstmals zeigte Samsung in Deutschland ihre skalierbare Display-Lösung „The Wall“, die aus 15 Zoll großen Micro-LED-Kacheln bis zu 7,4 Meter große Bildwände realisiert. Sie kombiniert wie keine andere Display-Technologie eine perfekte Schwarzwiedergabe mit enormer Helligkeit. Die heute noch extrem teure Technik ist überwiegend für professionelle Anwendungen gedacht, wird aber als „The Wall Luxury“ bereits gut betuchten Millionären angeboten.

Mit „The Wall“ zeigte Samsung MicroLEDs, die in Form randlos skalierbarer Kacheln riesige Bildwände mit beliebigen Seitenverhältnis ermöglichen. In ferner Zukunft könnte Samsung High-End-Consumern eine ähnliche Technologie als QD-OLED-Display anbieten.

Weltgrößter 8K-TV von Sharp

Sharp zählt schon länger zu den Vorreitern beim Thema 8K. Schließlich haben die Japaner schon auf der CES 2013 ein Panel mit 8K-Auflösung gezeigt. Auch im Bereich 8K-Videokameras für Profis und Prosumer sowie beim Thema Videoschnitt und 8K-Eco-System zeigte Sharp auf der IFA weit entwickelte Lösungen, weshalb nicht nur der mit 120 Zoll aktuell weltgrößte 8K-Fernseher der Welt viel Aufmerksamkeit auf sich zog.

Der größte 8K-LCD-TV bietet eine Bilddiagonale von 305 Zentimetern. Der Clou: Mit integrierter 5G-Technologie soll er künftig eine mehr als ausreichende Bandbreite für 8K-Streaming-Anwendungen bieten.

An eine Vermarktung für normale Kunden denkt Sharp bei diesem 8K-TV-Modell noch nicht. Dazu dürfte es viel zu teuer sein (eine Preisangabe fehlt) und folgerichtig ist es zunächst für B2B-Anwendungen oder Einsätze im Bildungswesen vorgesehen.

8K + 5G Ecosystem für Produktion und Streaming

Neben professionellen 8K-Camcordern und 8K-Videoschnittsystemen zeigte Sharp auch den von der CES und NAB bekannten Prototypen der 8K-Prosumerkamera B30. Damit beweisen die Japaner, dass sie bereits den Übergang von 8K-Produkten für den Massenmarkt im Auge haben. Und das eben nicht nur bei TV-Displays, sondern auch auf Seiten der Videoproduktion sowie beim Thema 8K-TV-Streaming.

8K+5G Ecosystem: Sharp kombiniert 8K-Displays, 5G-Streamingtechnologie sowie 8K-Videoschnitt (im Bild links) zu einem kompletten System. Rechts neben dem Schnittpult steht Sharp Prototyp der 8K-Prosumerkamera B30, die unter 5.000 Euro kosten soll.

8K-LCD-TVs aus der ZG9 Master Series von Sony

Sony bereichert schon seit einigen Wochen den TV-Markt mit zwei 8K-Modellen, die bei Bilddiagonalen von 85 und 98 Zoll sehr groß sowie auch nicht ganz billig sind: 16.000 Euro für den KD-85ZG9 mit 215 Zentimetern Bilddiagonale und sogar 80.000 Euro für den 248 Zentimeter großen KD-98ZG9 übertreffen die Preisrahmen im Vergleich zu den UHD-Modellen des Hauses deutlich.

Sony präsentierte den KD-98ZG9 aus der Masters Series, einen 8K-LCD-TV mit knapp zweieinhalb Metern Bilddiagonale. Zum Kurs von 80.000 Euro ist er allerdings deutlich teurer als Samsungs 98-Zöller aus der Q950R-Serie (60.000 Euro).

Auf der anderen Seite liefert Sony auch adäquate Technik und Bildqualität, etwa eine Full Array LED Hintergrundbeleuchtung mit hunderten Dimming-Zonen sowie den leistungsstarken Bildprozessor X1 Ultimate. Dazu lieferten die Japaner auf ihrem IFA-Stand unter anderem eine äußerst professionelle Präsentation zum Thema 4K-Upscaling.

Eindrucksvoll: In den 8K-TV-Modellen steckt Sonys Bildprozessor X1 Ultimate, der ein überzeugendes 4K-Upscaling mit sichtbar feinerer Detaildarstellung (rechts) liefert.

Sonys 8K-TVs zeigen HDR-Inhalte mit bis zu 3.000 Nits besonders hell und brechen auch bei voller Displayauslastung kaum ein. Das ist eine gute Voraussetzung für brillante HDR-Anwendungen. Unterstützt werden die Varianten HDR10, HLG und Dolby Vision. Das Soundsystem überzeugt mit 80 Watt Leistung: Sie verteilt sich rundum auf vier Hochtöner, acht Woofer und vier Subwoofer, die den Ton virtuell direkt aus dem Display abstrahlen sollen. Der Android TV ist zudem kompatibel zu Alexa und entsprechend komfortabel bedienbar. Eine Fragestellung muss allerdings noch geklärt werden: Laut Hersteller verarbeiten Sonys 8K-TVs derzeit via HDMI nur 8K-Inhalte bis 30Hz, sollen aber ein Software-Update auf HDMI 2.1 erhalten (müssten somit also bereits HDMI-2.1-Chips an Board haben).

TCL zeigt 8K-QLED-TVs mit 65, 75 und 85 Zoll

Rechtzeitig zur IFA präsentierte TCL drei QLED-TVs mit 8K-Auflösung aus der X-Serie. Sie sollen erst nächstes Jahr in den Handel kommen, dann allerdings inklusive HDMI-2.1-Schnittstellen sowie einer AI 8K Picture Engine. Schlagworte zur Technik sind QLED (Quantum Dot ähnlich wie bei Samsung) und MiniLED, letzteres steht für eine radikal erhöhte Zahl lokal dimmbarer Zonen (von bis zu 25.200). Damit sollte der Kontrast Spitzenwerte wie bei besten Local-Dimming-LCD-TVs erreichen, allerdings fast ohne Lichthöfe oder Halo-Effekte um kleinräumige Lichtquellen oder helle Schriften zu erzeugen. Bei der Spitzenhelligkeit prognostiziert der Hersteller TCL mit 1.000 Nits (HDR 1000) allerdings keine Rekordwerte, wie sie etwa Samsung 8K-QLEDs (HDR 3000 bis HDR 5000) oder Sonys 8K-TVs schon heute anbieten.

Starker IFA-Auftritt: TCL präsentierte 8K-QLED-TVs mit MiniLED-Hintergrundbeleuchtung, die über 20.000 lokal ansteuerbare Zonen bieten soll. Gezeigt wurden drei 8K-TVs mit Bildgrößen von 65, 75 und 85 Zoll. Preise und Liefertermine standen aber noch nicht fest.
Interessant ist auch das von TCL angekündigte Ecosystem aus der Kombination von 8K und 5G: Ähnlich wie bei Sharp planen die Chinesen mit 5G als Übertragungstechnik für ruckelfreies Echtzeit-Streaming von 8K-Inhalten.

player.de meint: Immer mehr TV-Hersteller haben Modelle in 8K-Auslösung in ihr Sortiment aufgenommen oder auf der IFA 8K-Prototypen für nächstes Jahr gezeigt. Sehr große 8K-LCD- und OLED-TVs sind allerdings noch extrem teuer, während vor allem LCD-TVs von 55 bis 82 Zoll nicht viel mehr als Top-UHD-Modelle kosten. Interessant sind auch die Entwicklungen rund um das Thema 5G-Streaming und 8K-Eco-System, die in naher Zukunft viele neue 8K-Inhalte zugänglich machen könnten.