Ratgeber: Fehlende Cover und Metadaten in iTunes

Manche Plattencover bleiben einfach grau – die Musiksammlung sieht lieblos und unvollständig aus.
Manche Plattencover bleiben einfach grau – die Musiksammlung sieht lieblos und unvollständig aus.

Jeder kennt das: Das Cover eines Albums in iTunes fehlt, es bleibt die hässliche graue Fläche mit der Note in der Mitte stehen. Schlimmer noch: Manchmal mangelt es an weiteren Metadaten wie Künstler oder Songtitel. Probleme dieser Art hängen meist mit dem gewählten Dateiformat zusammen.

Es nervt: Schon wieder erkennt iTunes nicht das Cover des neuen Albums, das man gerade auf den Rechner überspielt oder runtergeladen hat. Die graue Fläche mit der Note in der Mitte ist der Feind jedes Musikliebhabers, der seine Schätze auch oder in erster Linie über den Rechner hört –  egal ob über preiswerte PC-Boxen oder über eine hochwertige Stereoanlage. In den meisten Fällen haben Probleme mit Metadaten etwas mit dem gewählten Dateiformat zu tun. Während es bei den Formaten AIFF, ALAC, AAC, FLAC und MP3 in der Regel nur wenige Unstimmigkeiten mit Metadaten und Covern gibt, treten bei WAV und DSD regelmäßig Schwierigkeiten auf. Mehr zu den Vor- und Nachteilen der einzelnen Musikformate erfahren Sie hier.

Das Problem mit den WAV-Dateien und iTunes-Alternativen

Apples iTunes ist nicht dazu in der Lage, WAV-Tags zu verarbeiten. Die Tags sind beim WAV-Format nicht eindeutig definiert, weshalb es immer wieder zu fehlenden oder fehlerhaften Metadaten kommt. Dies macht sich in erster Linie in Form von fehlenden Coverabbildungen bemerkbar. Manchmal passiert es aber auch, dass das Album oder der Interpret nicht richtig erkannt wird. Immerhin ist es aber möglich, die fehlenden Daten in manchen Fällen manuell zu ergänzen. Die erste Option besteht darin, über „Mediathek“ und dort „CD-Cover laden“ nachzuhelfen. Dies hilft aber nur gelegentlich, in vielen Fällen wird das Cover bei WAV-Dateien dennoch nicht gefunden. Die zweite Option: Rechtsklick auf Informationen beim PC und Apfel+I beim Mac. Dann öffnet sich ein Fenster, in dem man das fehlende Cover und weitere Metatags manuell beisteuern kann. Leider weigert sich iTunes beziehungsweise die WAV-Datei dennoch oft, das Cover einzubinden. Fehler in der Schreibweise des Albums oder des Interpreten muss man manuell beheben.

Über den Reiter „Cover“ kann man versuchen, ein manuell herausgesuchtes Plattencover nachträglich per Hand einzufügen.
Über den Reiter „Cover“ kann man versuchen, ein manuell herausgesuchtes Plattencover nachträglich per Hand einzufügen.

Viele Musikliebhaber wählen das WAV-Format deshalb, weil es die Daten von CDs eins zu eins übernimmt. Dieses Dateiformat nimmt allerdings viel Speicherplatz in Anspruch und kommt beim Streamen nicht ohne Unterbrechungen aus. Deshalb empfehlen sich andere verlustfreie Formate wie zum Beispiel AIFF, die auch mit Coverabbildungen klarkommen. Weiterhin gibt es zum Beispiel Apps wie „XMedia Recode“ und weitere Programme, die WAV-Dateien in andere Dateiformate wie etwa MP3 umwandeln. Wer dennoch auf das WAV-Format besteht, kann sich auch nach iTunes-Alternativen umsehen. Hier können wir zum Beispiel Foobar 2000 und J. River Media Center empfehlen, die beide mit allen WAV-Metadaten umgehen können. Für Windows-Rechner besteht zudem die Möglichkeit, das kostenlose Programm „Mp3tag“ zu installieren. Bei Mp3tag handelt es sich um einen Metatag-Editor, der alle verbreiteten Audioformate beherrscht und das Leben einfacher macht.

Weitere Metadaten-Unfälle

Doch auch bei anderen Audioformaten kann es gelegentlich vorkommen, dass fehlerhafte Metadaten auftreten. Es reichen beispielsweise schon minimale Unterschiede bei der Schreibweise aus, dass ein Album in mehrere Teile zerteilt, also mehrfach mit je einem Teil der Songs angezeigt wird. Dann ist manuelle Nachbearbeitung angesagt.

Blöd gelaufen: Beim Import wurde das Album ganz links in zwei Teile gesplittet.
Blöd gelaufen: Beim Import wurde das Album ganz links in zwei Teile gesplittet.

Damit die digitale Musiksammlung fehlerfrei bleibt, sollte man nach jedem Import von Songs gleich prüfen, ob alles geklappt hat. Sprich: ob das Cover und die Schreibweisen passen. Wichtig: Nach der Arbeit sollten Sie in den Einstellungen von iTunes unter „Einstellungen“ bei „Store“ beim Kästchen „Details über Ihre Mediathek mit Apple teilen“ das Häkchen entfernen. Falls nicht, kann Apple theoretisch die Metadaten und Cover Ihrer Sammlung verändern.

Wichtig: Ganz unten bei „Details über Ihre Mediathek mit Apple teilen“ das Häkchen deaktivieren.
Wichtig: Ganz unten bei „Details über Ihre Mediathek mit Apple teilen“ das Häkchen deaktivieren.

PLAYER.de meint: Vor allem beim WAV-Format lauern viele Tücken bei den Metadaten. Wer es nicht unbedingt braucht, sollte seine digitale Musiksammlung auf ein anderes Dateiformat umstellen. Dann klappt’s auch mit den Plattencovern, der Ordnung und der Übersicht.