Wissen: Das bringt HDMI 2.0b – und später HDMI 2.1

Im Frühjahr 2015 wurde HDMI 2.0a eingeführt, nun folgt HDMI 2.0b. Was verändert sich durch die neue Spezifikation und was bringt das alles? Player.de verrät es.

HDMI 2.0a brachte durch die Übertragung von Metadaten eine Veränderung, die momentan in aller Munde ist: High Dynamic Range (HDR). HDMI 1.4 hatte zuvor sichergestellt, dass Ultra-HD-Material übermittelt werden konnte, allerdings ohne HDR-Metadaten. Im Angesicht des vom HDMI Forum entwickelten HDMI-2.0b-Standards stellt sich die Frage, ob diese Spezifikation ähnlich einschneidende Veränderungen und Verbesserungen mit sich bringt oder nicht.

Konstanten und Veränderungen

Zunächst einmal überträgt die neue Spezifikation selbstverständlich auch HDR, wie schon HDMI 2.0a. Durch den bei HDR erweiterten Farb- und Kontrastraum erkennt der Betrachter mehr Details in dunklen und hellen Bildbereichen, was das Bild lebendiger und glaubwürdiger macht. Natürlich ist HDMI 2.0b abwärtskompatibel und verträgt sich mit älteren HDMI-Versionen. Die Bandbreite beträgt nach wie vor 18 Gbps. Mit 18 Gbps deckt es 4K/60p/4:4:4/8 bit sowie 4K/60p/4:2:2/12 bit ab (auch auf 8 und 10 bit anwendbar), also die Wiedergabe von 60 Bildern pro Sekunde bei jedem Format. Selbstverständlich überträgt Version 2.0b auch 4K/60p/4:2:0, und zwar mit 8, 10, 12 und 16 Bit pro Pixel. Auch RGB444, YCbCr444, YCbCr422, YCbCr420 sind möglich. Aber wo liegt jetzt eigentlich der Unterschied zwischen HDMI 2.0a und HDMI 2.0b? Es gibt nur einen: Version 2.0b ermöglicht die dynamische Synchronisation von mehreren Video- und Audio-Streams. Sonst sind die beiden Versionen identisch. Wichtig: Für HDMI 2.0b sind keine neuen Kabel nötig, die alten HDMI-Kabel verrichten weiterhin ihren Dienst, sofern sie 18 Gbps übertragen können.

Ausblick: HDMI 2.1

Einen größeren Einschnitt wird der Sprung auf HDMI 2.1 darstellen, denn hier werden aller Voraussicht nach dynamische Metadaten ins Spiel kommen. Bisher können nur statische Metadaten übermittelt werden, was sich mit Version 2.1, die vor allem die Firma Philips fordert, ändern wird. Statische Metadaten bleiben – wie der Name schon sagt – den gesamten Film über konstant, während dynamische Metadaten sich von Szene zu Szene verändern und somit optimal anpassen können. Anders ausgedrückt: Filmemacher können jeden Ausschnitt individuell mit Metadaten versehen, was die Bildqualität weiter verbessert, wenn jemand sein Handwerk versteht. Wann HDMI 2.1, das auch 8K übertragen soll, tatsächlich kommt, steht noch in den Sternen.

PLAYER.de meint: HDMI 2.0a und HDMI 2.0b gleichen sich bis auf einen Punkt wie ein Ei dem anderen – nur die dynamische Synchronisation von Video- und Audio-Streams über das HDMI-Kabel für eine flüssigere Wiedergabe ist neu. Den größeren Sprung wird HDMI 2.1 machen.