Focal: Drei neue Kopfhörer von 200 bis 4.000 Euro

Der Focal Elear ist ab Juli 2016 für 1.000 Euro zu haben.
Der Focal Elear ist ab Juli 2016 für 1.000 Euro zu haben.

Focal möchte den Kopfhörermarkt nun auch in der High-End-Spitzenklasse aufmischen und präsentiert mit dem an die gleichnamige Boxenserie erinnernden Focal Utopia einen Hörer für 4.000 Euro mit Beryllium-Membran. Ebenfalls neu: der Focal Elear für 1.000 Euro sowie der Focal Listen für 200 Euro.

Bisher bewegte sich Focal mit seinen Kopfhörern in der erschwinglichen Consumer-Klasse bis circa 300 Euro, also im breiten Massenmarkt. Das ändert sich nun, denn im Juli bringt die französische Firma zwei weiter oben angesiedelte High-End-Köpfhörer auf den Markt: den Focal Utopia für 4.000 Euro und den Focal Elear für 1.000 Euro. Letzterer verfügt über Membranen aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung, die sehr leicht und steif sein soll. Diese Membranen weisen zudem ein M-Profil auf, das laut Hersteller ein möglichst ebenes Schallfeld produzieren soll. Anders ausgedrückt: Laut Focal handelt es sich bei den beiden Topmodellen um „Ultranahfeld-Monitore, welche die Vorteile eines Kopfhörers mit denen eines hochwertigen Lautsprechers verbinden“, wie es in der offiziellen Pressemitteilung des deutschen Vertriebs heißt. „Dieser Anspruch erfordert einen Treiber, der möglichst ebene Schallwellen erzeugt, und so wurde statt einer konventionellen Kalotte eine Membran mit M-Profil entwickelt. Vorteil dieser Membran ist, dass sie trotz des kurzen Hörabstands so gut wie keine Verzerrungen und Phasenfehler verursacht“, so Focal.

 

Focals Angriff auf die Weltelite der Kopfhörer: der Focal Utopia für 4.000 Euro.
Focals Angriff auf die Weltelite der Kopfhörer: der Focal Utopia für 4.000 Euro.

Die Wandler des Focal Utopia bestehen hingegen aus einer hauchdünnen Membran aus reinem Beryllium, die eine optimale Impulstreue ermöglichen soll. Focal hat ein besonderes Verhältnis zu dem extrem leichten und festen Leichtmetall Beryllium: Es kommt in den besten Lautsprechern der Franzosen beim Hochtöner zum Einsatz. „Das seltene Material bietet höchste Steifigkeit bei extrem geringem Gewicht, was Linearität, Impulstreue und präzise Dynamik gewährleistet“, heißt es dazu. Bei beiden Topmodellen handelt es sich um offene Kopfhörer, die deshalb eher für den Hausgebrauch und nicht für den mobilen Einsatz gedacht sind.

Erschwinglich: der Focal Listen.
Erschwinglich: der Focal Listen.

Wer nicht mal ansatzweise so viel Geld ausgeben möchte, für den könnte der Focal Listen für 200 Euro interessant sein, der als Nachfolger des Focal Spirit One gilt. Der Listen wurde primär für den mobilen Einsatz entwickelt und folgt dem geschlossenen Prinzip. Der Hörer verfügt über ein 1,40 m langes, abnehmbares Kabel mit Headset-Funktion. Die Headset-Funktion soll laut Focal mit allen Smartphone-Modellen kompatibel sein.

PLAYER.de meint: 4.000 Euro sind verdammt viel Holz für einen Kopfhörer – in dieser Sphäre bewegen sich derzeit nur die absoluten Topmodelle von Stax, Audeze und Hifiman. Wir hoffen, eines Tages ein Testexemplar in die Finger zu bekommen. Das gilt auch für den Focal Elear, der zwar teuer ist, sich aber noch im einigermaßen erschwinglichen und vernünftigen Rahmen bewegt. Der Focal Listen schielt auf den Massenmarkt und dürfte dort gute Chancen haben.