Gerüchte zur Apple WWMC 2015

Apple WWDC 2015 - wir sind gespannt auf die Neuheiten.
Apple WWDC 2015 – wir sind gespannt auf die Neuheiten.

Auf seiner alljährlichen WWMC, der World Wide Developers Conference, gibt Apple Jahr für Jahr neue Highlights sowie kleinere Softwarebesserungen aus seinen geheimen Forschungskonzepten bekannt. Auch diesmal sollen einige Erneuerungen aus dem Hause Apple in Übersee der Öffentlichkeit präsentiert werden. Doch bereits jetzt vermuten viele Experten, dass der ganz große Wurf sowohl im Bereich der Hard- als auch Software ausbleiben wird. Ob Apple nicht doch für die eine oder andere große Überraschung sorgen könnte, und wie sich der Bestseller des Technikgiganten, das iPhone, unabhängig von den Ergebnissen der World Wide Developers Conference entwickeln könnte, verraten die folgenden Zeilen.

Betriebssystem im Doppelpack

Sowohl das Betriebssystem für Apple-Computer als auch das Betriebssystem für Apple-Handys, also Mac OS und iOS, dürften auf der World Wide Developers Conference in einem neuen Licht vorgestellt werden. Leider bleibt dabei erfahrungsgemäß dem „einfachen“ Publikum der Zugriff meist verwehrt, wohingegen Entwickler häufig durchaus die Gelegenheit bekommen, Beta-Versionen erhalten und diese dann in aller Ruhe austesten zu können. Apple erhofft sich dadurch offensichtlich eine gebündelte und professionelle Meinung und will sich vor einem Überangebot an (mitunter wohl immer wieder unnützen) Verbesserungsvorschlägen schützen. Ein durchaus verständlicher Schritt, doch dass dieser Plan wohl nicht immer aufgegangen ist, offenbart bereits ein Blick auf das aktuelle iOS System. Hier ärgern sich nämlich nach wie vor viele Nutzer über Abstürze und Prozessorabbrüche, die den sonst so flüssigen Betrieb erheblich beeinträchtigen sollen. Was Apple ganz genau mit dem wahrscheinlichen Update auf iOS 9 plant, steht zwar noch in den Sternen, doch grundsätzlich gilt wohl, dass an dem Design nur wenig verändert wird. Die optischen Umstrukturierungen in iOS 8 sorgten nämlich ebenfalls bei vielen Apple-Fans für Unmut. Laut Berichten des Technikerportals 9to5mac soll in diesem Jahr demnach vielmehr die Bugbehebung im Vordergrund stehen. Unter dem Codenamen „Monarch“ sollen nun nämlich für den Nutzer zunächst kaum ersichtliche Änderungen in dem Betriebssystem erfolgen, die erst nach einer längeren Benutzung und mit dem Sammeln etlicher Daten, Konfiguration von Apps und Programmen sowie gespeicherten Medien ihre Vorteile offenbaren werden. Zudem soll die Struktur des gesamten Systems so angepasst werden, dass zukünftige Updates wesentlich kompakter ausfallen, also weniger Platz auf den Speicherkarten der mobilen Gerätschaften wie Smartphones und Tablets benötigen. Wünschenswert wäre dieser Schritt allemal, denn der letzte Sprung auf iOS 8.1 ging mit einem Platzverlust von gut 1 GB auf der Speicherkarte einher! Ferner will sich Apple (bereits seit Jahren) offiziell um die Annäherung zwischen Mac OS und iOS kümmern. Dieses Jahr könnte es dann endlich so weit sein: Eine tief greifende Synchronisationsfunktion, eine automatische Bildschirmteilung, welche automatisch in Aktion tritt, sobald das Handy neben den PC gelegt wird, und Fernzugriffoptionen machen durchaus plausible Erweiterungen aus. Die eigentliche Oberfläche von iOS könnte zudem an Mac OS X „Yosemite“ angepasst werden, denn insbesondere kleinere Widgets gehen auf dem aktuellen Betriebssystem für iPhone, iPad und iPod derweil unter. Mit einem zusätzlichen Homescreen, der sich nach einem Wisch zur Seite auftut, könnte sich dies jedoch ändern. Damit wird auch immer wahrscheinlicher, dass beide Programme miteinander verschmelzen. Gut möglich wäre dann auch, dass beide Versionen den gleichen Namen erhalten und in absehbarer Zeit – sobald die Rechenchips von iPhone & Co. nicht nur 64-Bit-Anwendungen unterstützen, sondern auch für aktuelle Hardwarekomponenten der Oberklasse wie SSD-Platten, bereit sind – eine komplette Einheit bilden und nur noch minimale Unterschiede erkennen lassen.

Ausbau im Entertainment-Sektor

Die Software- und Medienplattform „iTunes“ gilt nicht nur unter Besitzern von Apple-Geräten als eine recht beliebte Downloadquelle. In letzter Zeit verzeichnet Apple allerdings immer weniger Zugriffe. Doch nicht nur die Musik- und Filme-Bibliothek aus Apfelhausen muss Verluste verkraften: Auch „Apple-TV“ hat nach einer anfangs großen Nachfrageflut einen erheblichen Nutzerschwund zu verzeichnen – ganz zu schweigen von den ausbleibenden Käufen der Apple Box, also der entsprechenden Streaming-Schachtel, die via Internetverbindung die diversen Inhalte des Medienangebots auf den heimischen Fernseher bringen soll. Schuld an dem Kundenrückgang dürften wohl die vielen Streamingdienste wie Netflix und Maxdome sein, die mit ihrem breiten Serienprogramm immer mehr Nutzer aus der primären Altersklasse der Kundenklientel von Apple, also Personen zwischen 16 und 30 Jahren, überzeugen können. Dass die Angebote im Bereich Film und Fernsehen nachgebessert werden dürften und der World Wide Developers Conference hierfür die optimale Gelegenheit bietet, liegt auf der Hand. So wird die Apple Box höchstwahrscheinlich ein grundlegendes Hard- und Softwareupdate enthalten. Denkbar wären hier zum Beispiel ein schnellerer Prozessor und eine größere Festplatte, sodass sich noch mehr Inhalte auf dem Gerät speichern lassen. Dann würde auch das Abrufen ebendieser etwas besser klappen, denn das Streamen per Internetverbindung kostet erstens Zeit und zudem Datenvolumen, was bei vielen Haushalten schnell in einer Drosselung der Übertragungsgeschwindigkeiten für die Internetverbindung zu enden droht. Apropos Übertragungsgeschwindigkeit: Auch die Funkchips könnten einen Techniksprung nach vorn verdienen. Laut New York Times soll nun übrigens auch eine neue Fernbedienung beim Kauf der Apple Box ausgeliefert werden. Diese wird wohl ein Touchpad aufweisen und dafür den klassischen Steuerkranz verlieren. Dafür soll dann die Force-Touch-Technik (hiermit lassen sich per Drucksteigerung beziehungsweise –minderung verschiedene Befehle erteilen) auf der Bedienhilfe Einzug halten. Neben dieser sehr wahrscheinlichen Änderung könnte Apple aber auch auf viele Kundenwünsche eingehen: Eine überarbeitete Oberfläche beispielsweise wird bereits seit der Einführung des Streamingdienstes gefordert. Gut möglich, dass dies nun endlich passiert und auch die Sprachassistentin „Siri“ in die Apple Box integriert wird. Denn mit einem ausgefeilteren Betriebssystem dürften auch die Möglichkeiten steigen, was eine zielgerichtete und vereinfachte Suche nach Inhalten und Funktionen durchaus sinnvoll macht. Parallel dazu könnte selbstverständlich auch das Angebot an medialen Inhalten steigen: Kooperationen mit den großen Streamingdiensten könnten somit ebenfalls auf der World Wide Developers Conference bekannt gegeben werden. Zu guter Letzt dürfte Apple an der Qualität der Filme und Serien schrauben: UHD/4K-Inhalte etwa werden bislang überhaupt nicht von Apple unterstützt, das muss sich ändern, wenn man den Anschluss nicht verlieren möchte. Eventuelle Kooperationspartner wie Netflix haben einige wenige auserwählte Streifen in der vierfachen HD-Auflösung bereits im Angebot. Diese Neuerung würde dann auch optimal mit dem Verdacht übereinstimmen, dass der A8-Chip aus dem iPhone 6 in der Box die Arbeit aufnehmen und den bisherigen Prozessor ablösen soll. Der A8-Chip unterstützt nämlich Ultra HD bzw. 4K-Inhalte! Apropos iPhone: In Sachen Super-Handy türmen sich mittlerweile ebenfalls Berge an Gerüchten im weltweiten Web sowie hiesigen Technik-Zeitschriften.

Frische Hardware schon im Juni?

Normalerweise wird dem iPhone immer ein separates Event gewidmet, auf dem das Spitzen-Handy der breiten Öffentlichkeit vorgestellt wird. Manch Apple-Anhänger hofft allerdings, dass bereit auf der World Wide Developers Conference im Juni eine neue Ausgabe des iPhones – oder zumindest eine Art Erweiterung – ans Tageslicht kommt. So könnte ein iPhone 6C beziehungsweise ein iPhone 6C Plus mit einer flotteren Hardware und einer überarbeiteten Aluminiumverkleidung vorgestellt werden. Auch die Integration der Lademöglichkeit über eine entsprechende Matte wäre denkbar. Denn bereits jetzt lassen sich die Kraftzellen des iPhone 6 per Qi-Technik auch ohne Kabelverbindung aufladen. Allerdings muss sich der Besitzer hierfür zunächst eine zusätzliche Akkuverkleidung und eine Ladevorrichtung anschaffen. Beides könnte Apple dann in die Standard-Starterpakete packen. So könnte sich das Kabellos-Tanken endlich durchsetzen und allmählich zum Standard werden.
Einhergehend mit dem Wunsch, eine neue Hinterfläche zu verbauen, könnte Apple auch auf eine der (wenigen) Kritiken des aktuellen iPhone 6 reagieren: Die Kamera des Handys liefert sehr gute Bilder, steht aufgrund des schmalen Gehäuses jedoch erkennbar vor und sorgt beim Auflegen auf den Rücken für einen generell unsicheren Stand. Eine neue Hinterseite, die nun auch das Laden per Qi-Technik unterstützt und demzufolge rund 2 Millimeter tiefer ausfallen würde, könnte diese Problematik beheben. Ebenfalls denkbar ist eine 4k-Videoaufnahme mit einem Nachfolger des iPhone 6 – schließlich findet man bei Samsung, LG und Sony schon längst entsprechende Handys mit 4k-Videofunktion im Programm.
Sehr wahrscheinlich erscheint auch die Meldung, dass die Force-Touch-Technik, wie man sie bisweilen nur auf der Apple Watch finden und nutzen kann, auf das Retina-Display übertragen werden soll. So würde eine präzisere Steuerung aufgestellt werden, die von vielen Anhängern seit dem Display-Wuchs gefordert wird. Das Display könnte übrigens eine weitere Änderung erfahren. Denn gerade der Ausbau des Bildschirms schreckte viele alt eingesessene Apple-Anhänger anscheinend vor dem Kauf eines iPhone 6 beziehungsweise iPhone 6 Plus ab, da mit diesen Modellen auch die Möglichkeit der Einhandbedienung verloren geht. Dass Apple nun einen Schritt zurück macht und sein iPhone 6C oder gar iPhone 7 auch wieder in einem 4-Zoll-Format ausliefert, könnte demnach durchaus für Zustimmung sorgen.
Mit großer Wahrscheinlichkeit wird jedoch weniger die Handy-Sparte, sondern vielmehr die Notebook-Flotte eine Überholung erfahren. Denn bereits seit einer ganzen Weile sind (im amerikanischen) Apple-Store die 15 Zoll großen Retina Mac Books ausverkauft und auch nicht mehr lieferbar. AppleInside, eine dem Konzern nahestehende Online-Plattform, will zudem erfahren haben, dass die Lager mit dieser Generation an Notebooks nicht mehr aufgefüllt werden sollen. Dass ein neues Modell dann auf der World Wide Developers Conference vorgestellt und das bisherige Mac Book ablösen wird, ist demzufolge durchaus plausibel.

PLAYER.de meint:
Mit Spannung wird die World Wide Developers Conference 2015 im Juni erwartet – auch hierzulande schauen viele Apple-Anhänger auf das Event. Doch Änderungen dürften vor allem im Bereich der Software erfolgen. Ein neues iPhone wäre wünschenswert, doch die Vorstellung dafür dürfte wohl in den gewohnten Produktzyklus fallen und somit erst im September erfolgen. Dennoch bleiben die Tage vom 8 bis zum 12 Juni für technikbegeisterte Menschen auf der ganzen Welt eine interessante Veranstaltung. Und mit einer neuen Apple Box und einem angepassten Betriebssystem könnte sich Apple durchaus wieder ein modernes und Weg weisendes Image einverleiben, welches in letzter Zeit immer wieder an Glanz verloren haben zu scheint. Wir hoffen insbesondere auf die sinnvolle Integration von 4K / Ultra HD beim Aufnehmen und Abspielen von Videos.