Kaufberatung Smartwatch: die Apple Watch und ihre Alternativen

Der Smartwatch-Markt boomt, immer neue Unternehmen und Produkte sind im Kommen – doch was können sie? player.de gibt einen Überblick.
Der Smartwatch-Markt boomt, immer neue Unternehmen und Produkte sind im Kommen – doch was können sie? player.de gibt einen Überblick.

Für eingeschweißte Apple-Fans hat das Warten seit der Apple Watch endlich ein Ende, denn seit wenigen Wochen ist sie nun endlich vorbestellbar: Die erste Smartwatch vom Technikriesen aus Cupertino. Doch was kann die Uhr, die laut Experten dafür verantwortlich sein wird, dass das Thema Smartwatch in der nächsten Zeit weiter in den Vordergrund gerückt wird?

Sie kommt in drei verschiedenen Ausführungen und kann neben Uhrzeit auch Nachrichten, Routen oder den Fortschritt des eigenen Workouts anzeigen: Die Apple Watch, Watch Sport und Watch Edition. Auch wenn auf den ersten Blick alle Funktionen keine neuen Innovationen darstellen, verweist Apple in der Vermarktung der Uhr auf ihre neuen Technologien und soziale Funktionen. Herzfrequenzmesser werden dabei nicht nur beim Sport eingesetzt, auch Kommunikation möchte Apple mit dem Versenden des eigenen Herzschlags sowie verschiedener Impulsmöglichkeiten am Handgelenk auf eine neue Ebene setzten – für einen stolzen Preis. Die Standardversion der Apple Watch beginnt bei 399€, wer sich dahingegen für 18 Karat Gelbgold entscheidet, muss dafür sage und schreibe 18.000€ blechen.

Günstiger käme man daher sicher mit einer der zahlreichen Alternativen der Konkurrenten aus. Bereits seit Mitte 2014 ist die Samsung Gear S auf dem Markt erhältlich, die damals die erste eigenständige Smartwatch der Welt markierte. Denn anders als bei der Apple Watch, die nur mit dem iPhone 5 oder 6 zu steuern ist, wird für die Gear kein besonderes Smartphone benötigt – sie funktioniert eigenständig, liegt mit 349€ jedoch nur wenige Euro unter der Apple Alternative. Dafür jedoch ist die Gear S mit eigener Simkarte ausgestattet und kann um beliebig viele Apps erweitert werden, anders als bei der Apple Watch, die lediglich Informationen der Apps auf dem benutzten iPhone an sie weiterleitet.
Der große koreanische Elektronikkonzern hat im Vergleich zum Widersacher aus Kalifornien neben der Gear S auch noch weitere Wearables im Sortiment – und scheint den nächsten bereits in den Startlöchern stehen zu haben. Gerüchten zu Folge wird die „Gear A“ der Nachfolger der letzten Samsung Gear sein und neben Telefoniefunktion auch ein UMTS-Modul enthalten. Ein drehbares Rad, das um die Uhr herum liegt, soll die Bedienung erleichtern.

Doch nicht nur die beiden Größten sind in Sachen Smartwatch ganz vorne mit dabei, auch „alte Bekannte“ in der Mobil-Branche sind in diesem Bereich bereits seit langem vertreten. So brachte beispielsweise LG Mitte 2014 mit der LG G Watch R bereits seine zweite Smartwatch auf den Markt, die mit ihrem schlichten Aussehen und der Erweiterbarkeit durch Apps überzeugte.
Anfang 2015 kamen mit der LG Watch Urbane und der LG Watch Urbane LTE zwei neue Modelle heraus, die ebenfalls mit ihrem Aussehen punkteten. Mit knapp 400€ ist sie gegenüber der G Watch R (knapp 220€) jedoch eine deutliche Preissteigerung.

 

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LG G Watch R Smartwatch - Schwarz
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Doch nicht nur LG, auch Motorola, Sony oder Asus reihen sich mit Produkten wie Moto 360, SmartWatch 3 oder ZenWatch in die Produktkette der Smartwatches ein – und haben dabei eins gemeinsam: Das Betriebssystem.
Die LG G Watch war damals die erste, die mit Android Wear ausgestattet wurde und das typische Android-Design auf die Wearables brachte. Pünktlich zum Verkaufsstart der Apple-Watch kündigte Google ein großes Update für Android Wear an, das neben WLAN-Unterstützung auch Gesten, Emojis und einen neuen App-Launcher auf die Geräte bringen soll. Einen genauen Zeitpunkt, wann dieses Update verfügbar sein soll, gab Google jedoch nicht bekannt.

 

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Asus Zenwatch WI500Q-1A0002 (4,14cm Touchscreen, Qualcomm Snapdragon 400 APQ8026, 4GB, Lederarmband braun) silber
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Außerhalb der Android Wear Produktkette glänzen jedoch auch kleinere, eigenständige Unternehmen um einen Platz in der Smartwatch-Branche. Die Pebble beispielsweise wurde 2014 vom gleichnamigen Hersteller entwickelt und sorgte mit E-Ink Display für knapp 7 Tage Akkulaufzeit. Es folgten Pebble Steel (2014, 249€) und die beiden neusten Modelle Pebble Time und Time Steel Anfang diesen Jahres. Beide kamen erstmals mit E-Ink Farbdisplay und überzeugten mit 7 bzw. 10 Tagen Akku Laufzeit. Ein weiterer Vorteil der Pebble Wearables: Im Gegensatz zu den bereits zuvor genannten Smartwatches unterstützen die Pebble-Uhren Android und iOS und halten sich mit einem Preis ab 199€ im unteren Rahmen der Preisspanne.

 

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Pebble 401SLR Brushed Edelstahl Smart Watch (3,2 cm (1,26 Zoll) E-paper Display inkl. LED Backlight)
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Akkulaufzeit

Das ist ein Problem, mit dem so gut wie alle Smartwatch-Hersteller zu kämpfen haben. Während die Apple Watch gerade einmal 18 Stunden ohne erneutes Aufladen auskommt, verspricht die Gear 2 von Samsung eine Laufzeit von zwei bis drei Tagen. Und auch andere Android Wear Uhren müssen bei ständigem Benutzen so gut wie jeden Tag neu aufgeladen werden.

Eine Abhilfe möchte das neue Unternehmen Vector machen, das in diesem Jahr seine beiden ersten Smartwatches in London präsentiert hat. Die Vector Luna und Meridian kommen mit rundem oder eckigem Monochrom-Display und versprechen eine Akkulaufzeit von sage und schreibe 30 Tagen. Mit einem Preis von 229 bzw. 399 Euro für die elegantere Meridian liegen die Produkte von Vector damit im Rahmen, haben jedoch noch einen weiteren großen Vorteil: Sie sind nicht nur mit dem Android-Betriebssystem kompatibel sondern zeitgleich mit iOS und sogar WindowsPhone. Des Weiteren überzeugt das Aussehen sowie die benutzerfreundliche Oberfläche der beiden Smartwatches, was sie vor allem für WindowsPhone Nutzer zu einer echten Alternative machen.

Player.de meint: Der Smartwach-Markt boomt! Jeden Monat treten neue Unternehmen in die Wearable-Branche ein oder präsentieren „alte Hasen“ die neusten Gadgets für den alltäglichen Gebrauch. Mit ihren gehobenen Preisen sind Smartwatches derzeit jedoch kein billiges Spielzeug, vor allem wenn man bedenkt, dass die meisten zudem ein geeignetes bzw. kompatibles Smartphone benötigen. Fakt ist: Der Markt der intelligenten Uhren wächst und die großen Technikriesen bieten sich an der Spitze ein enges Kopf-an-Kopf rennen, da jeder immer die neusten Technologien vorweisen möchte. Wer nicht zu weit in die Tasche greifen möchte, sich den Spaß einer Smartwatch jedoch nicht entgehen lassen will, sollte daher ein Auge auf Newcomer wie Victor oder Pebble halten, die neben dem Schonen des Geldbeutels noch für die ein oder anderen Überraschungen gut sein dürften.