Supercaps: Die große Hoffnung

Es handelt sich bei Supercaps keineswegs um New Yorker Taxis, ebenso wenig um Schirmmützen, die den Superbowl-Sieg der Seattle Seahawks feiern. Sondern um besonders leistungsfähige Kondensatoren, mit denen sich elektrische Energie auf ganz neue Art speichern lässt. Bisher mussten Batterien immer langwierig und umständlich aufgeladen werden, doch nun soll es einfach wie Tanken werden: Hinfahren, Rüssel dran und weiter.

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Aufbau – So setzt sich ein Supercab zusammen. Quelle: Powerinc.com

Außer dem Zeitverlust und der langen Ladezeit gibt es noch mehr Probleme bei herkömmlichen Akkus: Sie werden heiß, wiegen viel und sind nur begrenzt haltbar. Allein die Kühlung verbraucht eine nicht geringe Strommenge selbst wieder, die zudem gegen Ende der Laufzeit nachlässt.

Bei all den Vorteilen von geringem Gewicht bis schneller Leistungs-Aufnahme und -Abgabe ist es nicht verwunderlich, dass der wahrscheinlich erste Einsatzbereich die Formel 1 sein dürfte. Supercabs könnten hier das bislang wenig geliebte System der Booster ablösen – und dabei dafür sorgen, dass sie endlich auch preisgünstiger werden.

supercabs batterieform
Supercabs Batterieform – Bereits erhältliche Caps von Wima in Batteriegrößen.

Player.de meint: Insgesamt hat die Technologie das Potenzial, die Elektronik zu revolutionieren. Aktuell wird daran geforscht, ohnehin vorhandene Bauteile so zu bauen, dass sie als Speicher dienen können, etwa Karosserie oder Gehäuse: Jedes E-Auto oder Mobiltelefon, ebenso die Stromerzeugung, würden daraus Nutzen ziehen – im Gewicht wie in der Ladezeit. Von Entsorgung gar nicht zu reden. Ob auch die Seattle Seahawks etwas davon hätten, muss offen bleiben.

Interessante Links:

Joachim Becker in sz.de über neue Batterie-Technologien

Wikipdia in deutsch über die Technik