Tupfenweise: Quantum Dots kommen groß raus

Ulrich von Loehneysen ist seit 1985 als Fachjournalist im Bereich AV tätig und kommentiert auf PLAYER.de aktuelle Entwicklungen der Unterhaltungselektronik.
Ulrich von Loehneysen ist seit 1985 als Fachjournalist im Bereich AV tätig und kommentiert auf PLAYER.de aktuelle Entwicklungen der Unterhaltungselektronik.

Ein Experten-Kommentar von Ulrich von Loehneysen

Die Chemiker übernehmen die Herrschaft. Ihre Wissenschaft wird immer mehr zum Schlüsselbaustein der Elektronik-Branche. Schon bei OLED geht es derzeit vor allem um die Materialeigenschaften und ihre Verarbeitung, das gilt auch für LEDs und Laser. Wie alle Materialien aus der Nanotechnik haben sie die Besonderheit, extrem kleine Partikel zu besitzen, die unterhalb der Wellenlänge des Lichts liegen. Das von ihnen abgestrahlte Licht kann daher genau einer Wellenlänge entsprechen, ist also sehr farbrein.

Quantum Dots haben darüberhinaus eine Besonderheit: Sie sind elektro- und fotolumineszent, können also sowohl durch Licht als auch durch Strom zum Leuchten gebracht werden. Möglicherweise steckt die Technik bereits in einigen LEDs, die aktuelle Bildschirme nach UHD-Farben leuchten lassen. Und genauso wäre denkbar, dass Quantum Dots von QD Vision bereits in den CLED-Modellen eingesetzt wurden, die Sony auf der IFA 2012 zeigte. Auf jeden Fall wird ihnen eine große Zukunft vorhergesagt: Displaysearch schätzt, dass sie bis 2020 bereits in rund 20 Prozent der LCD-TVs zum Einsatz kämen. Auch wäre denkbar, dass sie sogar das Laser-Problem lösen und eine leistungsfähige grüne Diode möglich machen.

Die Chemiker werden’s schon hinkriegen.

Interessante Links

Wikipedia – http://de.wikipedia.org/wiki/Quantenpunkt

QD Vision – www.qdvision.com

Merck – www.merck.de

QMC – www.qmcdots.com

Display Search – www.displaysearch.com