Musik senkt Blutdruck: Nubert-Boxen ab sofort auf Rezept

Lautsprecher auf Rezept bei Nubert
Mit Musik gegen Bluthochdruck: Nubert-Boxen gibt es ab 1. April 2014 auch auf Rezept.

Gesünder leben mit gutem Klang: Renommierte Wissenschafter haben herausgefuden, dass unverfälschte Musik die „arterielle Hypertonie“ – besser bekannt als Bluthochdruck – senken kann. Im Zuge eines neuen Modellprojekts der gesetzlichen Krankenversicherungen lassen sich aus diesem Grund ab sofort neutral klingende Lautsprecher mit einem ärztlichen Attest zur Musiktherapie beantragen.

Schon in der Antike wussten Menschen mit Musik ihr Wohlbefinden zu verbessern. Das unterstreicht nun eine prospektiv-randomisierte Studie von Forschern unter Leitung des Professors Dr. med. Simon Hearing. Diese und andere Forschungsergebnisse zeigen, dass Musik das „vegetative Nervensystem“ beeinflusst beziehungsweise zu emotionalen sowie hormonellen Veränderungen führt. Dr. med Hearing, Direktor des Interdisziplinären Audiozentrums an der Universitätsklinik Heidelbeer, erklärt: „Nicht nur die Gemütslage kann sich positiv oder negativ verändern. Dadurch, dass das vegetative Nervensystem auch das Herz-Kreislauf-System kontrolliert, hat die Musik indirekt Einfluss auf Herzfrequenz, Blutdruck und Atemfrequenz.“

Wie Hearing weiter berichtet, habe zum Beispiel die Musik von Johann Sebastian Bach den günstigsten Effekt auf den Blutdruck und die Herzfrequenz, aber auch Heavy Metal wirke sich blutdrucksenkend aus. Keine Effekte verzeichnete das Forscherteam nach eigenen Angaben bei den Hits des schwedischen Pop-Quartetts Abba. Als Grund für die ausbleibenden Wirkungen vermutet Hearing handwerkliche Ursachen, da die Gruppe mit „synthetischen Klängen“ arbeitet, welche ganz anders erzeugt werden als etwa bei den Orchestersuiten von Bach oder Mozart. Auch die Qualität der Schallwandler spiele eine entscheidende Rolle, so Professor Hearing. Minderwertige, stark verfärbende Lautsprecher verkehrten die erhofften positiven Effekte bei vielen Probanden ins Gegenteil.

Da die Studie wissenschaftlich untermauert wurde, steht angeblich auch der Anerkennung der Therapieform durch den Medizinischen Dienst der gesetzlichen Krankenversicherungen nichts mehr im Weg. Der schwäbische Audio-Spezialist Nubert nimmt diese Erkenntnisse zum Anlass, auf die Vorzüge der eigenen „ehrlich klingenden“ Lautsprecher hinzuweisen. Dazu Günther Nubert, Geschäftsführer der Boxenmanufaktur: „Wir haben mit den führenden Krankenkassen in Deutschland Vereinbarungen getroffen, nach denen ab dem 1. April 2014 Hypertoniepatienten über den behandelnden Arzt einen Antrag für ‚Lautsprecherboxen auf Rezept‘ als Heilmittelverordnung bei ihrer Krankenkasse einreichen können. Bei einer Eigenleistung von fünf Euro können Patienten frei aus dem Nubert Boxenprogramm wählen.“ Eine Erweiterung dieses Modellprojektes auf weitere Gebiete wie Schmerztherapie, Neurologie und Anästhesie soll folgen.

PLAYER.de meint:
Dreht der Nachbar mal wieder die Musik auf Anschlag, sollte man ihm dankbar sein – vorausgesetzt, er besitzt keine billigen Brüllwürfel. Bevor man ihm auf die Schulter klopft, sollte man natürlich einen Blick auf den Kalender werfen: Nubert hat sich die Musiktherapie nur ausgedacht, wobei das für uns der fachliche Aprilscherz des Jahres ist. Dennoch: In der vermeintlichen Studie steckt mehr als nur ein Fünkchen Wahrheit, da schlecht komprimierte Musik bei unseren eigenen Tests immer wieder für erhöhten Blutdruck und Anspannung sorgt. ;-) Ebenfalls wahr ist, dass die schwäbischen Lautsprecher eine gute Wahl für Musikliebhaber und Kinofans sind. Übrigens erlässt Nubert bis einschließlich Sonntag, den 4. Mai 2014 die Versandkosten auf alle Bestellungen (wir berichteten).