Microsoft schafft Restriktionen der Xbox One ab

Microsoft zieht die Notbremse: Die Xbox One kommt nun doch ohne die heftig kritisierten Restriktionen auf den Markt.

Jetzt doch ohne: Microsoft schafft die umstrittenen, heftig kritisierten Restiktionen für seine neue Spielekonsole ab. Somit wird sich die Xbox One – anders als ursprünglich vorgesehen – weder alle 24 Stunden mit dem Internet verbinden müssen noch soll der Verkauf gebrauchter Spiele irgendwelchen Einschränkungen unterliegen.

Das kündigt Don Mattrick, Präsident des Interactive Entertainment Business bei Microsoft, auf dem offiziellen Xbox-Blog an. Den entsprechenden Eintrag betitelte er mit “Your Feedack Matters”, also “Eure Rückmeldungen zählen”. Somit beugt sich der Hersteller der vehementen Kritik der Spieler, wobei sicherlich auch der starke Konkurrenzdruck durch die (günstigere) Sony PlayStation 4 einen nicht unerheblichen Teil zu dieser Entscheidung beigetragen haben dürfte. Der Vorverkauf der Rivalin japanischem Hause läuft nämlich deutlich besser – so belegt sie zum Beispiel bei Amazon.de schon seit geraumer Zeit den ersten Platz im Bereich Games.

Im Gegensatz zur Sony PS4 hätte die Microsoft Xbox One ursprünglich alle 24 Stunden eine Internetverbindung herstellen sollen, um funktionsfähig zu bleiben. Ferner wollte der Hersteller den Verkauf gebrauchter Spiele sowie die Nutzung der Spielekonsole im Ausland (beispielsweise durch einen Regionalcode) unterbinden. All diese geplanten Restriktionen wurden nun abgeschafft. Einzig bei Installation eines Spiels ist eine Art einmalige Online-Authentifizierung erforderlich. Abgesehen davon wird die Xbox One angeblich komplett offline nutzbar sein.

Neben den Restriktionen verschwinden allerdings auch die Family-Sharing-Funktion sowie die digitale Bibliothek. Erstere sollte es ermöglichen, ein Spiel an bis zu zehn Freunde oder Verwandte zu leihen. Stattdessen klappt das Ausleihen – wie bisher – nur durch Weitergabe der entsprechenden Disc. Diese muss sich während des Zockens nun permanent im Laufwerk befinden. Die gleichzeitige Nutzung eines einzigen Titels ist demnach nicht möglich.

PLAYER.de meint:
Ein erfreulicher Sinneswandel! Schien Sony im Kampf um den Konsolethron mit der PS4 die Oberhand zu haben, mischt Microsoft die Karten nun neu. De facto lässt sich die Frage nach der besseren Spielekonsole nicht mehr konkret beantworten. Am Preis hält der einstige Software-Riese jedoch fest. So soll die Xbox One zum Marktstart nach wie vor 499 Euro kosten, während man für die Konkurrentin 100 Euro weniger auf den Tisch legen muss.

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