Nicht mehr kostenlos: iPhone-Nutzer sollen jährlich für WhatsApp zahlen

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WhatsApp will noch dieses Jahr ein Abo-Modell für die iPhone-Version einführen.

Der Entwickler des bei Smartphone-Besitzern extrem beliebte Messengers WhatsApp bittet bald auch iPhone-Nutzer jährlich zur Kasse. Momentan kostet die iOS-Version beim Herunterladen einmalig 89 Cent, dafür ist aber die weitere Nutzung kostenlos.

Die gute Nachricht vorab: Wer für den App-Download bereits gezahlt hat, soll von der jährlichen Gebühr verschont bleiben. Zu einem noch nicht genannten Zeitpunkt (definitiv noch dieses Jahr) will WhatsApp allerdings auch auf dem Apple iPhone ein Abo-Modell einführen, das dem der Versionen für Android, Blackberry, Nokia und Windows Phone enstspricht. Hier kostet die App nach einem Gratis-Probezeitraum 89 Eurocent, also 0,89 Euro pro Jahr. Zahlt man gleich für drei oder fünf Jahre im Voraus, gibt der Entwickler- zumindest bei Android – zehn beziehungsweise 25 Prozent Rabatt. Zahlen kann man über Google Wallet oder PayPal.

Als Grund für die jährliche Gebühr nannte der WhatsApp-Chef Jan Koum die Vereinfachung und Vereinheitlichung des Finanzierungsmodells. Demnach müsste wie bei Android und Co. auch der Download-Preis selbst entfallen – ob sich der Betreiber tatsächlich auf einen kostenlosen Download einlässt, bleibt abzuwarten. Eigenen Angaben zufolge, übermittelt WhatsApp derzeit rund 17 Milliarden Nachrichten pro Tag. Allein die Android-Version des Messengers hat bereits 100 Millionen Nutzer. Demnach dürfte das Abo-Modell jede Menge Geld in die Kasse des Entwicklers spülen.

PLAYER.de meint:
Nicht erfreulich, aber dennoch angemessen: 89 Cent pro Jahr sind wirklich nicht zu viel verlangt, wenn man bedenkt, dass manche Mobilfunkbetreiber knapp zehn Cent pro SMS beziehungsweise fünf Euro für eine SMS-Flat verlangen. Zudem lassen sich über WhatsApp nicht nur Texte, sondern auch komfortabel Bild-, Musik- und Videodateien verschicken. Einen etwas faden Beigeschmack hinterlässt jedoch, dass der Messenger es offenbar nicht sehr genau mit dem Datenschutz nimmt und beim Adressbuchabgleich automatisch auf die Nummern aller Kontakte zugreift.