Preisverfall beginnt: 4k-Technik wird schon 2013 deutlich günstiger

Sharp PN-K321H
4k-fähige Geräte wie das Sharp-Display PN-K321H müssen nicht immer ein Vermögen kosten.

Der Fluch moderner Technik: Am Anfang sündhaft teuer und schon kurze Zeit später purzeln die Preise. Davon bleiben auch die modernsten Fernseher und Displays mit 4k-Auflösung nicht verschont. So kommen Heimkino-Fans noch dieses Jahr in den Genuss der vierfachen Full-HD-Qualität, ohne horrende Summen hinblättern zu müssen – wie wäre es mit einem Ultra-HD-TV für unter 2.000 Euro?

Fangen wir mit einem nicht mehr ganz so neuen, aber immer noch interessanten Gerät an: Dem Sony VPL-VW1000ES, der erste und bislang einzige 4k-Projektor für den Heimgebrauch (PLAYER.de berichtete). Zwar wird sein Preis in den nächsten zwölf bis 24 Monaten wohl nicht unter die 10.000-Euro-Marke fallen, doch bekommt man ihn mit ein wenig Glück um mehr als 20 Prozent günstiger. Im Fachhandel gibt es den Beamer nämlich teilweise für unter 15.000 Euro, während er in Online-Shops erst ab 18.799 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) zu haben ist. Einen ausführlichen Test mit allen technischen Eckdaten und Ausstattungsmerkmalen findest Du hier.

Seitenansicht des Sony VPL-VW1000ES
Der VPL-VW1000ES ist Sonys erster Heimkino-Beamer mit 4k-Auflösung – natürlich unterstützt er auch 3D-Inhalte
Sharp PN-K321H mit 4k-Auflösung
Sharps 4k-Monitor basiert auf der IGZO-Technologie und ist nur 3,5 Zentimeter dick.

Wer sich mit einer Diagonale von 32 Zoll zufriedengibt, wird bei Sharp fündig. Nachdem der japanische Hersteller auf der CES 2013 in Las Vegas sein erstes 4k-Display vorgestellt hat, soll das PN-K321H genannte Modell ab dem zweiten Quartal dieses Jahres lieferbar sein. Ein offizieller Preis wurde noch nicht genannt, die Angaben schwanken aber zwischen 3.650 und 4.500 Euro. Das klingt im Vergleich zu den gleichzeitig gezeigten Fernsehern der Konkurrenz recht günstig, obgleich diese einen wesentlich größeren Bildschirm besitzen. Sharp setzt beim PN-K321H auf ein neuartiges IGZO-Panel (Indium-Gallium-Zink-Oxid), das sich durch eine höhere Leuchtkraft (350 Candela pro Quadratmeter) sowie eine Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln auszeichnen soll. Einziges Manko: Als Schnittstellen stehen lediglich ein RS-232C-Buchse und ein DisplayPort bereit. Ferner ist der Monitor hauptsächlich für den professionellen Einsatz im beruflichen Umfeld gedacht.

2.000 US-Dollar für einen 50-Zöller – vor nicht allzu langer Zeit war dieser Preis durchaus realistisch, um nicht zu sagen Standard. Inzwischen kosten einige sogar weniger als die Hälfte. 4k-Modelle hingegen bewegen sich allesamt im Bereich um 10.000 Euro. Nicht so bei Seiki: Der eher unbekannte chinesische Hersteller hat mit dem SE50UY04 den günstigsten 4k-Fernseher vorgestellt, der umgerechnet gerade einmal 1.500 Euro kosten soll. Er bringt auf seiner Diagonale von 50 Zoll (127 Zentimeter) viermal mehr Bildpunkte als ein Full-HD-TV – sage und schreibe 3.840 x 2.160 Pixel. Der Haken an der Sache: Um die Kosten derart senken zu können, wurde auf zahlreiche Annehmlichkeiten und sämtliche Multimedia-Features verzichtet. Der TV-Empfang ohne Set-Top-Box oder die USB-Dateiwiedergabe ist demnach ebenso tabu wie das DLNA-Streaming sowie der Zugriff auf YouTube und andere Internetdienste. Auch der Klang der zwei Sechs-Watt-Boxen dürfte eher mager sein. Das alles sind aber Abstriche, die man angesichts der Ultra-HD-Auflösung verschmerzen kann. Schließlich sind Heimkino-Boxensysteme gar nicht mehr so teuer, worauf wir bald in einem separaten Ratgeber näher eingehen werden.

Seiki SE50UY04
Arm und trotzdem reich: Der SE50UY04 des chinesischen Herstellers Seiki ist mager ausgestattet. bietet dafür aber Ultra-HD-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel).

PLAYER.de meint:
Man sollte sich von den hohen unverbindlichen Preisempfehlungen nicht abschrecken lassen. Schließlich sind die Geräte bereits kurz nach ihrem Marktstart oftmals wesentlich günstiger zu bekommen. Wer auf moderne Smart-TV-Features verzichten kann, spart außerdem mehrere hundert bis tausend Euro – zum Beispiel mit dem 50-Zoll-Fernseher Seiki SE50UY04, der noch dieses Jahr erscheinen dürfte. Ohnehin wird die Technik immer günstiger, was aktuell vor allem für 4k- beziehungsweise Ultra-HD-Geräte gilt. Früher oder später ist für das gleiche Geld also sicherlich auch Markenware à la Samsung, LG und Sony zu haben.