Eutelsat startet 4k-Demokanal mit 50p: Freier Empfang über Satellit

Eutelsat Communications
Full-HD mal vier: Eutelsat hat am 8. Januar 2013 seinen 4k-Demokanal gestartet.

Während der Start von Astras 4k-Demokanal noch (buchstäblich) in den Sternen steht, hat der Konkurrent Eutelsat heute – pünktlich zur CES in Las Vegas – seinen Ultra-HD-Sender offiziell gestartet. Der Kanal ist laut des Satellitenbetreibers für alle Akteuere der Übertragungskette gedacht, die Erfahrungen mit dem hochauflösenden 4k-Standard sammeln wollen.

Jean-François Leprince-Ringuet
Jean-François Leprince-Ringuet

Der Demosender arbeitet mit einer Bildfrequenz von 50 Vollbildern pro Sekunde, wobei die Signale in MPEG enkodiert sind und mit 40 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) in vier Quad-HD-Strömen übertragen werden. Dabei arbeitet Eutelsat mit Ateme zusammen, einem Anbieter von Video-Kompressionslösungen für die TV-Industrie. Der Uplink der Signale zum Satelliten EUTELSAT 10A erfolgt über den Teleport im französischen Rambouillet (Nähe Paris). Zur Art der Programminhalte wurden bislang keine Angaben gemacht.

Jean-François Leprince-Ringuet, Commercial Director bei Eutelsat, zum Start des Demokanals: „Mit diesem neuen Schritt in Richtung 4K setzt Eutelsat sein seit langem bestehendes Engagement für das Erreichen neuer Meilensteine der TV-Übertragung fort, zu dem in den vergangenen zwanzig Jahren Digital TV, HDTV und 3D gehörten. Die frühe und enge Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten der TV-Übertragungskette ist ein Schlüsselfaktor für den Erfolg dieser neuen Revolution und wir freuen uns, ihnen diese erste TV-Übertragungsplattform in Europa bereitstellen zu können.“

Eutelsat-Teleport in Rambouillet
Die 4k-Signale werden vom Eutelsat-Teleport in Rambouillet (Frankreich) ins All geschickt.

PLAYER.de meint:
Auch wenn momentan die wenigsten Heimkino-Fans über einen 4k-Fernseher oder -Projektor verfügen, ist die fortschreitende Entwicklung in diesem Bereich überaus erfreulich. Den Sendestart seines Ultra-HD-Demokanals hat Eutelsat klug gewählt, werden doch auf der CES in Las Vegas dutzende Geräte vorgestellt, die mit einer Auflösung von acht Millionen Pixeln zurechtkommen. Technische Hintergründe sowie Angaben zur benötigten Empfangs-Hardware machte der Satellitenbetreiber aber leider nicht.