Kaufberatung: Die 15 besten Objektive für Nikon-DSLRs

Kaufberatung: Die 15 besten Objektive für Nikon-DSLRs
PLAYER.de stellt die 15 besten Objektive für Spiegelreflexkameras von Nikon vor.

70 Millionen produzierte Nikkor-Objektive verzeichnete Nikon im Juli dieses Jahres, wobei nicht jedes davon die Bildqualität der DSLR voll ausschöpft – erst recht nicht bei den Vollformatkameras wie der D800. Um diese Lücke zu schließen, bieten auch einige Fremdhersteller kompatible Wechseloptiken an.

Ja, ich will! Entscheidet man sich für einen DSLR-Hersteller, ist die Bindung meist von ewiger Dauer. Wer Nikon das Ja-Wort gegeben hat, profitiert nicht nur von einem gigantischen hauseigenen Zubehörprogramm, sondern wird auch bei zahlreichen Drittanbietern fündig – vor allem, was die Auswahl an Objektiven betrifft: Angefangen beim Fisheye und Weitwinkel über das flexible Standardzoom sowie die Makro-Festbrennweite bis hin zum Tele gibt es für praktisch jede Aufnahmesituation das richtige Linsensystem.

Obwohl die Abbildungsleistungen sowie die allgemeinen Ausstattungsmerkmale zwischen Original-Nikkor und Fremdoptik oftmals ähnlich sind, unterscheiden sich die Preise teils erheblich voneinander. PLAYER.de hat die 15 besten Objektive für Spiegelreflexkameras aus dem Hause Nikon in einer Kaufberatung zusammengefasst.

Nikon AF-S Nikkor 24mm 1:1,4G ED

Nikon AF-S Nikkor 24mm 1:1,4G ED
Das AF-S Nikkor 24mm 1:1,4G ED ist sehr robust und hochwertig verarbeitet sowie gegen einfache Witterungseinflüsse abgedichtet.

Das vor wenigen Jahren herausgebrachte Nikon AF-S Nikkor 24mm 1:1,4:1G ED hat schnell viele Anhänger gefunden und stellt einen würdigen Ersatz für das eingestellte AF Nikkor 28mm 1:1,4D dar, welches sich im professionellen Umfeld noch immer großer Beliebtheit erfreut. Wie das Vorgängermodell, besticht die neue Optik durch eine erstklassige Abbildungsleistung, wobei die Kontrastwiedergabe sogar verbessert wurde.

Ferner kommt nun ein leiserer und flotterer Ultraschall-Autofokusantrieb der neuesten Generation (Silent Wave) statt des bisherigen AF-Schraubmotors zum Einsatz. Aus der gleichen Serie sind auch noch das AF-S Nikkor 35mm 1:1,4G und das AF-S Nikkor 85mm 1:1,4G zu empfehlen. Das ebenfalls ähnlich aufgebaute AF-S Nikkor 50mm 1:1,4G hingegen kann qualitätstechnisch leider nicht mit seinen Geschwistern mithalten, wofür es aber auch mehr als 1.000 – richtig gelesen: Eintausend! – Euro weniger kostet.

 

Vorgestelltes Produkt:
Nikon AF-S Nikkor 24mm 1:1,4G ED Objektiv (77 mm Filtergewinde)
Aktueller Amazon-Preis: EUR 2.069,00


 

Nikon AF DC Nikkor 105mm 1:2D

Nikon AF DC Nikkor 105mm 1:2D & 135mm 1:2D
Das AF DC Nikkor 105mm 1:2D und das 135mm 1:2D sind perfekt für Portraits geeignet, da sie eine Einstellung der Unschärfeabbildung ermöglichen.

Sowohl das AF DC Nikkor 105mm 1:2D als auch das AF DC Nikkor 135mm 1:2D aus der gleichen Reihe wurden als Portrait-Teleobjektive konzipiert. Die Abkürzung „DC“ steht dabei für „Defocus Control“, also für die Einstellung der Unschärfe, welche über ein spezielles Rad vorgenommen wird. Allerdings sorgte diese Funktion offensichtlich für diverse Missverständnisse, was womöglich den bescheidenen Verkaufserfolg der Objektivserie erklärt.

Diese Einstellung ist nämlich nicht für den Grad der Unschärfen verantwortlich (hier sind vorwiegend die Objektdistanz und der Blendenwert ausschlaggebend), sondern für die Art der Unschärfeabbildung. Allerdings hat PLAYER.de festgestellt – zumal man bekanntlich von der „Schönheit“ der Unschärfen spricht, dass die besten Ergebnisse in der Ausgangsstellung erzielt werden.

In diesem Fall zeichnen sich die beiden betagten, aber immer noch verfügbaren Objektive durch eine hervorragende Schärfeleistung sowie ein bei Offenblende im Nikon-Sektor konkurrenzloses Bokeh aus. Die leichten Schwächen im Kontrast sind bei der Portrait- und Peoplefotografie vernachlässigbar. Sollte doch einmal Korrekturbedarf bestehen, helfen herkömmliche RAW-Konverter wie zum Beispiel „Phocus“, „Capture One“ oder „Lightroom“.

 

Vorgestelltes Produkt:
Nikon AF DC-Nikkor 105mm 1:2 D Objektiv (72mm Filtergewinde)
Aktueller Amazon-Preis: EUR 998,99


 

Nikon AI-s Noct-Nikkor 58mm f/1.2

Nikon AI-s Noct-Nikkor 58mm f/1.2
Vom AI-s Noct-Nikkor 58mm f/1.2 gibt es nur noch Restbestände. Allerdings ist das hier abgebildete AI-s Nikkor 50mm f/1.2 eine interessante und günstigere Alternative.

Für notorische Nachtschwärmer und Dämmerungsfreunde empfiehlt sich ein Blick ins Sortiment der manuell fokussierenden Nikon-Objektive. Mit einer Blendenöffnung von maximal f/1,2 ermöglicht das bereits etwas ältere AI-s Noct-Nikkor 58mm f/1.2 auch unter dürftigen Lichtverhältnissen das Fotografieren ohne Stativ und mit moderaten Verschlusszeiten – letztere können bis zu zehnmal kürzer sein als bei Zoomoptiken mit einem Blendenbereich zwischen f/4 und f/5,6. Darüber hinaus sorgt die geringe Schärfentiefe für ein besonders schönes Bokeh.

Natürlich ist auch das AI-s Noct-Nikkor 58mm f/1.2 kein Aplanat, doch bringt es so wenig Koma zum Vorschein wie kaum ein anderes Objektiv im Kleinbildbereich. Nicht zuletzt deswegen erfreut sich die Festbrennweite insbesondere im Sektor der Astro-Wissenschaften größter Beliebtheit. Die Randunschärfen fallen ebenfalls erstaunlich gering aus und sind nur bei Offenblende messbar – das menschliche Auge dürfte sie kaum realisieren. Wie bei allen Objektiven der AI(-s)-Serie steht kein Autofokus zur Verfügung, so dass die Scharfstellung rein manuell erfolgt.

Leider bietet Nikon das AI-s Noct-Nikkor 58mm f/1.2 nicht mehr an. Wer keine Lust hat, sich im Internet oder auf dem Gebrauchtmarkt nach dem Objektiv umzuschauen oder wem schlichtweg das Budget von 2.500 bis 3.500 Euro fehlt, dem sei das AI-s Nikkor 50mm f/1.2 empfohlen. Dieses ist zwar nicht so außergewöhnlich und Koma-resistent wie das 58er, dafür aber wesentlich günstiger und zudem direkt bei Nikon bestellbar.

Samyang 8 mm f/3.5 Aspherical IF MC Fish-eye

Samyang 8 mm f/3.5 Aspherical IF MC Fish-eye & Walimex Pro 8/3,5 Fish-Eye
Wie ein Ei dem anderen: Das 8 mm f/3.5 Apsherical IF MC Fish-eye von Samyang ist absolut baugleich mit dem Walimex Pro 8/3,5 Fish-Eye.

Fisheye-Objektive sind gewöhnlich ein eher seltenes und teures Luxusgut, zumal ihr Einsatzzweck sehr begrenzt ist. Eine Ausnahme – zumindest aus preislicher Sicht – bildet das 8 mm f/3.5 Apsherical IF MC Fish-eye von Samyang, das rund 300 Euro kostet. An einer Vollformatkamera angeschlossen, ergibt sich ein kreisrundes Bild mit starker Vignettierung am Rand. Bei DSLRs mit APS-C- beziehungsweise DX-Sensor (23,6 x 15,6 Millimeter) deckt es den kompletten Bildkreis ab.

Vor allem Architekturaufnahmen (in Kombination mit moderner Korrektursoftware) und Sportshootings gewinnen durch den speziellen Charakter von Fisheye-Optiken häufig an Dynamik. Wie bei allen Weitwinkelobjektiven gilt allerdings auch hier die fotografische Bauernregel „Vordergrund macht Bild gesund“.

Für die Nachbearbeitung empfehlen sich die Programme aus der Photoshop-Familie von Adobe, zumal diese bereits über Voreinstellungen für die Korrektur der typischen Verzeichnung verfügen. Das Objektiv selbst besitzt übrigens keinen Autofokus, was jedoch nicht weiter stört, da bei einer solch kurzen Brennweite (acht Millimeter) in der Regel alle Bildinhalte scharf abgebildet werden.

Frontlinse des Walimex Pro 8/3,5 Fish-Eye
An einer APS-C-Kamera angeschlossen, erreicht das Walimex-Pro- beziehungsweise Samyang-Fisheye einen Bildwinkel von bis zu 167 Grad.
 

Vorgestelltes Produkt:
Samyang 8 mm / F 3,5 FISHEYE-Objektiv ( Nikon F-Anschluss )
Aktueller Amazon-Preis:


 

 

Vorgestelltes Produkt:
Walimex Pro 8mm 1:3,5 DSLR Fish-Eye II Objektiv AE für Nikon F Objektivbajonett schwarz (manueller Fokus, für APS-C Sensor gerechnet, IF, eingebauter AE-Chip, mit abnehmbarer Gegenlichtblende)
Aktueller Amazon-Preis: EUR 329,00


 

Tokina AT-X 116 PRO DX AF 11-16mm f/2,8

Konkurrenzlos ist das Tokina AT-X 116 PRO DX AF 11-16mm f/2,8 hauptsächlich dank der über den gesamten Brennweitenbereich gleichbleibenden Blendenöffnung. Wer ein lichtstarkes Weitwinkelzoom für Nikon-Kameras mit einem Bildsensor im DX-Format sucht, liegt hier genau richtig.

Die Schärfeleistung des Objektivs lässt keine Wünsche offen und liegt sogar über der der Konkurrenten von Nikon und Sigma. Dafür hinkt der Autofokus tempomäßig ein wenig hinterher, was im Weitwinkelbereich aber eine eher untergeordnete Rolle spielt – schließlich bewegen sich die Objekte bei Architektur- und Landschaftsaufnahmen eher selten mit großer Geschwindigkeit vor der Kamera.

Tokina AT-X 116 PRO DX AF 11-16mm f/2,8
Drückt man den Objektivring nach unten beziehungsweise oben, wechselt das AT-X 116 PRO DX AF 11-16mm f/2,8 zwischen manuellem und automatischem Fokus.
 

Vorgestelltes Produkt:
Tokina AT-X 116 PRO DX AF 11-16mm F/2.8 für Nikon
Aktueller Amazon-Preis: EUR 517,63


 

Nikon AF-S Nikkor 14-24mm 1:2,8G ED

Der (Ultra-)Weitwinkelbereich im lichtstarken Nikon-Profizoom-Dreigestirn wird vom legendären AF-S Nikkor 14-24mm 1:2,8G ED abgedeckt. Trotz seines recht hohen Preises ist das Objektiv ein „Must-Have“ für alle (semi-)professionellen Anwender im Reportage- und Nachrichteneinsatz. Es besticht schon bei offener Blende durch eine überragende Schärfeleistung, während der extrem flotte Autofokus das Fotografieren zum Kinderspiel macht.

Wem die geringe Brennweitenspreizung Probleme bereitet, dem sei zum mindestens genauso guten AF-S Nikkor 17-35mm 1:2,8D ED geraten. Dieses reicht beinahe bis in den Normalbrennweitenbereich und stellt ob seiner optischen Eigenschaften sowie der schnellen Fokussierung eine interessante „Immerdrauf“-Alternative zu üblichen Standardzooms dar.

Nikon AF-S Nikkor 14-24mm 1:2,8G ED
Das Nikon AF-S Nikkor 14-24mm 1:2,8G ED eignet sich optimal für die Reportage- und Nachrichtenfotografie. Die Abbildungsleistung ist erklassig.

Wer für seine Canon-DSLR ein optisch leistungsstärkeres Weitwinkelzoom sucht, hat die Chance (wenn er auf den Autofokus verzichten kann und Adapter akzeptiert), das exzellente AF-S Nikkor 14-24mm 1:2,8G ED zum Beispiel in Kombination der neuen Canon EOS 5D Mark III oder der EOS-1D X einzusetzen – im Bereich der professionellen Architekturfotografie wird dies recht häufig praktiziert.

 

Vorgestelltes Produkt:
Nikon AF-S Zoom-Nikkor 14-24mm 1:2,8G ED Objektiv schwarz
Aktueller Amazon-Preis: EUR 1.849,00


 

Nikon AF-S DX Nikkor 18-55mm 1:3,5-5,6G ED II

Nikon AF-S DX Nikkor 18-55mm 1:3,5-5,6G ED II
Kunststoffwüste: Trotz der eher billigen Verarbeitung mit Plastikbajonett bietet das AF-S DX Nikkor 18-55mm 1:3,5-5,6G ED II eine überzeugende Abbildungsleistung.

Das im Profisegment gerne mal als „Joghurtbecher“ bezeichnete, jedoch keineswegs verspottete AF-S DX Nikkor 18-55mm 1:3,5-5,6G ED II wird bei den meisten Nikon-Einsteiger-DSLRs im Kit mitgeliefert. Trotz des billig anmutenden Plastikbajonetts und der allgemein minderwertigen Verarbeitung läuft das Objektiv auf dem Prüfstand zur Höchstleistung auf.

Mit klagloser Abbildungsleistung, die lediglich durch die leichten Verzeichnungen im Weitwinkel getrübt wird, weist es die meisten Zoom-Kollegen in die Schranken. Der wirkungsvolle Bildstabilisator unterstützt den Fotograf beim Arbeiten ohne Stativ und mit längeren Belichtungszeiten. Besonders im Fotofachgeschäft versuchen Verkäufer gerne, dieses Objektiv schlechtzureden, um teurere, aber in der Abbildungsleistung deutlich schlechtere Superzoomobjektive zu verkaufen.

 

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Nikon AF-S DX Zoom-Nikkor 18-55mm 1:3,5-5,6G ED II Objektiv (52 mm Filtergewinde) schwarz
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Carl Zeiss Distagon T* 2,8/21 ZF.2

Carl Zeiss Distagon T* 2,8/21 ZF.2
Das Zeiss Distagon T* 2,8/21 ZF.2 besticht durch erstklassige Verarbeitung. Die Blendeneinstellung erfolgt wahlweise über die Kamera oder den Blendenring.

Das in einem Vollmetallbody gebaute Carl Zeiss Distagon T* 2,8/21 ZF.2 vermittelt einen hochwertigen haptischen Eindruck, wie wir es von keinem anderen Hersteller von Fotoobjektiven gewohnt sind.

Die Wechseloptik besticht durch sehr kräftige Kontrastwiedergabe und überragende Schärfe, wobei die Verzeichnungen minimal ausfallen. Wie alle Carl-Zeiss-ZF.2-Objektive, besitzt das Distagon T* 2,8/21 ZF.2 sowohl einen elektronischen Chip als auch einen manuellen Blendenring, was die Blendeneinstellung am Linsensystem selbst und an der Kamera ermöglicht.

Die rein mechanische Ausführung der Fokussierung bringt gerade für Filmemacher viele Vorteile mit sich, zumal der große Drehwinkel eine ausgesprochen präzise und zuverlässige Scharfstellung ermöglicht.

Zudem beginnt der Hobbyfotograf auf diese Weise, sich wieder mehr mit dem einzelnen Bild auseinanderzusetzen, wenn er den Fokus selbst in der Hand hat.

Frontlinse des Carl Zeiss Distagon T* 2,8/21 ZF.2
Der maximale Bildwinkel des Distagon T* 2,8/21 ZF.2 beträgt ebenso wie bei der Canon-ZE-Variante 90 Grad.

Nikon AF-S Nikkor 24-70mm 1:2,8G ED

Das professionelle, lichtstarke Standardzoom von Nikon ist wohl das Beste seiner Art im kompletten Kleinbildsegment: Kontrast, Schärfe und Farbdarstellung befinden sich auf dem Niveau der gehobenen Festbrennweiten. Mithilfe des Autofokusmotors stellt das Objektiv präzise und schnell scharf. Außerdem ist es für eine Zoomoptik äußerst unempfindlich gegenüber Streulicht.

Auch wenn die meisten Kollegen in der Redaktion Zoomobjektiven ziemlich kritisch gegenüberstehen, ist uns dieses Objektiv trotz seines hohen Gewichts (verursacht durch das robuste Metallgehäuse) eine uneingeschränkte Empfehlung wert. In Kombination mit dem AF-S Nikkor 14-24mm 1:2,8G ED sowie dem weiter hinten vorgestellten AF-S Nikkor 70-200 mm 1:2,8G ED VR II bildet es das ultimative Nikon-Profizoom-Dreigestirn.

Nikon AF-S Nikkor 24-70mm 1:2,8G ED
Das AF-S Nikkor 24-70mm 1:2,8G ED gehört zu den besten Standardzooms im Kleinbildsegment. Streulichter machen der Optik praktisch nichts aus.
 

Vorgestelltes Produkt:
Nikon AF-S Zoom-Nikkor 24-70mm 1:2,8G ED Objektiv (77mm Filtergewinde)
Aktueller Amazon-Preis: EUR 1.696,99


 

Nikon AF-D Nikkor 28-200mm 1:3.5-5.6G

Nikon AF-D Nikkor 28-200mm 1:3.5-5.6G
Das AF-D Nikkor 28-200mm 1:3.5-5.6G ist zwar schon etwas älter, liefert aber auch im Zusammenspiel mit modernen Nikon-DSLRs noch erstklassige Bilder.

Schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat das AF-D Nikkor 28-200mm 1:3.5-5.6G, das ursprünglich für analoge Kleinbildkameras entwickelt wurde. Es besitzt weder einen Bildstabilisator noch funktioniert der Autofokus an Nikons Einsteiger-DSLRs wie der D3100 oder D5100.

Dafür glänzt das Objektiv mit einer erstaunlichen Schärfeleistung sowie einer relativ kompakten und leichten Bauweise. Die auf dem Gebrauchtmarkt beziehungsweise bei Online-Auktionshäusern aufgerufenen Preise zwischen 50 und 180 Euro sind in jedem Fall eine lohnenswerte Investition für alle Besitzer von Nikons aktuellen High-End-Kleinbildkameras wie der D4 oder der D800.

Zudem ist es eine sehr interessante Alternative zum kürzlich vorgestellten, inoffiziellen Nachfolgemodell AF-S Nikkor 28-300mm 1:3.5-5.6G ED VR, das nicht nur mehr wiegt, sondern mit einem Preis von rund 1.000 Euro auch wesentlich mehr kostet.

Gerade auf Trekking-Trips im Gebirge, bei Expeditionen in ferne Länder oder sogar für eine Mondreise zeigt sich das AF-D Nikkor 28-200mm 1:3.5-5.6G als treuer und zuverlässiger Begleiter – kurzum: überall dort, wo Vielseitigkeit und geringes Gewicht gefragt sind.

Nikon AF-D Nikkor 28-200mm 1:3.5-5.6G in Silber
Mit ein wenig Glück ergattert man das AF-D Nikkor 28-200mm 1:3.5-5.6G auf dem Gebrauchtmarkt auch in Silber.
 

Vorgestelltes Produkt:
Nikon 28-200mm/3,5-5,6 D Zoom-Objektiv
Aktueller Amazon-Preis:


 

Sigma 50mm F1,4 EX DG HSM

Sigma 50mm F1,4 EX DG HSM
Das Sigma 50mm F1,4 EX DG HSM verfügt über einen Ultraschallmotor, der das Motiv praktisch geräuschlos und extrem schnell scharf stellt.

Standard- beziehungsweise Festbrennweiten – insbesondere jene mit 50 Millimetern – gehören seit Urzeiten in die Fototasche eines jeden Fotografen. Eine Besonderheit ist das Sigma 50mm F1,4 EX DG HSM, welches bei einem vergleichbaren Preis (649 Euro) einerseits deutlich hochwertiger verarbeitet ist als Nikons AF-S Nikkor 50mm 1:1,4G und andererseits eine bessere Abbildungsleistung liefert.

So wirkt das Bild schärfer, während der Lichtabfall zum Rand hin wesentlich geringer ausfällt. Mit an Bord ist außerdem ein Ultraschall-Autofokusantrieb (Hyper Sonic Motor, kurz: HSM), den man sonst nur in den Nikon-Objektiven der Oberklasse findet.

Da sich lichtstarke Festbrennweiten besonders gut für das gezielte Spiel mit der Schärfe eignen, kommt hier noch ein weiteres Kriterium für die Bewertung eines Objektives hinzu: das Bokeh. Darunter versteht man die Art der Unschärfeabbildung, welche im Fall des Sigma sanft und gleichmäßig gelingt. Dies hat den angenehmen Effekt, dass unscharfe Bereiche im Bild in der Wahrnehmung zurücktreten können und somit die vollständige Aufmerksamkeit des Betrachters den wesentlichen (und scharfen) Bildinhalten zukommt.

 

Vorgestelltes Produkt:
Sigma 50mm 1,4 EX DG HSM Objektiv (77 mm Filtergewinde) für Nikon
Aktueller Amazon-Preis: EUR 419,95


 

Sigma Makro 70mm F2,8 EX DG

Sigma Makro 70mm F2,8 EX DG
Das Makro 70mm F2,8 EX DG bietet im Preisbereich um 650 Euro die beste Abbildungsleistung für Nikon-DSLRs.

Ein echter Geheimtipp für Studiofotografen ist das Sigma Makro 70mm F2,8 EX DG. Jedoch nicht aufgrund der zweifelsohne überzeugenden Fähigkeiten im Nahbereich, sondern vielmehr wegen seiner überragenden Abbildungsleistung. So wirkt das Bild durchgehend scharf.

Mit einem Preis von 649 Euro ist das Objektiv auch preislich ein echter Knaller – für Nikon-Kameras gibt es eine solche Abbildungsleistung nirgends günstiger zu kaufen.

Allerdings wirkt sich der vergleichsweise niedrige Preis einsparungsbedingt auf das eine oder andere Feature aus: Der Fokusmotor des 70mm F2,8 EX DG arbeitet (makrotypisch) eher gemächlich, andererseits machen die meisten Objektive aus Nikons 2,8er-Profizoom-Serie einen höherwertigen und robusteren Eindruck.

 

Vorgestelltes Produkt:
Sigma 70 mm F2,8 EX DG Makro-Objektiv (62 mm Filtergewinde) für Nikon Objektivbajonett
Aktueller Amazon-Preis:


 

Nikon AF-S Nikkor 70-200mm 1:2,8G ED VR II

Ein echter No-Brainer im Nikon-Sortiment – zumindest, wenn man über das nötige Kleingeld verfügt (unverbindliche Preisempfehlung: 2.499 Euro) – ist das AF-S Nikkor 70-200mm 1:2,8G ED VR II. Das erst unlängst überarbeitete Modell macht Nikons lichtstarkes Profizoom-Trio komplett und ist ein extrem vielseitiges Objektiv.

Schon bei Offenblende liefert es eine überragende Schärfeleistung, die bis Blende f/5,6 vor allem in den Randbereichen noch leicht ansteigt. Gerade für Megapixel-Boliden wie die Nikon D800 mit 36 Millionen Bildpunkten ist diese ein Muss. Scharfe Bilder ermöglichen auch der sehr schnelle und leise AF-S-Autofokusmotor und der in der Praxis bis zu drei (Nikon selbst spricht sogar von vier) Blendenstufen kompensierende Bildstabilisator der neuesten Generation.

Nikon AF-S Nikkor 70-200mm 1:2,8G ED VR II
An einer Vollformat-DSLR angeschlossen liefert das AF-S Nikkor 70-200mm 1:2,8G ED VR II eine deutlich bessere Bildqualität als der Vorgänger.

Das Bokeh sucht unter Zoomobjektiven seinesgleichen und ermöglicht vor allem im Portrait-Einsatz schöne, weiche Unschärfen. Ansonsten eignet sich das AF-S Nikkor 70-200mm 1:2,8G ED VR II hervorragend für (Lowlight)-Sportaufnahmen, was es zum Beispiel in einem Basketballspiel erfolgreich unter Beweis stellen konnte.

Selbst dauerhaften Einsätzen steht dank der äußerst robusten und hochwertigen Verarbeitung nichts im Weg: Das Objektiv ist gegen die meisten Witterungseinflüsse abgedichtet und überlebt unter Umständen sogar einen kleinen Sturz ohne Schaden.

Allerdings muss man sich vor dem beinahe identisch bezeichneten Vorgänger (ohne „II“ im Namen) in Acht nehmen: Er wurde speziell auf APS-C-Kameras zugeschnitten und weist im Zusammenspiel mit Vollformat-DSLRs vor allem im Randbereich teils eklatante Schwächen auf. Das Gehäuse fällt mit einer Gesamtlänge von 215 statt 209 Millimetern etwas länger aus als beim Nachfolger.

Seitenansicht des Nikon AF-S Nikkor 70-200mm 1:2,8G ED VR II
Das AF-S Nikkor 70-200mm 1:2,8G ED VR II verfügt über einen integrierten Bildstabilisator und misst 209 Millimeter in der Länge.
 

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Nikon AF-S Nikkor 70-200mm 1:2,8G ED VR II Objektiv (77 mm Filtergewinde, bildstab.)
Aktueller Amazon-Preis:


 

Carl Zeiss Makro-Planar T* 2/100 ZF.2

Carl Zeiss Makro-Planar T* 2/100 ZF.2
Das Makro-Planar T* 2/100 ZF.2 kommt im Ganzmetallgehäuse daher und erlaubt eine extrem präzise manuelle Fokussierung – einen AF-Motor gibt es nicht.

Noch ein Geheimtipp aus dem Sortiment des deutschen Traditionsherstellers Carl Zeiss aus Oberkochen ist das Makro-Planar T* 2/100 ZF.2. Dieses besticht wie fast alle Ziess-Optiken durch eine hervorragende Verarbeitung.

Sogar die mitgelieferte Gegenlichtblende besteht aus Metall und ist auf der Innenseite samtig ausgekleidet. Ebenso gefällt die Abbildungsleistung, zumal die Lichtstärke von f/2 für ein Makro-Objektiv relativ hoch ausfällt.

Die Fokussierung erfolgt wie bei allen ZF.2-Modellen rein manuell, woran man sich zunächst vielleicht gewöhnen muss, die meisten Fotografen mit der Zeit aber nicht mehr missen möchten.

Schließlich gelingt die Scharfstellung dank des butterweich laufenden und nahezu um 360 Grad drehbaren Fokusrings extrem präzise, was auch ambitionierten Filmern zugutekommt. Andererseits zwingt die Optik den Nutzer auf diese Weise, sich noch intensiver mit seinem Motiv auseinanderzusetzen.

Frontlinse des Carl Zeiss Makro-Planar T* 2/100 ZF.2
Der Abbildungsmaßstab des Makro-Planar T* 2/100 ZF.2 beträgt an der Nahgrenze 2:1.
 

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Carl Zeiss AG Zeiss Objektiv Macro-Planar T 2,0/100 mm ZF
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Nikon AF-S Nikkor 200mm 1:2G ED VR

Das Teleobjektiv AF-S Nikkor 200mm 1:2G ED VR markiert sowohl preislich als auch abbildungstechnisch die Speerspitze des Nikon-Lineups. Der in einem Gehäuse aus Metall gefertigte Koloss ist kürzer als das AF-S Nikkor 70-200mm 1:2,8G ED VR II, hat aber beinahe den Durchmesser des Oberschenkels eines Profifußballers.

Für ein ruhiges Sucherbild und verwacklungsfreie Bilder sorgt der auf beweglich gelagerten Linsen basierende Bildstabilisator (Lens-Shift). Nichtsdestotrotz sind Konzentration und Ruhe wichtige Voraussetzungen, um die maximale Leistung aus der derzeit wohl schärfsten Nikon-Optik herauszuholen.

Professionelle Sport- und Tierfotografen dürften im AF-S Nikkor 200mm 1:2G ED VR das ultimative Werkzeug finden – für alle anderen bleibt das Teleobjektiv wohl leider ein unerschwinglicher Traum.

Nikon AF-S Nikkor 200mm 1:2G ED VR
Dickes Ding: Das AF-S Nikkor 200mm 1:2G ED VR bringt fast drei Kilogramm auf die Waage, liefert aber das wohl schärfste Bild aller Nikon-Objektive.

PLAYER.de meint:
Carl Zeiss, Sigma und Co. beweisen, dass es nicht immer Originalzubehör sein muss. Angeschlossen am Nikon-F-Bajonett, laufen die Fremdoptiken zur Höchstform auf, obgleich die gehobenen Nikkore in puncto Scharfstellung subjektiv etwas besser auf die Spiegelreflexkameras des Herstellers abgestimmt sind. Allerdings funktioniert das AF-D-System nicht im Zusammenspiel mit den DSLRs der 3000er- und 5000er-Reihe. Ohnehin gehört der Autofokus nicht immer zur Standardausstattung, was man vor dem Kauf bedenken sollte. Nichtsdestotrotz lässt sich mit den Modellen der Drittanbieter oftmals bares Geld sparen, ohne auf Qualität verzichten zu müssen – das gilt sowohl für die Verarbeitung als auch für die Abbildungsleistung. Alle in dieser Kaufberatung aufgeführten Linsensysteme wurden von der Redaktion getestet.