Test: Teufel LT 5 5.1-Set L – die Säulen des Heimkinos

Teufel LT 5 5.1-Set L im Test
5.1-Boxensystem: Teufel LT 5 5.1-Set L im Test

Die kurzen Tage in der kalten Jahreszeit machen die Filmabende zu einem echten Vergnügen. Mit einem Boxensystem wie dem LT 5 5.1-Set L des Berliner Direktversenders Teufel wird jeder davon sogar zu einem unvergesslichen Erlebnis – nicht zuletzt, weil es das Ensemble gerade zum Aktionspreis von 2.000 statt 2.300 Euro gibt. Ein Praxistest.

Als Spitzenensemble unter den Säulen-Sets von Teufel verspricht das LT 5 5.1-Set L nicht nur Tonqualität auf High-End-Niveau, sondern besticht es auch optisch durch einen edlen Materialmix aus glänzendem Aluminium und mattem Glas. Im Einzelnen besteht das System aus vier identischen Standlautsprechern des Typs L 520 FR, dem Center-Speaker L 520 C inklusive Wandhalterung sowie dem leistungsstarken Subwoofer L 5200 SW. Zusammenfassend klingt die Aussage des Herstellers „audiophiler Sound in vollendetem Design“ zunächst also gar nicht so abwegig. Allerdings ist die Konkurrenz ziemlich hart.

Vorteile des- Teufel LT 5 5.1-Set L im Überblick:
+ sehr überzeugende Tonqualität mit exzellenter Homogenität
+ offene Stimm- und Mittenwiedergabe
+ authentischer Rundumklang
+ Subwoofer mit hervorragender Basswiedergabe

Nachteile des- Teufel LT 5 5.1-Set L im Überblick:
– Schwächen im Grundton
– schwer erreichbare Anschlüsse bei Standboxen

Teufel LT 5 5.1-Set L- | Ausstattung und Technik

Teufel L 5200 SW auf optionalen Spikes
Der Subwoofer L 5200 SW symbolisiert seine Bereitschaft mit einem rot leuchtenden Teufel-Logo. Anders als bei den Standlautsprechern, müssen die Spikes für die Bassbox separat gekauft werden.

Im Vergleich zum Elac Linie 60.2 Set oder Nubert nuBox-Sets wirkt Teufels 5.1-Boxensystem geradezu zierlich. Das liegt vor allem an den Standlautsprechern, die mit 126 Zentimetern zwar mindestens zehn Zentimeter höher sind als die der Konkurrenz, dafür aber ausgesprochen schlank ausfallen. Die filigrane, abgerundete Form verfolgt dabei nicht nur einen designtechnischen, sondern auch einen akustischen Zweck: Während bei eckigen Boxen gelegentlich Kantenreflexionen auftreten, werden diese beim Teufel-Set effektiv durch gewölbte Seiten mit bündigen Abdeckgittern verhindert.

Darüber hinaus reduzieren die vier Säulen vertikale Bündelungseffekte, indem der Schall auf drei Wege verteilt wird. Im oben geschlossenen Gehäuse kommen eine 25-Millimeter-Gewebekalotte für Höhen ab 3.000 Hertz, ein für die Mitten zuständiger Konus mit 80 Millimetern Durchmesser sowie zwei 13er-Tieftöner zum Einsatz. Letztere übernehmen den Bassbereich bis 400 Hertz und sind auch im Center L 520 C verbaut. Seine beiden Hoch- und Mitteltöner sitzen ebenfalls übereinander, wodurch der Lautsprecher ein erstklassiges Rundstrahlverhalten erreicht – dazu später mehr.

Um den tiefen Frequenzbereich von 35 bis 200 Hertz kümmert sich in erster Linie der wuchtige Aktiv-Subwoofer L 5200 SW aus mitteldichten Holzfaserplatten (MDF): Er misst stolze 36 x 62 x 44 Zentimeter (B x H x T) und verfügt über eine 300 Watt (Sinus) starke Endstufe sowie ein 30er-Basschassis. Die DPU-Reflextechnik garantiert dabei einen kraftvollen Bass ohne Störgeräusche. Jeder der vier Satelliten steht übrigens auf einem stylishen Glasfuß mit Metallspikes, während dem Center-Speaker zusätzlich eine Wandhalterung beiliegt.

Teufel LT 5 5.1-Set L- | Tonqualität

Rundstrahlverhalten des Teufel LT 5 5.1-Set L
Vorbildliches Rundstrahlverhalten: Da beim Center Teufel L 520 C der Hoch- und Tieftöner übereinander montiert sind, treten seitlich keine Auslöschungen auf.

Egal, ob im Stereo- oder im Mehrkanalbetrieb: Teufels beherrscht sein Handwerk in beiden Disziplinen. Das bestätigen auch die Labormessungen, die den Standlautsprechen mustergültige Frequenzgänge attestieren.

Allerdings reicht die untere Grenzfrequenz der Satelliten und des Centers nur bis etwa 110 Hertz – optimal wären 80 Hertz. Nicht zuletzt deswegen entsteht beim Übergang zum Subwoofer ein etwas schlanker Grundton, der aber bei wandnaher Aufstellung der Klangsäulen zulegt.

Die Bassbox selbst spielt bis 34 Hertz hinunter und produziert selbst bei höchster Lautstärke (108 Dezibel) kaum Luft- beziehungsweise Strömungsgeräusche. Wer noch tiefer in den Frequenzkeller möchte, sollte einen Blick auf das Nubert nuBox-Set mit dem AW-991 werfen.

Beim Raumgefühl, das aus Tiefbass-Rumpeln oder wummernden Nachhall entsteht, muss der Zuhörer demnach leichte Abstriche hinnehmen. Nichtsdestotrotz füllt der Subwoofer auch große Räume mit beeindruckendem Bass, wodurch in actionreichen Szenen wie der Explosion am Anfang von „Iron Man“ schon mal der Boden vibriert.

Zu den eigentlichen Stärken des LT 5 5.1-Set L gehören allerdings die exzellente Sprachverständlichkeit und die ausgezeichnete Ortung für wandernde Schallereignisse. So sind die Akteure im Zeichentrickfilm „Werner – Volles Rooäää!!!“ auf jedem Sitzplatz perfekt zu hören, während das Motorrad aus allen Richtungen sehr homogen und trotz hoher Auflösung stressfrei klingt. Außerdem erweckt der Auftritt der Diva in „Das fünfte Element“ den Eindruck, als würde man direkt im Opernsaal sitzen.

Audiofrequenzgang des Teufel LT 5 5.1-Set L
Das LT 5 5.1-Set L zeigt im Messlabor einen vorbildlichen Audiofrequenzgang. Allerdings reicht die untere Grenzfrequenz bei den Satelliten L 520 FR und dem Center L 520 C nur bis etwa 110 Hertz.

Als Set aus zwei Satelliten und dem Subwoofer machen die Boxen ebenfalls eine tolle Figur, was nicht selbstverständlich ist. Letzterer sollte bei der Stereowiedergabe allerdings mittig platziert sein, da ansonsten die Standlautsprecher dünner klingen. Ferner empfiehlt sich eine auf 100 Hertz angehobene Übernahmefrequenz. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, legt die Sub-Sat-Kombi einen tollen Auftritt hin. Beispielsweise wird das Dallas Wind Symphony Orchester mit präzise gestaffelten Solisten und Percussion-Instrumenten abgebildet, während die tiefen Kesselpauken druckvolle Akzente setzen. Im Vergleich zu Stereosystemen mit großen Standboxen wirken die Bläser tonal sogar eine Spur heller, wenn auch der Kontrabass ein wenig schwächelt. Dafür kommen Gesangseinlagen und Stimmen stets originalgetreu zu Gehör.

Kleiner Tipp: Durch längeres Einspielen gewinnen die Lautsprecher mit der Zeit an Substanz und Klangfarbenfülle im Grundton.

Teufel LT 5 5.1-Set L | Verarbeitung und Bedienung

Fernbedienung des Teufel L 5200 SW
Fernbedienung des Teufel L 5200 SW

Wie von Teufel gewohnt, sind alle Komponenten des 5.1-Ensembles erstklassig verarbeitet: Weder Spaltmaße noch sonst irgendwelche Schönheitsfehler trüben das Erscheinungsbild im schwarzen Hochglanzfinish. Einen besonderen Kontrast bilden hierbei die edel anmutenden Standfüße aus schwarzgrauem Rauchglas. Auch haptisch gibt es nichts an den Boxen auszusetzen, obgleich die Säulenlautsprecher zwecks höherer Standfestigkeit ruhig etwas mehr als 17 Kilogramm auf die Waage bringen könnten – zum Beispiel würde es schon ausreichen, wenn sich der untere Gehäuseteil mit Sand befüllen ließe. Stehen die Boxen jedoch an schwer zugänglichen Orten beziehungsweise in der Ecke, dürfte der leicht wackelige Stand kein Problem darstellen.

Die Verkabelung der Standlautsprecher gestaltet sich aufgrund des zu kleinen Lochs im Glasfuß fummelig, weshalb die Kabel am besten vor der Montage angebracht werden sollten – Bananenstecker aller Art sind leider tabu. Beim Center und Subwoofer hingegen sind alle Anschlüsse gut erreichbar. Letzterer weiß mit seinen Zierelementen aus gebürstetem Aluminium und dem glänzenden Bedienfeld durchaus zu gefallen. Die Bedienung selbst gelingt dank der mitgelieferten Fernbedienung besonders komfortabel. So kann man von der Couch aus mühelos die Lautstärke und die Phase einstellen sowie das Tiefpassfilter überbrücken.

Anschlüsse des Teufel L 520 FR
Enge Angelegenheit: Durch das kleine Loch im Glasfuß lassen sich die Kabel nur mühselig an den Standsäulen Teufel L 520 FR anschließen. Die Metallspikes sind übrigens im Lieferumfang enthalten.

PLAYER.de-Testurteil: Sehr gut mit KauftippPLAYER.de meint:
Auch wenn die Standboxen des Teufel LT 5 5.1-Set L relativ schmal sind, gilt das keinesfalls für den Klang. Ganz im Gegenteil: Das Ensemble erzeugt mühelos einen beeindruckenden, authentischen Surround-Sound und sorgt auf nahezu allen Sitzplätzen für ein ungetrübtes Hörvergnügen. Zu verdanken ist das vor allem dem kompakten Center-Speaker mit vorbildlichem Abstrahlverhalten, wobei seine untere Grenzfrequenz etwas tiefer gehen könnte. Das allein würde kaum stören, doch haben die vier hohen Satelliten das gleiche Problem, was beim Übergang zum Subwoofer zu einem etwas mageren Grundton führt. Nichtsdestotrotz kommen anspruchsvolle Heimkino- und HiFi-Fans gleichermaßen auf ihre Kosten, zumal das Boxensystem mit einem Preis von rund 2.300 Euro relativ günstig ist. Unter dem Strich hat sich das Teufel LT 5 5.1-Set also nicht nur das PLAYER.de-Qualitätssiegel „Sehr gut“, sondern auch unseren „Kauftipp“ verdient.

Weiterführende Links

Teufel LT 5 5.1-Set L Produktseite

Teufel LT 5 5.1-Set L- | Testergebnisse

AUSSTATTUNG

Allgemein
Preis:
2.299,99 Euro
Abmessungen Front: 126 x 16 x 14 cm (L 520 FR) (H x B x T)
Abmessungen Center: 17,5 x 46,2 x 16 cm (L 520 C) (H x B x T)
Abmessungen Surround: 126 x 16 x 14 cm (L 520 FR) (H x B x T)
Abmessungen Subwoofer: 62 x 36 x 44 cm (L 5200 SW) (H x B x T)
Boxensystem: 5.1

BEWERTUNG
Tonqualität: Sehr gut (Stereo & Surround)
Ausstattung: Sehr gut
Bedienung Sehr gut
Material und Verarbeitung: Gut
PLAYER.de GESAMTWERTUNG
Sehr gut (mit Kauftipp)