Test: Sony Cyber-shot DSC-RX100 – erstklassige Zweitkamera?

Sony Cyber-shot DSC-RX100 im Test
Premium-Kompaktkamera: Sony Cyber-shot DSC-RX100 im Test

Noch immer sind Kompaktkameras bei vielen Profifotografen als billige Schnappschussknipsen verschrien. Die neue Sony Cyber-shot DSC-RX100 könnte Kritiker vom Gegenteil überzeugen: Sie passt locker in die Hosentasche, mischt mit ihrem überdimensionalen Bildsensor aber eher bei den Großen mit – ein Praxistest.

Das Rezept für Sonys neuen 20-Megapixel-Leckerbissen hört sich eigentlich ganz einfach an und soll vor allem ambitionierten Hobbyfotografen das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen: Man nehme einen viermal größeren Bildsensor, ein extrem lichtstarkes Objektiv aus dem Hause Carl Zeiss sowie modernste Prozessortechnologie – fertig ist die Cyber-shot DSC-RX100. Die Premium-Kompaktkamera verspricht eine in der Modellreihe „noch nie dagewesene Bildqualität“ und verfügt zudem über zahlreiche Einstellmöglichkeiten, die der DSLR– beziehungsweise SLT-Klasse entstammen. Der gehobene Anspruch macht sich aber auch im Preis bemerkbar, der mit 650 Euro deutlich über dem der α37 aus gleichem Hause liegt.

Sony Cyber-shot RX100 mit großem Zoomobjektiv
Wolf im Schafspelz: Ausgeschaltet sieht die RX100 eher unscheinbar aus. Schaltet man sie aber ein, fährt das wuchtige Zoomobjektiv innerhalb von zwei Sekunden in Position.
 

Vorgestelltes Produkt:
Sony DSC-RX100 Cyber-shot Digitalkamera (20 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, lichtstarkes 28-100mm Zoomobjektiv F1,8 - 4,9, Full HD) schwarz
Aktueller Amazon-Preis: EUR 329,95


 

Vorteile der Sony Cyber-shot DSC-RX100 im Überblick:
+ sehr gute Fotoqualität mit geringem Rauschen
+ scharfe Full-HD-Videos in 1080/50p
+ durchdachtes Bedienkonzept
+ hochwertiges und kompaktes Gehäuse
+ brillanter Monitor

Nachteile der Sony Cyber-shot DSC-RX100 im Überblick:
– Kein Zubehörschuh und Filtergewinde
– hoher Preis
– kein externer Akkulader

Sony Cyber-shot DSC-RX100 | Technik

Bildsensor der Sony Cyber-shot RX100 im Vergleich
Der CMOS-Chip der RX100 misst 13,2 x 8,8 Millimeter (1,0-Zoll-Format) und besitzt damit eine viermal größere Fläche als die Sensoren der bisherigen Cyber-shot-Modelle.

Profis wissen: Auf die Größe kommt es an! Die Rede ist vom Bildsensor, welcher bei der neuen Cyber-shot RX100 nicht etwa die üblichen 6,2 x 4,6 Millimeter, sondern 13,2 x 8,8 Millimeter misst. Damit liegt der „weltweit erste 1.0-Type-Exmor-CMOS-Chip“ flächenmäßig ungefähr zwischen dem 1/1,7-Zoll- und dem Four-Thirds-Format – oder anhand von Beispielmodellen ausgedrückt: zwischen der Canon PowerShot S100 und der Olympus OM-D E-M5. Seine Auflösung beträgt 20,2 Megapixel.

Damit jeder Bildpunkt genügend Licht abbekommt, setzt Sony auf das besonders lichtstarke Carl-Zeiss-Objektiv Vario-Sonnar T* 1,8-4,9/10,4-31,1 mit einer größtmöglichen Blendenöffnung von f/1,8 sowie 28 bis 100 Millimeter Kleinbildäquivalent (3,6-facher optischer Zoom). Die fest eingebaute Optik besteht aus sieben Linsengruppen, wobei die einzelnen Elemente laut Hersteller zwecks Platzersparnis extrem dünn sind.

Im Zusammenspiel mit dem Bildsensor, dessen Lichtempfindlichkeit übrigens von ISO 80 bis ISO 6.400 reicht, sollen Aufnahmen mit ansprechenden Bokeh-Effekten (Hintergrundunschärfe) möglich sein. Die Bildverarbeitung übernimmt der BIONZ-Prozessor, der neben einer effektiven Rauschunterdrückung bis zu zehn Fotos pro Sekunde bei voller Auflösung garantiert. Der Verschluss bleibt je nach Einstellung mindestens eine Zweitausendstelsekunde und maximal 30 Sekunden lang geöffnet, lässt sich im Bulb-Modus aber auch manuell über den Auslöser steuern.

Innenleben der Sony Cyber-shot RX100
Platzsparend: Carl Zeiss verbaut im Objektiv extrem dünne Linsen mit hoher Lichtstärke. Der große CMOS-Sensor und der schnelle BIONZ-Prozessor erledigen den Rest. Eine automatische Blitzauslösung ist übrigens nur im Automatik-, Portrait- und Makro-Modus möglich.

Zur Motivaufhellung ist ein Ausklappblitz an Bord, der den Herstellerangaben zufolge bis 17 Meter weit reicht. Bedauerlicherweise sind mangels Zubehörschuh keine externen Blitzgeräte anschließbar. Hier könnte sich Sony ruhig ein Beispiel an der Canon PowerShot G1 X oder sogar an der älteren, aber deutlich günstigeren Panasonic Lumix DMC-LX5 nehmen.

Dafür filmt die RX100 auf höchstem Niveau – zumindest aus technischer Sicht: Full-HD-Videos werden auf der besten Qualitätsstufe mit 50 Vollbildern und einer Datenrate von 28 Megabit pro Sekunde aufgezeichnet, während die meisten Kompaktknipsen nach dem Interlaced-Verfahren arbeiten. Leider lässt sich die Bildfrequenz nicht drosseln, so dass 24p-Aufnahmen tabu sind. Ob die Videos dennoch gehobene Ansprüche erfüllen, erfährst Du unter dem Punkt „Bildqualität“.

Zoomregler der Sony Cyber-shot RX100
Der Zoomregler um den Auslöser herum gestattet relativ präzise Zooms, doch lassen sich mit ihm leider keine bestimmten Brennweiten anfahren.

Als Videoformat kommt das bewährte AVCHD zum Einsatz. Fotos hingegen landen wahlweise als JPG-Dateien und/oder ARW-Rohdaten auf einer SD-/SDHC-/SDXC-Speicherkarte. Der integrierte SteadyShot-Bildstabilisator gleicht sowohl im Foto- als auch im Videomodus Verwacklungen aus. Die Motivkontrolle und Wiedergabe erfolgt über den drei Zoll (7,5 Zentimeter) großen Live-View-Monitor mit rund 1,23 Millionen Pixeln.

Da das Display neben den drei üblichen RGB-Bildpunkten zusätzlich über einen vierten weißen verfügt, soll die Anzeige auch bei direktem Lichteinfall erkennbar bleiben. An Anschlüssen stehen ein USB-Port sowie ein HDMI-Ausgang bereit. Für die Bildbearbeitung am Computer legt Sony die „PlayMemories Home“-Software bei.

Oberseite der Sony Cyber-shot RX100
Die Sony Cyber-shot RX100 kommt im hochwertigen Aluminiumgehäuse daher und bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten, wobei der Objektivring die Bedienung vereinfacht. Ein Stereomikrofon ist ebenfalls an Bord, auf einen Zubehörschuh wurde verzichtet.

Sony Cyber-shot DSC-RX100 | Bedienung

Anders als die APS-C-Kompaktkameras aus den Häusern Fujifilm und Leica, passt die RX100 mit ihren Abmessungen von 101,6 x 58,1 x 35,9 Millimetern (B x H x T) mühelos in die Hosentasche. Klar, sie liegt nicht ganz so solide in der Hand und auch der Bildsensor fällt dementsprechend kleiner aus, doch ist die allgemeine Bedienung trotzdem zielgruppengerecht.

So dürfen sich Fotografen und Filmer gleichermaßen über zahlreiche manuelle Einstelloptionen freuen, mit denen sie die Aufnahme an die eigenen Vorstellungen anpassen können. Die jeweiligen Parameter werden entweder per Drehcursor oder Objektivring festgelegt. Im manuellen Belichtungsmodus sind sogar beide Bedienelemente aktiv, damit sich Blende und Verschlusszeit gleichzeitig verändern lassen.

Alternativ dient der Objektivring der Scharfstellung von Hand, wobei das Live-View-Display den Fotografen auf Wunsch mit einem 8,6- oder 17,1-fach vergrößerten Bildausschnitt unterstützt. Darüber hinaus kann man der Fn-Taste sieben verschiedene Funktionen wie zum Beispiel ISO-Empfindlichkeit, Weißabgleich und Kreativprogramme zuordnen, die mit dem Ring steuerbar sind.

Ebenso lässt sich der Drehcursor individuell belegen. Um übrigens in Videoaufnahmen die Parameter ändern zu können, muss vorab das Modus-Wahlrad auf das Film-Symbol gedreht, das gewünschte Belichtungsprogramm (P, A, S oder M) ausgewählt und erst dann die Record-Taste betätigt werden.

Videomenü der Sony Cyber-shor RX100
Sony hat der Cyber-shot RX100 ein übersichtliches Menü spendiert, das viele Einstelloptionen bietet. Full-HD-Videos lassen sich mit bis zu 50 Vollbildern pro Sekunde aufzeichnen.

Der Zugriff auf die Videofunktion über das Modus-Wahlrad hat jedoch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Das Motiv ist vor der Aufnahme beurteilbar, da das Display die Anzeige automatisch vom 3:2- auf das 16:9-Format umschaltet – startet man das Video direkt aus dem Fotomodus heraus, ändert sich das Seitenverhältnis erst nach dem Betätigen der Record-Taste.

Etwas unpraktisch finden wir außerdem, dass der Autofokus nicht während des Filmens ein- und ausgeschaltet werden kann. Ohnehin gibt es keinen triftigen Grund, von Hand scharf zu stellen: Das AF-System arbeitet in der Videofunktion – ebenso wie der Zoom – zwar verlangsamt, aber durchweg präzise.

Für Kinoproduktionen ist die RX100 ob der ziemlich spärlichen Auswahl an Bildfrequenzen, Tonkonfigurationen und Erweiterungsoptionen sowieso nur bedingt geeignet. Deutlich besser schlägt sie sich im fotografischen Alltag: Von den schier unzähligen Einstellmöglichkeiten einmal abgesehen, punktet das neue Cyber-shot-Spitzenmodell mit einem durchweg hohen Arbeitstempo.

Obwohl zunächst das vergleichsweise große Objektiv aus dem Gehäuse herausfahren muss, ist das erste Foto bereits zwei Sekunden nach dem Einschalten im Kasten. Die Bildverarbeitung selbst dauert in der Regel nicht länger als eine Sekunde. Auch am AF-Tempo gibt es kaum etwas auszusetzen, wenngleich die Olympus OM-D E-M5 schneller fokussiert. Der Akku wird direkt in der Kamera geladen, was die Verwendung von Ersatzakkus erheblich einschränkt.

Live-View-Display der Sony Cyber-shot RX100
Das Live-View-Display der RX100 bietet vier statt drei Subpixel und besticht durch ein scharfes, helles Bild. Mithilfe des Objektivrings lassen sich zahlreiche Funktionen steuern.
Auswahl der Belichtungsprogramme im Videomodus der Sony Cyber-shot RX100
Vor dem Filmen muss man bei der Cyber-shot RX100 das gewünschte Belichtungsprogramm (P, A, S oder M) auswählen. Die jeweiligen Werte lassen sich während der Aufzeichnung ändern.
AF-Fehlermeldung der Sony Cyber-shot RX100
Beim Filmen erlaubt die RX100 nur eine manuelle oder kontinuierliche automatische Fokussierung – der Versuch, den Einzel-AF zu aktivieren, wird mit einer Fehlermeldung quittiert.
Einstellung der HDMI-Ausgabe bei der Sony Cyber-shot RX100
Anders als zum Beispiel die Nikon D4, kann die Sony Cyber-shot RX100 die HDMI-Videosignale auch in nativer 1080p-Qualität an einen Fernseher oder Projektor ausgeben.

 

Sony Cyber-shot DSC-RX100 | Kreativprogramme

Dass Sony besonderen Wert auf Automatiken und Kreativprogramme legt, haben die Japaner mehrfach bewiesen – beispielsweise mit ihrem aktuellen Kamera-Flaggschiff α77, welches trotz professioneller Ausrichtung über entsprechende Features verfügt. Diese sind bei der Cyber-shot RX100 noch vielfältiger.

Szenenwahl bei der Sony Cyber-shot RX100
Im Szenenmodus „Handgehalten bei Dämmerung“ knipst die RX100 mehrere Bilder in Serie und fügt diese zu einem scharfen, rauscharmen Foto zusammen – ein Stativ wird nicht benötigt.

So stehen im Szenenmodus ergänzend zu den acht Modi der ebenfalls getesteten α37 noch fünf neue zur Verfügung: „Anti-Bewegungsunschärfe“, „Tiere“, „Gourmet“, „Feuerwerk“ und „Hohe Empfindlichkeit“.

Speziell für Personenaufnahmen ist die „Auto Portrait Framing“-Funktion an Bord, die das Foto so beschneidet, dass ein professionell anmutendes Portrait entsteht.

Wer die Aufnahmeparameter lieber selbst einstellt und lediglich eine zum Motiv passende Farbwirkung wünscht, wird im Kreativmodus fündig. Hier sind drei Voreinstellungen für Portraits, Landschaften und Sonnenuntergänge sowie eine Schwarz-Weiß-Tönung und eine allgemeine Farbintensivierung zu finden.

Speziell für JPEG-Fotografen und kreative Filmer hält die Kamera darüber hinaus 13 Bildeffekte bereit. Mit ihnen lassen sich unter anderem diverse Effekte wie „Spielzeugkamera“, „Miniatur“ oder „Wasserfarben“ auf die Aufnahme anwenden, Farben herausfiltern, das Bild weichzeichnen und ein HDR-Gemälde erzeugen. Die HDR-Automatik, die Dynamikbereichsoptimierung sowie die Schwenkpanorama-Funktion komplettieren die Kreativoptionen der RX100 – auf den 3D-Modus wurde überraschenderweise verzichtet, doch dürfte er kaum jemandem fehlen.

Sony Cyber-shot DSC-RX100 | Bildqualität

Ein auf den ersten Blick nur minimal größerer Bildsensor bedeutet fast ausnahmslos ein deutliches Plus an Bildqualität – das hat die Canon PowerShot S100 im Vergleich zu herkömmlichen Kompaktknipsen eindrucksvoll gezeigt. Sonys RX100 bietet gleich viermal mehr Sensorfläche, beherbergt darauf aber mehr als 20 Millionen Bildpunkte. Und trotzdem: Den Spagat zwischen hoher Auflösung und Rauscharmut meistert sie mit Bravour.

Mit der Sony Cyber-shot RX100 fotografiertes Portrait
Die Cyber-shot RX100 knipst auch unter schlechten Lichtbedingungen schöne Fotos und legt trotz des hohen Auflösungsvermögen niedriges Bildrauschen an den Tag – pardon: an den Abend.

Bis einschließlich ISO 1.600 liefert das Cyber-shot-Spitzenmodell sehr scharfe Aufnahmen, ehe höhere Empfindlichkeitswerte mit sichtbaren Detailverlusten einhergehen. Für kleinformatige Ausdrucke und einfache Schnappschüsse bei wenig Licht ist das ISO-Maximum dennoch zu gebrauchen. Der BIONZ-Prozessor trägt natürlich einen bedeutenden Teil dazu bei, da er das Rauschen effektiv reduziert.

In puncto Durchzeichnung hätten wir uns etwas mehr erwartet, zumal die Canon PowerShot G1 X trotz sechs Megapixel geringerer Auflösung die subjektiv besseren Ergebnisse erzielt. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass ihr CMOS-Chip fast an das APS-C-Format herankommt. Diese Klasse vertritt beispielsweise die Fujifilm Finepix X100, welche der RX100 beim Dynamikumfang die Grenzen aufweist. Relativ betrachtet überzeugt ihre Abbildungsfähigkeit in Gegenlichtsituationen trotzdem.

Die Farbwiedergabe geht in Ordnung, wenn auch Rot- und Hauttöne ein wenig blass wirken. Wer im RAW-Format fotografiert und eine Bildbearbeitungssoftware besitzt, dürfte darüber nur müde lächeln. Der mechanische Bildstabilisator leistet sowohl im Foto- als auch im Videomodus hervorragende Dienste – ein Vorteil, den man schon während des Filmens bemerkt: Sogar Nutzern mit zittrigen Händen gelingen knackig scharfe, flüssige Full-HD-Aufnahme in bester 1080p-Qualität.

Allerdings kommen vereinzelt leichte Moiré-Artefakte zum Vorschein. Diagonale Verzerrungen (Rolling-Shutter-Effekte) hingegen treten allenfalls bei sehr schnellen Schwenks auf. Schade, dass Sony dem Cyber-shot-Flaggschiff – wie bereits erwähnt und abgesehen von der Belichtungssteuerung – weder tiefgehende Videokonfigurationen noch Anschlüsse für externe Mikrofone sowie Leuchten spendiert hat. Aus filmtechnischer Sicht richtet sich die Kamera also hauptsächlich an Privatpersonen, die zum Beispiel ihren Urlaub dokumentieren oder für unvorhersehbare Momente gerüstet sein möchten.

Über den HDMI-Ausgang der RX100 können sogar 1080p-Signale direkt an einen Fernseher ausgegeben werden. An der Abbildungsleistung des lichtstarken Carl-Zeiss-Objektivs gibt es bis auf minimale Vignettierungen und Randunschärfen nichts auszusetzen.

Gegenlichtaufnahme der Sony Cyber-shot RX100
Gegenlichtsituationen sind für die Cyber-shot RX100 ein leichtes Spiel, wenn auch die Premium-Kompakte nicht an die Dynamik einer DSLR herankommt.
Beispielfoto für die Hintergrundunschärfe der Sony Cyber-shot RX100
Ungewöhnlich für eine Kompaktkamera: Die Kombination aus großem Bildsensor und lichtstarkem Objektiv verhilft der RX100 zu ansprechendem Bokeh.
Die Sony Cyber-shot RX100 bietet ein hohes Auflösungsvermögen
Dank 20 Megapixel bringt die Cyber-shot RX100 auch detailreiche Motive außergewöhnlich gut zur Geltung. Die Farbwiedergabe überzeugt im Großen und Ganzen ebenfalls.

PLAYER.de-Testurteil: Gut mit KauftippPLAYER.de meint:
Sony hat offensichtlich ein Gespür dafür, wohin die Trends gehen: Nach teils großen Erfolgen bei den spiegellosen Systemkameras, legt der japanische Hersteller mit der Cyber-shot DSC-RX100 einen starken Einstand in der Premium-Kompaktklasse hin. Sie unterscheidet sich optisch kaum von herkömmlichen Modellen, übertrumpft diese aber bei der Ausstattung und Bildqualität. Die Aufnahmen bestechen vor allem durch hohe Auflösung, geringes Rauschen und ansprechende Hintergrundunschärfe, wobei das lichtstarke Zoomobjektiv einen beachtlichen Teil dazu beiträgt. Das AF-System ist selbst bei wenig Licht treffsicher und schnell, vom allgemeinen Arbeitstempo ganz zu schweigen. Der Preis schreckt allerdings ab. Schließlich bekommt man für 650 Euro locker eine DSLR. Auf der Schattenseite stehen zudem die mangelhaften Erweiterungsoptionen, welche die Sony Cyber-shot RX100 knapp um die Bestnote bringen. Die zahlreichen Vorzüge sind uns dennoch einen „Kauftipp“ wert.

Sony Cyber-shot DSC-RX100

Preis lt. Hersteller: 649,- Euro (nur Gehäuse)
AUSSTATTUNG
Sensor/Auflösung: CMOS mit 20,2 Megapixeln
Objektiv (fest eingebaut): Carl Zeiss Vario-Sonnar T* 1,8-4,9/10,4-37,1 mit 3,6-fach optischem Zoom, Brennweite: 28 bis 100 mm (KB)
ISO: 80 bis 6.400
Verschlusszeiten: 1/2.000 bis 30 Sekunden (+ Bulb-Modus)
LC-Display: 3 Zoll (1.228.800 Pixel)
Besonderheiten: 1,0-Zoll-Bildsensor, manuelle Einstelloptionen, Steuerring am Objektiv, Zoomoptik mit hoher Lichtstärke, RAW-Unterstützung, 1080p-Videos
BEWERTUNG
Technik: 4 von 5 Punkten
Bedienung: 4 von 5 Punkten
Kreativprogramme: 5 von 5 Punkten
Fotoqualität: 4,5 von 5 Punkten
Videoqualität: 4 von 5 Punkten
PLAYER.de GESAMTWERTUNG Gut (mit Kauftipp)