Test: Kodak Hero 9.1 – heldenhafter Allrounder

Kodak Hero 9.1 im Test
Multifunktionsdrucker: Kodak Hero 9.1 im Test

Faxen, Scannen, Kopieren und natürlich Drucken – all das beherrscht der neue Multifunktionsdrucker Hero 9.1 von Kodak. Die Frage ist nur: wie gut? Dank der herstellereigenen Nano-Pigment-Tinte soll er für „brillante Dokumente und Fotos in Laborqualität“ sorgen. PLAYER.de verrät, was der selbsternannte Held wirklich auf dem Kasten hat.

Ist es ein Fotodrucker? Ist es ein Scanner? Nein, es ist der Hero 9.1! Das Multifunktionsgerät von Kodak kann praktisch alles: drucken, scannen, kopieren und faxen. Dank Netzwerk-Anschluss und integriertem WLAN lässt er sich sogar von unterwegs bedienen – sei es per Smartphone, Tablet-PC oder Notebook. Außerdem bietet die mitgelieferte Software eine Funktion zum Erstellen von 3D-Fotos. Dank der speziellen Nano-Pigment-Tinte mit mikroskopisch kleinen Farbpartikeln sollen diese in bester Laborqualität gedruckt werden und ein Leben lang halten. Der Preis von 300 Euro klingt fair.

 

Vorgestelltes Produkt:
Kodak Hero 9.1 Multifunktionsgerät (Scanner, Kopierer, Fax und Drucker mit Duplexfunktion)
Aktueller Amazon-Preis:


 

Vorteile des Kodak Hero 9.1 im Überblick:
+ gute Druckqualität
+ einfache Bedienung
+ Direktdruck ohne PC
+ integriertes WLAN und Fax
+ doppelseitiger Druck
+ fairer Preis

Nachteile des Kodak Hero 9.1 im Überblick:
– Farbtinten in einem Tank
– 3D-Druck unterstützt kein MPO-Format
– USB-Kabel nicht mitgeliefert

Kodak Hero 9.1 | Ausstattung und Technik

Papierfach des Kodak Hero 9.1
Der Hero 9.1 verfügt über zwei Papierfächer, so dass beim Druck von Dokumenten beziehungsweise Bildern kein Wechsel nötig ist.

Kodak hat sein Multifunktionsdrucker-Portfolio mit der Hero-Serie um vier Allrounder erweitert, wobei der Office Hero 6.1 speziell für den Einsatz im Büro gedacht ist und der Hero 5.1, Hero 7.1 sowie Hero 9.1 an Heimanwender abzielen. Als Spitzenmodell bietet letzterer allerdings die größte Funktionsvielfalt.

So lassen sich mit ihm Bilder und Texte nicht nur ausdrucken, scannen oder kopieren, sondern auch faxen. Ein PC beziehungsweise Notebook benötigt man dafür nicht unbedingt. Der Hero 9.1 verfügt nämlich über einen integrierten WLAN-Empfänger, einen Kartenleser (Memory Stick, SD, SDHC und MMS) sowie einen USB-Port. Passend im Zeitalter der vernetzten Welt können so beispielsweise Druckaufträge von einem Smartphone oder Tablet-PC erteilt werden.

Dies erfolgt entweder mithilfe der „Pic Flick“-App, dem E-Mail-Druckservice (Versand der Fotos und Dokumente direkt an den Drucker) oder über den Dienst Google Cloud. Für die konventionelle Verbindung mit einem Computer stehen auf der Rückseite eine Mini-USB-Schnittstelle (Typ B) sowie eine Ethernet-Buchse bereit. Leider legt Kodak dem Gerät nur das Fax- und Netzkabel bei.

Farbtanks des Kodak Hero 9.1
Ärgerlich: Ist eine farbige Tinte leer, muss die ganze Patrone (rechts) des Hero 9.1 ausgetauscht werden.

Ebenso sind im Lieferumfang zwei Farbtanks – einer mit schwarzer und einer mit gemischter Tinte (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz) – enthalten. Der Inhalt reicht angeblich für bis zu 425 Ausdrucke in Schwarz-Weiß beziehungsweise für bis zu 420 Seiten in Farbe aus. Kodak setzt übrigens weiterhin auf die Nano-Pigment-Tinte, welche die Brillanz von herkömmlichen Farbstoff-Tinten (Dye) mit der Haltbarkeit von Pigment-Tinten kombinieren soll.

Eigenen Angaben zufolge erreichen Fotos sogar Laborqualität und halten auf dem Kodak-Fotopapier „ein Leben lang“. Der Hero 9.1 bietet Platz für 100 Blätter herkömmliches Papier mit einer Größe von maximal 216 x 356 Millimetern und besitzt im Gegensatz zu den anderen Modellen noch ein zusätzliches Fach für 40 Blätter Fotopapier im 10-mal-15- oder 13-mal-18-Format.

Die Druckauflösung wird mit 9.600 dpi angegeben, während der Scanner die Vorlage mit höchstens 2.400 dpi einliest. Apropos Vorlage: Zur Verarbeitung von bis zu 30 Dokumenten in Serie hat das Gerät einen automatischen Vorlageneinzug an Bord.

Kodak Hero 9.1 | Installation und Bedienung

So multifunktional der Hero 9.1 auch ist; seine Einrichtung geht dank der bebilderten Kurzanleitung spielend leicht von der Hand. Zusätzlich gibt der Drucker Anweisungen auf seinem als Touchscreen ausgelegten 4,3-Zoll-Display. Unser WLAN-Netz fand er bereits wie der ESP C310 auf Anhieb und wählte sich nach Eingabe des Passworts erfolgreich ein. Vor der Inbetriebnahme wird eine Testseite ausgedruckt, anhand derer man überprüfen kann, ob der Druckkopf ordnungsgemäß arbeitet.

Touchscreen-Bedienung beim Kodak Hero 9.1
Die Direktfunktionen des Hero 9.1 werden ausschließlich über den großen Touchscreen gesteuert.
3D-Druckfunktion beim Kodak Hero 9.1
Für 3D-Fotos benötigt die Kodak-Software zwei Bildpaare – MPO-Dateien werden nicht unterstützt.

Die mitgelieferte Software „Kodak All-in-One Home Center“ zeigt sich ebenfalls sehr benutzerfreundlich und richtet den Drucker unabhängig davon, ob er per LAN, WLAN oder USB angeschlossen wurde, innerhalb weniger Minuten ein. Firmware-Updates werden direkt über das Internet vorgenommen.

Das Programm selbst ist übersichtlich gestaltet und bietet unter anderem ein Tool zum Ausdrucken von dreidimensionalen Fotos im Anaglyphenverfahren. Hierfür liegen dem Hero 9.1 zwei Rot-Cyan-Brillen bei. Schade: Die 3D-Fotos lassen sich nur aus zwei perspektivisch versetzten Einzelbildern erstellen – das von aktuellen Digicams genutzte MPO-Format wird nicht unterstützt.

Auswahl des Druckers in der Kodak-Software
Die Einrichtung von Kodak-Druckern ist selbst ohne direkte Verbindung zum Computer kinderleicht.

Besonders praktisch sind die Direktdruckfunktionen: Wird eine Speicherkarte oder ein USB-Stick in den Drucker gesteckt, kann man die darauf enthaltenen Bildern (JPEG, BMP, TIF oder PNG) sofort ausdrucken, ohne den Computer einschalten zu müssen. Dies gilt natürlich auch für Kameras mit PictBridge-Unterstützung.

Ebenso lassen sich mit der kostenlosen „Pic Flick“-App Fotos von iPhone, iPod touch, iPad, Blackberry und Android-Geräten ausdrucken. Darüber hinaus empfängt der Drucker Aufträge via Google Cloud und E-Mail. Ebenso praktisch ist der doppelseitige Druck von A4-Dokumenten.

Der Kodak Hero 9.1 kann auch auf den Facebook-Account zugreifen
Auf Wunsch druckt das Programm bzw. der Hero 9.1 auch in Facebook und anderen Online-Portalen hochgeladene Bilder aus.

Kodak Hero 9.1 | Druck- und Scanqualität

Hält sich die Euphorie nach einem Farbausdruck auf Normalpapier noch in Grenzen, weiß die Druckqualität auf Fotopapier sehr zu überzeugen. Natürlich schafft es auch der Hero 9.1 nicht auf das Niveau eines vollwertigen Fotodruckers, doch bekommt man für 300 Euro einiges geboten. Besonders gut gelingt ihm die Farbwiedergabe. Sogar feine Verläufe und Abstufungen kommen sehr schön zur Geltung – zumindest, wenn der Betrachter das Foto nicht gerade direkt vor die Nase hält.

Bei genauerem Hinsehen macht sich nämlich leichtes Dithering, also eine Art Rauschen im Bild bemerkbar. Dies dürfte in erster Linie daran liegen, dass das Viertintensystem im Gegensatz zu unserem 1.600 Euro teuren Referenzdrucker Epson Stylus Pro 3880 keine erweiterten Farbräume wiedergeben kann.

Ferner hinterlässt der Druckkopf feine Linien im Bild, die bei normalem Betrachtungsabstand aber nahezu unsichtbar sind. Die Detailtreue wiederum ist ausgezeichnet, auch wenn die Druckauflösung erfahrungsgemäß unter den angegebenen 9.600 dpi liegt. Für ein 10-mal-15-Foto braucht der Drucker rund 30 Sekunden.

Übrigens hängt die Druckqualität maßgeblich vom verwendeten Papier ab. De facto erzielten wir auf dem herstellereigenen „Ultra Premium Photo Paper“ (20er-Pack ab 7,99 Euro) deutlich bessere Ergebnisse als auf Fremdpapier. Laut Hersteller erkennt der Hero 9.1 den Barcode auf der Rückseite der Kodak-Papiere und stellt auf diese Weise die optimale Tintenmenge ein.

Ach ja: Das auszudruckende Bild lässt sich in der Druckersoftware nachbearbeiten und so qualitativ verbessern („Perfect Touch“-Technologie).

Die Scan- und Kopierqualität des Geräts kann weniger überzeugen – zumindest bei der Bilddigitalisierung. Der Scanner erreicht zwar eine theoretische Auflösung von 2.400 dpi, schwächelt aber in puncto Farbwiedergabe und Detailtreue. Mithilfe der OCR-Funktion (optische Zeichenerkennung) werden Textdokumente auf Wunsch als durchsuchbare PDF-Datei gespeichert.

PLAYER.de-Testurteil: GutPLAYER.de meint:
„Die fantastischen Vier“ ist eine treffende Bezeichnung für die im Herbst vorgestellte Hero-Druckerserie von Kodak. Allerdings könnte der Hero 9.1 locker als Solokünstler durchstarten. Er hebt sich mit seinem großen und intuitiv bedienbaren Touchscreen sowie den sinnvollen Direktdruckfunktionen von den kleineren Modellen ab und bietet zudem ein integriertes Fax. Für 300 Euro bekommt man also einen echten Allrounder für zu Hause, dessen Druckqualität besonders bei Fotos auf Anhieb überzeugt. Sehr ärgerlich finden wir aber das Patronenkonzept von Kodak: Ist eine Farbe leer, muss der gesamte Tintentank ausgetauscht werden (18 Euro). Immerhin arbeitet der Hero 9.1 ziemlich sparsam und zügig, so dass er sich das PLAYER.de-Qualitätssiegel „Gut“ redlich verdient hat.

Kodak Hero 9.1

Preis lt. Hersteller: 299,99 Euro
AUSSTATTUNG
Auflösung: 9.600 dpi (Druck), 2.400 dpi (Scan)
Papierformat: bis A4+ (22 x 36 cm)
Druckgeschwindigkeit: Dokumente: 8,5 S/min. (SW), 5,5 S/min. (Farbe) / Fotos: 30 Sek. (10 x 15), 134 Sek. (A4)
Anschluss an PC: USB 2.0, WLAN, LAN
Software: Kodak All-in-One Home Center
Besonderheiten: WLAN-fähig, Google Cloud, Direktdruck von Speicherkarte und USB-Stick sowie mobilen Geräten, 4,3″ Touchscreen
PLAYER.de GESAMTWERTUNG Gut