Test: Nubert nuBox-Set – preiswertes 5.1-Boxensystem mit königlichem Bass

Nubert nuBox-Set im Test
5.1-Boxensystem: Nubert nuBox-Set im Test

Dass der Subwoofer nuBox AW-991 von Nubert auch als Einzelspieler in großen Heimkinos eine gute Figur macht, hat er in unserem Test eindrucksvoll bewiesen. Doch wie gut spielt er mit seinen Geschwistern aus der nuBox-Serie zusammen? PLAYER.de hat sich ein 5.1-Boxenset im Wert von rund 2.140 Euro zusammengestellt, um dies herauszufinden.

Das Ensemble besteht neben dem High-End-Subwoofer auch aus dem Center nuBox CS-411 sowie jeweils einem Paar des Surrounds nuBox DS-301 und des Standlautsprechers nuBox 681. Damit bekommt man für recht wenig Geld ein wirklich solides Boxenset direkt vom Hersteller, welches die Komplettsysteme aus dem Discounter ganz schön alt aussehen lässt. So schreibt Nubert auf der Produktseite: „Obwohl messerscharf kalkuliert, lassen diese Boxen nichts vermissen, was einen erstklassigen Lautsprecher heute auszeichnet.“ Erfahrungsgemäß verspricht der schwäbische Audiospezialist dabei keinesfalls zu viel.

Vorteile des Nubert nuBox-Sets im Überblick:
+ sehr überzeugende Tonqualität mit feinen Klangfarben
+ Subwoofer mit erstklassiger Bass- und Tiefbasswiedergabe
+ hohe Pegelfestigkeit und umfassende Einstellmöglichkeiten
+ Dipol-Betrieb möglich

Nachteile des Nubert nuBox-Sets im Überblick:
– leichte Bündelung der Mitten bei liegendem Center
– Subwoofer ohne Raumklangkorrektur

Nubert nuBox-Set | Ausstattung und Technik

Rückseite des Standlautsprechers Nubert nuBox 681
Die nuBox 681 verfügt über flexible Klangsteller, mit denen sich die Bässe anheben oder die Höhen in drei Stufen an die Raumakustik anpassen lassen.

Obwohl die Modelle der nuBox-Serie mit unterschiedlichen Komponenten bestückt sind, sollen sie allesamt die gleiche Klangcharakteristik besitzen. Das fällt natürlich schwer zu glauben, zumal auch die Leistung um einige hundert Watt schwankt. Die 32 Kilogramm schwere Bassbox etwa beherbergt drei große 22er-Konusse, die eine Musikbelastbarkeit von 450 Watt garantieren. Das als Bassreflex-Konstruktion ausgelegte Gehäuse bietet 96 Liter Volumen und besteht aus bis zu 38 Millimeter starken MDF-Platten.

Ferner ist – wie bei einem Zwei-Wege-Lautsprecher – ein-  Tief-Mitteltöner mit Polypropylenkonus an Bord, die für einen homogegen Klang sorgen soll. Seine Membranfläche nimmt mit zunehmender Frequenz ab, wodurch Bündelungseffekte reduziert werden. Höhen ab zwei Kilohertz übernimmt die über Jahre optimierte 25-Millimeter-Textilkalotte. Diese ist auch im Center-Speaker zu finden, wobei man hier zwischen einem neutralen und einem helleren Klangbild wählen kann.

Die 14 x 23 x 20,2 Zentimeter (B x H x T) großen und 4,3 Kilogramm Surround-Boxen verfügen über zwei 19-Millimeter-Kalotten, die sich von Direktstrahler auf Dipol stellen lassen. Auf diese Weise wird der Hochtöner hinten mit invertierter Phase aktiv. Allerdings sollten die beiden Lautsprecher hinter dem Publikum positioniert werden, da Bässe und Mitten nicht gegenphasig abstrahlen. Die Musikbelastbarkeit beträgt150 Watt.

Das eigentliche Highlight des nuBox-Sets ist der Subwoofer: Er sorgt mit seinem 33er-Langhub-Chassis für wummernde Bässe bis hinunter zu 20 Hertz und hält zahlreiche Einstellmöglichkeiten bereit. Dazu gehören zum Beispiel ein bei 30 Hertz schaltbarer Subsonic-Filter oder eine zwischen 40 und 80 Hertz regulierbare Übernahmefrequenz für aktive Satelliten. Um den Membranhub sowie die Verzerrungen bei tiefsten Bässen zu minimieren, lässt sich eine der beiden riesigen Basstrompeten auf der Unterseite über einen Stopfen verschließen. Einen ausführlichen Testbericht des AW-991 findest Du hier.

Nubert nuBox-Set- | Tonqualität

Unser erstes Augen- oder besser gesagt Ohrenmerk galt den beiden 681er-Standlautsprechern. Kurzum: Sie legen schon ohne Subwoofer eine beeindruckende Klangkulisse an den Tag, was sich beispielsweise im Lied „Fandango“ des Dallas Wind Symphony Orchesters an den fein gestaffelten Bläsern, den knackigen Kastagnetten von rechts sowie den satten Kesselpauken bemerkbar macht. In größeren Räumen (ab etwa 40 Quadratmeter) sollten hierfür jedoch die Bässe der Frontboxen leicht angehoben werden. Mithilfe des Subwoofers lassen sich die Dynamik, die Kraft im Tiefbass sowie die Raumabbildung auf ein Niveau anheben, welches in dieser Preisklasse seinesgleichen sucht.

Audiofrequenzgang des Nubert nuBox-Sets
Das Nubert nuBox-Set liefert einen vorbildlichen Audiofrequenzgang ab und brilliert mit ausgezeichnetem Tiefbass.

Der nuBox AW-991 verhilft dem Ensemble sogar im Mehrkanal-Betrieb zu einem phänomenalen Tiefbass. Sind beide Bassröhren in Aktion, spielt er nicht nur bis 22 Hertz hinab, sonder erreicht zudem einen Schalldruck von bis zu 110 Dezibel. Mit nur einer aktiven Röhre klettert der Bass sogar auf 18 Hertz hinunter. Spielen alle Komponenten zusammen, läuft das nuBox-Set zur Höchstform auf. So rollten zum Beispiel die subsonisch tiefen Schockwellen der explodierenden Waffensysteme im Film „Iron Man“ bislang bei keinem anderen 5.1-System dieser Preisklasse dermaßen realistisch durch das Heimkino.

Auch die Sprachverständlichkeit ist perfekt, sofern der Hörer maximal 20 Grad seitlich vom Center sitzt. Wer sich eine noch bessere Plastizität und Raumabbildung wünscht, dafür aber einen etwas heller klingenden, rückwärtigen Schall in Kauf nimmt, kann den Dipolmodus aktivieren. Musikfreunde kommen natürlich ebenfalls auf ihre Kosten. Die TrueHD-Stücke auf Dolbys Demoscheibe etwa kommen ausgesprochen kraftvoll und dynamisch zu Gehör. Sogar John Pizzarellis virtuos gespielte Jazzgitarre punktet mit erstklassigen Klangfarben, ohne lästig oder gar aggressiv zu wirken. Im Großen und Ganzen bestechen alle hier getesteten nuBox-Modelle durch homogenen Gleichklang.

Rundstrahlverhalten des Nubert nuBox-Sets
Seitlich sitzende Zuhörer bekommen im Mitteltonbereich leichte Einschnürungen zu hören, wofür in erster Linie der Center-Speaker nuBox CS-411 verantwortlich ist.

Nubert nuBox-Set- | Verarbeitung und Bedienung

Fernbedienung des Nubert nuBox AW-991
Der Subwoofer nuBox AW-991 wird inklusive Fernbedienung ausgeliefert, welche die Pegel und die Tiefpass-Frequenz mit motorisch betriebenen Potentiometern steuert.

Eigentlich ist der Abschnitt „Verarbeitung“ bei Nubert-Boxen überflüssig. Herstellertypisch gibt es hier nämlich rein gar nichts auszusetzen. Die MDF-Platten sind bombenfest miteinander verbunden und entweder in klassischem Schwarz lackiert oder mit edlem Ahorn- respektive Nussbaum-Furnier überzogen. Je nach Farbvariante hat der Kunde die Wahl zwischen silber, graphitfarben oder glänzend schwarz lackierten Frontseiten. Die Stoffabdeckungen sind natürlich abnehmbar. Doch nicht nur das Gehäuse hinterlässt einen hochwertigen Eindruck, sondern auch das Innenleben. Hier setzt Nubert auf robuste Verstrebungen und sauber verarbeitete Bauteile, damit selbst bei maximaler Lautstärke nichts vibriert oder klappert.

Die Installation und Verkabelung des 5.1-Sets stellt kein Problem dar, wenn man denn in der Lage ist, die teilweise recht schweren ohne Hilfe aufzustellen. Aufwendiger gestaltet sich die raumabhängige Abstimmung, wobei viele moderne AV-Receiver dies in der Regel automatisch erledigen. Auf flexible Klangsteller muss man dennoch nicht verzichten.

So lassen sich etwa bei den Standlautsprechern die Bässe per Schalter um drei Dezibel anheben und die Höhen dreistufig an die Raumakustik anpassen. Der Subwoofer kommt zudem mit einer kompakten Fernbedienung daher, über die Pegel und Tiefpass-Frequenz gesteuert werden können. Zusätzlich stehen auf seiner Frontseite entsprechende Drehregler bereit.

PLAYER.de-Testurteil: Sehr gut mit KauftippPLAYER.de meint:
Wer ein 5.1-Boxensystem mit beispiellosem Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, liegt mit dem hier getesteten nuBox-Set aus dem Hause Nubert goldrichtig! Allein schon der separat getestete Subwoofer AW-991 ist ein echtes Highlight, macht den Film- oder Musikabend aber erst zusammen mit dem Center CS-411 sowie den vier anderen Lautsprechern zu einem unvergesslichen Erlebnis. Sowohl Kinostreifen als auch Lieder klingen stets stressfrei. Einziges Manko sind die leichten Einschnürungen im Mitteltonbereich bei seitlichen Winkeln, die angesichts der phänomenalen Bass- und Tiefbasswiedergabe jedoch kaum auffallen. Selbst große Räume werden druckvoll beschallt. Für rund 2.140 Euro bekommt man wohl nirgends ein besseres 5.1-System. Deshalb verdient sich das Nubert nuBox-Set ganz klar die Note „Sehr gut“. Außerdem spricht PLAYER.de einen „Kauftipp“ aus.

Weiterführende Links

Nubert nuBox-Set Produktseite

Nubert nuBox-Set- | Testergebnisse

AUSSTATTUNG

Allgemein
Preis:
2.134 Euro
Abmessungen Front: 116 x 24,5 x 34 cm (nuBox 681) (H x B x T)
Abmessungen Center: 17 x 44,5 x 34,5 cm (nuBox CS-411) (H x B x T)
Abmessungen Surround: 23,5 x 14 x 20,5 cm (nuBox DS-301) (H x B x T)
Abmessungen Subwoofer: 62 x 37,2 x 47 cm (nuBox AW-991) (H x B x T)
Boxensystem: 5.1

BEWERTUNG
Tonqualität: Sehr gut
Ausstattung: Sehr gut
Bedienung: Sehr gut
Material + Verarbeitung: Sehr gut
PLAYER.de GESAMTWERTUNG Sehr gut