Test: Olympus OM-D E-M5 – digitalisierter Oldtimer

Olympus OM-D E-M5 im Test
Spiegellose Systemkamera: Olympus OM-D E-M5 im Test

Neue Besen kehren bekanntlich gut: Als erste digitale Systemkamera aus Olympus‘ legendärer OM-Reihe will die OM-D E-M5 mit ihrem „edlen Design und bahnbrechenden Technologien“ den Digicam-Markt gehörig aufwirbeln. Kennt auch sie die problematischen Ecken?

Vierzig Jahre alte Kameras sind inzwischen museumsreif – es sei denn, das Konzept wird von Grund auf überarbeitet. So geschehen bei Olympus: Der japanische Hersteller hat sein 1972 vorgestelltes OM-System auf die Höhe der Zeit gehoben und mit der OM-D E-M5 die erste digitale Vertreterin herausgebracht. Sie verzichtet im Gegensatz zu ihren Urahnen auf einen Spiegel, bietet dafür aber das „weltweit erste Fünf-Achsen-System zur Bildstabilisierung“ und den „schnellsten Autofokus der Welt“. Weitere Highlights sind der integrierte elektronische Sucher sowie das staub- und spritzwassergeschützte Gehäuse. Mindestens 1.099 Euro müssen ambitionierte Fotografen für das gute Stück hinblättern.

Spritzwassergeschütztes Gehäuse der Olympus OM-D E-M5
Das im Kit enthaltene 12-bis-55-Millimeter-Objektiv verfügt – ebenso wie die OM-D E-M5 – über spezielle Dichtungen zum Schutz vor Staub und Spritzwasser.
 

Vorgestelltes Produkt:
Olympus E-M5 OM-D kompakte Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, bildstabilisiert) inkl. Objektiv M.Zuiko Digital ED 12-50 mm schwarz
Aktueller Amazon-Preis:


 

Vorteile der Olympus OM-D E-M5 im Überblick:
+ sehr gute Bildqualität
+ extrem schneller Autofokus
+ solides und gegen äußere Einflüsse geschütztes Gehäuse
+ viele Einstelloptionen
+ Anschluss von Fremdobjektiven

Nachteile der Olympus OM-D E-M5 im Überblick:
– relativ lauter Bildstabilisator
– externer Aufhellblitz
– teils überladene Menüs

Olympus OM-D E-M5- | Technik

Olympus OM-D E-M5 mit Batteriegriff und Blitzgerät
Olympus bietet für die OM-D E-M5 den zweiteiligen Batteriegriff HLD-6 an, mit dem sich die Akkulaufzeit deutlich verlängern lässt. Die Kamera kommt mit einem externen Aufhellblitz daher.

Markierte in der analogen Fotografie das 35-Millimeter-Kleinbild den Standard, setzt Olympus bei seinen digitalen Systemkameras seit jeher auf das Four-Thirds-Format. Das heißt: Der auf der Live-MOS-Technologie basierende Bildsensor misst 17,3 x 13 Millimeter, was immerhin einem Viertel der Vollformatfläche entspricht. Die Auflösung beträgt 16,1 Megapixel, wobei die Lichtsensibilität zwischen ISO 200 und ISO 25.600 eingestellt werden kann.

Der Prozessor „TruePic VI“ wurde aus Olympus‘ bisherigen Spiegellos-Flaggschiff PEN E-P3 übernommen und verfügt über zwei voneinander unabhängige Verarbeitungskerne für das aufgezeichnete Bild sowie die Live-View-Anzeige. Auf diese Weise soll die OM-D nicht nur das Rauschen reduzieren, sondern das geschossene Foto noch während des Speichervorgangs auf dem drei Zoll großen OLED-Klappdisplay beziehungsweise im elektronischen Sucher darstellen können.

Als Speichermedium dient eine SD-, SDHC- oder SDXC-Karte. An Schnittstellen stehen ein HDMI-Ausgang sowie ein AV- und USB-Mehrfachanschluss zur Verfügung.

Ebenso wie zum Beispiel Sony bei der NEX-5N, spendiert Olympus der OM-D E-M5 keinen internen Aufhellblitz, sondern legt ihr stattdessen ein externes Modul bei (FL-LM2 mit Leitzahl 10). Selbstredend lassen sich auf den Zubehörschuh auch stärkere Blitzgeräte anschließen, wobei die kabellose Steuerung laut Hersteller ausschließlich mit den Modellen FL-36R, FL-50R, FL-300R und FL-600R funktioniert.

Dafür gefällt die große Objektivauswahl: Die Kamera unterstützt praktisch alle Micro-Four-Thirds-Optiken, so dass man zum Beispiel bedenkenlos auf das Sortiment von Panasonic zurückgreifen kann. Adapter für Linsensysteme mit Four-Thirds- oder OM-Bajonett gibt es natürlich separat. Im getesteten Kit ist das Standardzoom M.Zuiko Digital ED 12-50 mm 1:3.5-6.3 EZ enthalten. Dieses verfügt über einen Innenzoom, weshalb die Baulänge bei jeder Brennweite unverändert bleibt – gleiches gilt für das Fokussieren.

Apropos: Als AF-System kommt eine weiterentwickelte Variante des aus der PEN E-P3 bekannten „FAST AF“ (Frequency Acceleration Sensor Technology) zum Einsatz, welches das Motiv in Sekundenbruchteilen scharf stellt. Die Verschlusszeiten reichen von einer Viertausendstelsekunde bis zu einer Minute. Für längere Belichtungen gibt es den Bulb-Modus. Hierbei kann der Fotograf auf dem Display beobachten, wie sich das Motiv entwickelt und die Aufnahme im entsprechenden Moment stoppen („Live Bulb“).

Neben Fotos im JPEG- respektive RAW-Format (ORF-Datei mit zwölf Bit Farbtiefe), kann die OM-D – anders als ihre analogen Urahnen – natürlich auch Videos mit 640 x 480, 1.280 x 720 oder 1.920 x 1.080 Pixeln (Full HD) aufzeichnen. Die Aufnahme erfolgt progressiv mit 30 Bildern pro Sekunde, wobei der beweglich gelagerte Sensor Vibrationen und Wackler ausgleicht. Highlight: Diese mechanische Bildstabilisierung wirkt nicht nur auf der horizontalen und vertikalen Achse, sondern kompensiert auch Rotationsbewegungen.

Neuartiger Bildstabilisator der Olympus OM-D E-M5
Die erste digitale Vertreterin des OM-Systems verfügt über einen mechanischen Fünf-Achsen-Bildstabilisator, der im Gegensatz zu den bisherigen Modellen sogar Drehbewegungen ausgleicht.

Während herkömmliche VGA-Videosignale im Motion-JPEG-Standard komprimiert werden, nutzt die Digicam bei hochaufgelöstem Filmmaterial bevorzugt den H.264-Codec. Nach spätestens 29 Minuten ist allerdings Schluss und man muss einen neuen Clip starten. Der Ton wird vom integrierten Stereomikrofon im Linear-PCM-Verfahren aufgenommen.

Olympus OM-D E-M5- | Bedienung

Klappdisplay der Olympus OM-D E-M5
Der Monitor der OM-D E-M5 lässt sich um 80 Grad nach oben und um 50 Grad nach unten kippen. Seitliche Schwenks sind nicht möglich.

Zur Freude vieler Nostalgiker hält Olympus am Design der OM-Serie fest, obgleich die OM-D E-M5 dank des scharfen elektronischen Suchers ohne Spiegel auskommt und nun ein großer Monitor die Rückseite dominiert. Ein Näherungssensor wechselt automatisch zwischen den beiden Live-View-Modi, wenn man die Kamera ans Auge hält beziehungsweise vom Auge entfernt – dies gelingt sogar während des Filmens.

Zwar löst das Display wesentlich geringer auf als der elektronische Sucher (610.000 statt 1.440.000 Pixel), reagiert dafür aber blitzschnell und lässt sich um 80 Grad nach oben sowie um 50 Grad nach unten kippen. Da es zudem als Touchscreen ausgelegt ist, kann der Fotograf das gewünschte Motiv mit einem bloßen Fingertipp fokussieren und auf Wunsch unmittelbar auslösen. Hier enden auch schon die Möglichkeiten der Berührungssteuerung: Die Navigation durch das Kameramenü oder die Einstellung der Aufnahmeparameter erfolgt ganz konventionell über mechanische Tasten, wobei einige davon – besonders die des Cursorfelds – ein wenig zu klein geraten sind.

Allgemein geht es bei der OM-D ziemlich eng zu, was der Bedienfreundlichkeit aber keinen Abbruch tut. Klar, dass sie in dieser Disziplin mit keiner DSLR mithalten kann, doch hat Olympus das Beste daraus gemacht. So liegt die Kamera dank der kleinen, gummierten Griffwulst und des ergonomischen Gummi-Daumenblocks angenehm in der Hand, ohne zu verrutschen.

Die wichtigsten Bedienelemente wie die Drehregler zur Konfiguration von Blende und Verschlusszeit sind mühelos zugänglich. Wer die Aufnahmeparameter nicht selbst einstellen möchte, kann auf die iAuto-Vollautomatik zurückgreifen, in der man nichts weiter tun muss als zu zoomen und den Auslöser zu betätigen. Obwohl der Hersteller primär auf versierte Hobbyknipser abzielt, helfen die standardmäßig aktivierten Info-Einblendungen auch Laien und Einsteigern dabei, die Digicam schnell in den Griff zu bekommen.

Oberseite der Olympus OM-D E-M5
Olympus hat der OM-D E-M5 gleich zwei Einstellräder für die Aufnahmeparameter spendiert. Im Prismenturm sitzt ein hochauflösender elektronischer Sucher.

Individualisten dürften die umfangreichen Einstellmöglichkeiten im Anwendermenü zu schätzen wissen. Dort lassen sich unter anderem Konfigurationen an der Videofunktion und am Autofokus vornehmen sowie diverse Tasten manuell belegen.

Das Kitobjektiv bietet übrigens drei unterschiedliche Betriebsarten: „M-ZOOM“, mit der man die gewünschte Brennweite auf altbekannte Weise per Hand über den Ring einstellt, „E-ZOOM“ zum elektronischen Zoomen und „MACRO“, in welcher die Optik selbstständig eine feste Brennweite von 43 Millimetern (86 Millimeter entsprechend Kleinbild) anfährt.

Rückseite der Olympus OM-D E-M5 mit Touchscreen
Die OM-D E-M5 gibt es auch in Silber. Das Display ist als Touchscreen ausgelegt, über den man mittels Berührung Fokussieren, Auslösen und die gespeicherten Aufnahmen durchblättern kann. Auf Wunsch blendet es die wichtigsten Kamerafunktionen ein.
Videomodus der Olympus OM-D E-M5
Olympus‘ neues Micro-Four-Thirds-Flaggschiff ist in der Lage, Fotos während der Videoaufnahme zu knipsen. Die dafür benötigten Tasten werden im Monitor eingeblendet.
Videoeinstellungen bei der Olympus OM-D E-M5
Im Videomodus der OM-D kann der Nutzer nicht nur mit den klassischen PASM-Modi filmen, sondern auch diverse Kreativprogramme auf die Aufnahme anwenden.
Von der Olympus OM-D E-M5 unterstützte Videoauflösungen
HD-Videoclips werden bevorzugt als MOV-Datei gespeichert. Die höchste Qualitätsstufe bietet 1.920 x 1.080 Pixel bei 20 Megabit pro Sekunde. Wählt man „Normal“ (N), filmt die OM-D mit 17 Megabits.
ART-Modus der Olympus OM-D E-M5
Im ART-Modus bietet die OM-D insgesamt elf verschiedene Programme – unter anderem den „Diorama“ genannten Miniatureffekt.
Bildstabilisator-Modi der Olympus OM-D E-M5
Die OM-D E-M5 bietet drei Bildstabilisator-Modi, um beispielsweise Mitzieheffekte realisieren zu können. Auf Wunsch lässt sich der Verwacklungsschutz auch ausschalten.
Interne Bearbeitungsfunktion der Olympus OM-D E-M5
Olympus hat der OM-D sowohl eine RAW-Konvertierung als auch eine Bearbeitungsfunktion für JPEGs spendiert. Letztere wartet beispielsweise mit einer Sepia-Tönung auf.

Olympus OM-D E-M5 | Kreativprogramme

Wie bei der einen oder anderen Hardware-Komponente, hat sich die OM-D auch in puncto Kreativität die PEN E-P3 aus gleichem Hause zum Vorbild genommen. Das bemerkt man vor allem im Szenenmodus, wo exakt die gleichen 22 Programme zur Verfügung stehen.

Die Auswahl reicht vom klassischen Portrait-, Landschafts- und Sportmodus, wobei es für spezielle Situationen wie etwa Personenaufnahmen in der Dunkelheit kombinierte Motivprogramme gibt, über einen High- und Low-Key-Effekt bis hin zu drei Modi speziell für die optional erhältlichen Linsenkonverter (Weitwinkel, Makro und Fisheye). Eine 3D-Funktion zur Erstellung stereoskopischer Bilder für 3D-kompatible Anzeigegeräte ist ebenfalls an Bord.

Dramatische Bildwirkung eines Kreativprogramms der Olympus OM-D E-M5
Dank zahlreicher Kreativprogramme kann die Olympus OM-D E-M5 vermeintlich langweiligen Motiven beispielsweise eine dramatische Wirkung spendieren.

Um die Farbwiedergabe allgemein anzupassen, hält die Kamera sechs verschiedene Bildmodi bereit. Wem das immer noch nicht genug ist, wird sicherlich im ART-Modus fündig: Hier lassen sich elf verschiedene Effekte wie zum Beispiel „Pop Art“, „Blasse Farben“, „Monochrom Film“, „Diorama“, „Zartes Sepia“ oder „Gemälde“ auf das Foto anwenden. Auf Wunsch kann man einigen Effekten auch einen Rahmen spendieren oder sie anderweitig an die eigenen Bedürfnisse anpassen – beispielsweise mithilfe eines Weichzeichners.

Für jene, die sich nicht entscheiden können, bietet die OM-D die „ART BKT“-Belichtungsreihe. Diese wendet jeden Effekt einmal auf das Bild an. Allerdings verändern die Kreativprogramme bloß die JPEG-Datei, Rohdaten bleiben unberührt.

Olympus OM-D E-M5- | Bildqualität

Beispielfoto für den Dynamikumfang der Olympus OM-D E-M5
Dank des hohen Dynamikumfangs kommt die OM-D E-M5 sogar mit schwierigen Gegenlichtsituationen bestens zurecht – die Vorderseite der Hütte säuft nicht ab.

Setzte Olympus bei seinen Digitalkameras über Jahre hinweg auf einen 12,3-Megapixel-Sensor, kommt in der OM-D E-M5 erstmals ein Live-MOS-Chip mit 16,1 Millionen Bildpunkten zum Einsatz. Das Plus an Auflösung ist in der Praxis zwar kaum zu bemerken, zumal schon die PEN E-P3 eine hervorragende Durchzeichnung und Detailtreue an den Tag legte, wohl aber das deutlich reduzierte Bildrauschen: Trotz größerer Pixeldichte wirken sich die unliebsamen Körnungen erst jenseits von ISO 3.200 negativ auf das Bild aus.

Damit übertrumpft die OM-D sogar den einstigen Micro-Four-Thirds-Spitzenreiter Lumix G3 aus dem Hause Panasonic, kann jedoch trotz leistungsfähiger Rauschunterdrückung nicht ganz mit aktuellen APS-C-Modellen mithalten. Der hohe Dynamikumfang begeistert, wobei der Kontrast ebenfalls kaum Wünsche offen lässt.

Wie einige Sony-Knipsen (zum Beispiel NEX-5N), neigt auch die Olympus zu einer leichten Übersättigung warmer Farbtöne, was bei den meisten Motiven jedoch einen eher angenehmen als störenden Eindruck hinterlässt. Das Kitobjektiv liegt qualitativ im oberen Mittelfeld, hat allerdings besonders im Weitwinkel mit chromatischen Aberrationen (Farbsäumen) zu kämpfen. Festbrennweiten weisen zudem ein höheres Auflösungsvermögen auf.

Nahaufnahme der Olympus OM-D E-M5 mit minimaler Farbübersättigung
Die OM-D E-M5 glänzt mit hohem Dynamikumfang und akkurater Farbwiedergabe. Minimale Übersättigungen bei warmen Farbtönen sorgen für einen noch angenehmeren Eindruck.

Richtig auftrumpfen kann die Optik im Videomodus: Sie bietet einen motorgestützten Zoom, so dass sich die Brennweiten zwischen zwölf und 50 Millimetern äußerst gleichmäßig anfahren lassen. Die Clips bestechen durch hohe Schärfe bei 30 Vollbildern pro Sekunde, was auch dem kontinuierlichen Autofokus zu verdanken ist. Leider kann man die Bildrate weder drosseln noch erhöhen. Außerdem pumpt das AF-System ab und zu ein wenig, wodurch die Schärfenachführung beim Zoomen unruhig wirkt. Hinzu kommt eine etwas ruckartige Helligkeitsanpassung.

Positiv anzumerken sind dafür die natürlichen Farben und die starken Kontraste. Die Stereo-Tonqualität ist akzeptabel, wobei der Bildstabilisator ein durchgehendes, leises Störgeräusch verursacht. Hier könnte ein externes Mikrofon zwar Abhilfe schaffen, doch besitzt die OM-D E-M5 keinen entsprechenden Anschluss.

Die Olympus OM-D E-M5 beweist auch in kontrastschwachen Motiven Stärke
Kontrastschwache Motive wie die Gänse auf dem Waldboden bildet das neue Four-Thirds-Flaggschiff ebenfalls problemlos ab.
Mit der Olympus OM-D E-M5 fotografierter Affe
Selbst kontrast- und detailreiche Motive bringen Olympus‘ erste spiegellose Systemkamera mit elektronischem Sucher nicht aus der Ruhe. Leider wirkt das Bokeh etwas unruhig, was man aber nur in der 100-Prozent-Ansicht sieht.

PLAYER.de-Testurteil: Sehr gutPLAYER.de meint:
Wurden die PEN-Kameras in der Vergangenheit kontinuierlich verbessert, stellt die OM-D E-M5 die momentane Krönung des spiegellosen Konzepts von Olympus dar. Das derzeitige Four-Thirds-Flaggschiff besticht nicht nur durch das hohe Tempo, sondern auch durch eine hervorragende Bildqualität, welche einigen DSLRs mit APS-C-Sensor in nichts nachsteht – abgesehen von der Detailtreue, die angesichts der 16,1 Megapixel etwas höher sein könnte. Kurze Videoclips meistert sie ebenfalls mit Bravour. Dank der (ab Werk aktivierten) Info-Einblendungen dürften sogar Einsteiger die Digicam schnell in den Griff kriegen. Am Menü sollte Olympus allerdings noch ein wenig feilen, da man aufgrund der zahlreichen Funktionen und Einstellmöglichkeiten leicht den Überblick verliert. Im Großen und Ganzen ist die Digitalisierung des OM-Systems dennoch geglückt, was der OM-D E-M5 die Note „Sehr gut“ beschert.

Olympus OM-D E-M5

Preis lt. Hersteller: 1.099,- Euro (nur Gehäuse)
AUSSTATTUNG
Sensor/Auflösung: Live-MOS mit 16,1 Megapixeln
Objektiv: Micro-Four-Thirds-Fassung; getestet mit M.Zuiko Digital ED 12-50 mm 1:3.5-6.3 EZ, Brennweite: 24 – 100 mm (KB)
ISO: 200 bis 25.600
Verschlusszeiten: 1/4.000 bis 60 Sekunden (+ Bulb-Modus)
LC-Display: 3 Zoll (610.000 Pixel)
Besonderheiten: Anlehnung an analoges OM-System, weiterentwickelter FAST-Autofokus, Fünf-Achsen-Bildstabilisator, klappbarer Monitor mit Touchscreen, elektronischer Sucher, Staub- & Spritzwasserschutz
BEWERTUNG
Technik: 4,5 von 5 Punkten
Bedienung: 4,5 von 5 Punkten
Kreativprogramme: 5 von 5 Punkten
Fotoqualität: 4,5 von 5 Punkten
Videoqualität: 4 von 5 Punkten
PLAYER.de GESAMTWERTUNG Sehr gut