Canon EOS-1D C: Weltweit erste Spiegelreflexkamera mit 4k-Aufnahme

Canon stellt EOS-1D C vor
Meilenstein: Canon hat mit der EOS-1D C die erste 4k-fähige DSLR vorgestellt

Obwohl die im Februar vorgestellte Profi-DSLR EOS-1D X noch nicht einmal erhältlich ist, kündigt Canon mit der EOS-1D C ein weiteres Modell an. Große Besonderheit: Hierbei handelt es sich um die weltweit erste digitale Spiegelreflexkamera, die Videos in 4k-Qualität, also mit 4.096 x 2.160 Pixeln aufzeichnen kann.

Der japanische Hersteller zielt mit der EOS-1D C vorwiegend auf die Filmindustrie ab und hat sie eigenen Angaben zufolge auf „besondere Mobilität und exzellente Videoleistung“ getrimmt. Das Herzstück bildet der CMOS-Vollformatsensor, der auf 36 x 24 Millimetern 18,1 Millionen Bildpunkte hortet. Ihm zur Seite stehen zwei Prozessoren des Typs DIGIC 5+, die das Bildrauschen effektiv reduzieren und eine ruckelfreie Videoaufnahme ermöglichen sollen. Der Prozessor kommt übrigens auch in der neuen Canon EOS 5D Mark III zum Einsatz (PLAYER.de berichtete).

Die Hardware-Komponenten versprechen nicht nur eine „Videoqualität der Spitzenklasse“, sondern auch einen großen Dynamikbereich für einen „enormen Freiraum bei der Belichtung“. Der Videograf kann dabei zwischen verschiedenen Auflösungen und Bildraten wählen. So zeichnet die EOS-1D X auf Wunsch klassische Full-HD-Videos mit 1.920 x 1.080 Pixeln und bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde auf.

Canon EOS-1D C von oben
Auf den Zubehörschuh der EOS-1D C lassen sich unter anderem LED-Leuchten und Blitzgeräte aufstecken

Wer die Anzahl der Bildpunkte mehr als verfierfachen möchte, kommt mit der erstmals in einer DSLR integrierten 4k-Videofunktion voll auf seine Kosten. Sie bietet – wie Eingangs erwähnt – 4.096 x 2.160 Pixel und arbeitet mit einer Acht-Bit-Motion-JPEG-Komprimierung. Auf diese Weise schafft die EOS-1D C eine Bildwiederholfrequenz von 24 Hertz. Damit die Bildpunkte nicht skaliert werden müssen, verkleinert sich der Bildkreis bei der 4k-Aufzeichnung auf das APS-H-Format. Allerdings lassen sich über die integrierte HDMI-Schnittstelle nur Full-HD-Videosignale an externe Systeme übertragen. Für das 4k-Material steht ein SDI-Port zur Verfügung, was natürlich entsprechendes Equipment voraussetzt. Die entsprechende Wiedergabe-Software liegt der Kamera bei.

Die EOS-1D C verfügt über ein 3,2-Zoll-Display
Zur Motivkontrolle und Videobetrachtung verfügt die EOS-1D C über ein 3,2 Zoll großes Display mit 1,04 Millionen Pixeln

Zur Motivkontrolle und Bild- beziehungsweise Videowiedergabe hat Canon ein 3,2 Zoll großes LC-Display verbaut. An das Bajonett lassen sich alle EF-Objektive anschließen, so dass ambitionierte EOS-Fotografen praktisch all ihre Optiken weiter verwenden können.

Im Fotobetrieb schaff die EOS 1-D C bis zu zwölf Bilder pro Sekunde. Der ISO-Bereich reicht dabei regulär von ISO 100 bis 51.200, ist aber auf ISO 50 bis 204.800 erweiterbar. Im Videomodus ist bei ISO 25.600 Schluss, was aber selbst in düsterer Umgebung noch für gute Ergebnisse reichen sollte.

Die Canon EOS-1D C soll im Oktober 2012 auf den Markt kommen. Der Preis steht zurzeit noch nicht fest.

EF-Bajonett der Canon EOS-1D C
Dank des EF-Bajonetts kommt die EOS-1D C mit nahezu allen DSLR-Objektive von Canon zurecht

Eckdaten der Canon EOS-1D C:

  • CMOS-Vollformatsensor (36 x 24 mm) mit 18,1 Megapixeln
  • zwei DIGIC-5+-Bildprozessoren
  • 4k-Videoaufnahme und 1080p-Videos
  • 61-Punkt-AF-System
  • Serienbildaufnahme mit bis zu zwölf Fotos pro Sekunde (Highspeed-Modus bis zu 14 B/s)
  • ISO-Bereich Foto von 100 bis 51.200 (erweiterbar auf ISO 50 bis 204.800)
  • ISO-Bereich Video von 100 bis 25.600
  • Verschlusszeiten von 1/8.000 Sekunde bis 30 Sekunden (plus Bulb-Modus)
  • Clear-View-II-Display mit 3,2 Zoll (8,1 Zentimeter) Diagonale
  • optischer Sucher mit 100-prozentiger Bildfeldabdeckung
  • HDMI-Ausgang für unkomprimiertes Videomaterial (bis Full HD)

PLAYER.de meint:
Nach einer längeren Ruhepause im Profisegment drückt Canon nun ordentlich aufs Gas. Mit der EOS-1D C setzt der japanische Hersteller allerdings einen echten Meilenstein, ist sie doch die weltweit erste 4k-fähige Spiegelreflexkamera. Für Fotografen spielt das kaum eine Rolle, wohingegen professionelle Videofilmer leuchtende Augen bekommen dürften. Schließlich filmt die DSLR mit mehr als der vierfachen Full-HD-Auflösung und stellt so jeden aktuellen Camcorder in den Schatten. Um in den Genuss der 4k-Qualität zu kommen, ist selbstverständlich ein kompatibler Monitor oder Beamer wie der Sony VW1000ES erforderlich. Weitere Informationen zum Thema 4k findest Du hier.