Test: Sony NEX-7 – die etwas andere Profikamera

Sony NEX-7 im Test
Spiegellose Systemkamera: Sony NEX-7 im Test

Gerade einmal 100 Euro günstiger als Sonys SLT-Flaggschiff α77, positioniert sich die neue spiegellose Systemkamera α NEX-7 aus gleichem Hause ebenfalls im Semiprofi-Segment. Offensichtlich zu Recht, bieten doch beide Modelle eine ähnlich luxuriöse Ausstattung wie zum Beispiel 24,3 Megapixel und echtes Full HD.

Nach den 3er- und 5er-Modellen der NEX-Serie bietet Sony mit der α NEX-7 erstmals auch eine spiegellose Systemkamera für gehobene Ansprüche an: Angefangen beim APS-C-Sensor mit 24,3 Megapixeln über die progressive Full-HD-Videofunktion bis hin zu zahlreichen manuellen Einstellmöglichkeiten bietet das neue Flaggschiff alles, was das Herz ambitionierter Hobbyfotografen höher schlagen lässt – natürlich ohne die Größe und das Gewicht einer DSLR. Bis zu zehn Serienbilder in der Sekunde sollen die Digicam außerdem zur schnellsten ihrer Art machen. Muss sich die führende Micro-Four-Thirds-Fraktion warm anziehen oder sind 1.200 Euro allein für das Gehäuse einfach zu viel verlangt?

Sony NEX-7 in der Hand
Im Vergleich zu adäquaten Systemkameras fällt die Sony NEX-7 außerordentlich kompakt aus
 

Vorgestelltes Produkt:
Sony NEX-7KB Systemkamera (24 Megapixel, 7,5 cm (3 Zoll) Display, Full HD Video) Kit inkl. 18-55 mm Objektiv
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Vorteile der Sony α NEX-7 im Überblick:
+ sehr gute Bildqualität
+ scharfe Full-HD-Videos (1080p)
+ flotte Serienbildfunktion
+ kompakte Bauweise
+ viele Einstellmöglichkeiten

Nachteile der Sony α NEX-7 im Überblick:
– hohe Rauschanfälligkeit
– teils wenig durchdachtes Menü
– hoher Preis
– mäßiges Kitobjektiv

Sony- Î± NEX-7 | Technik

Im magnesiumlegierten Body des NEX-Flaggschiffs geht es ziemlich eng zu: Obwohl er mit Abmessungen von 119,9 x 66,9 x 42,6 Millimetern (B x H x T) kaum größer ist als das Gehäuse der α NEX-5N (110,8 x 58,8 x 38,2 Millimeter), beherbergt er teilweise die gleichen hochmodernen Komponenten wie die beiden aktuellen SLT-Schwestern α65 und α77. An erster Stelle sei hier der Exmor-CMOS-Bildsensor genannt, der auf seiner Fläche von 23,5 x 15,6 Millimetern (APS-C-Format) stattliche 24,3 Megapixel hortet. Die einstellbare Lichtempfindlichkeit reicht dabei von ISO 100 bis ISO 16.000.

Dem Chip zur Seite steht der BIONZ-Prozessor, welcher das Bildrauschen reduziert und auf Wunsch bis zu zehn Fotos pro Sekunde knipst – wohlgemerkt bei maximaler Auflösung. Ebenfalls ein alter Bekannter ist der vertikal ablaufende Schlitzverschluss mit einem Verschlusszeitenbereich zwischen einer Viertausendstelsekunde und 30 Sekunden. Für Langzeitbelichtungen steht zusätzlich der Bulb-Modus zur Verfügung. Anders als Sonys DSLR- und SLT-Modelle, verfügt die NEX-7 nicht etwa über einen eingebauten mechanischen Verwacklungsschutz, sondern ist auf bildstabilisierende Objektive angewiesen.

Interner Aufhellblitz und Bildsensor der Sony NEX-7
Zum Aufhellen nahegelegener Objekte verfügt die NEX-7 über einen internen Ausklappblitz (Leitzahl 6). Alternativ kann auf den Zubehörschuh ein externes Blitzgerät aufgesteckt werden. Der 24,3-Megapixel-Bildsensor stammt aus Sonys SLT-Flaggschiff α77

Die Wechseloptiken wie das für den Test verwendete Standardzoom E 18-55mm/3.5-5.6 OSS werden über das E-Bajonett angeschlossen, wobei die Kamera mithilfe des ebenfalls neuen Adapters LA-EA2 auch die Linsensysteme des Typs A unterstützt – angeblich sogar mit kontinuierlichem Autofokus. Konkret kümmert sich ein Kontrast-AF-System mit 25-Zonen-Sensor und einer LED als Hilfslicht um die Scharfstellung. Dieses funktioniert sowohl beim Fotografieren als auch beim Filmen.

Sonys Kamera-Produktporffolio
Mithilfe optionaler Adapter lassen sich an die NEX-7 praktisch alle Sony-Objektive anschließen - teilweise sogar Optiken von Drittherstellern

Letzteres geht mit einer Auflösung von bis zu 1.920 x 1.080 Pixeln (Full HD) und 50 Vollbildern pro Sekunde vonstatten. Hier setzt Sony auf das AVCHD-Format. Fotos hingegen landen als JPG- und/oder ARW-Datei (RAW) auf einer SD-, SDHC- beziehungsweise SDXC-Karte. Zur Motivkontrolle sind ein 921.600 Pixel auflösendes und 7,5 Zentimeter (drei Zoll) großes Display sowie ein elektronischer OLED-Sucher mit 1.024 x 768 RGB-Punkten an Bord. Der Wechsel zwischen den beiden Live-View-Modi erfolgt dank integriertem Näherungssensor automatisch.

Praktisch: Der Monitor kann um 90 Grad nach oben und um 45 Grad nach unten geklappt werden, ist im Gegensatz zu dem der NEX-5N allerdings nicht als Touchscreen ausgelegt. An Schnittstellen stehen je ein USB- und HDMI-Port bereit. Darüber hinaus besitzt die NEX-7 einen Zubehörschuh sowie eine Plug-in-Power-Buchse zur Stromversorgung externer Mikrofone – für den Fall, dass das eingebaute Stereomikrofon nicht ausreichen sollte.

Klappdisplay der Sony NEX-7
Das hochauflösende Display der NEX-7 lässt sich um 90 Grad nach oben und um 45 Grad nach unten klappen. Der Drehcursor kann auch als Einstellrad für Aufnahmeparameter verwendet werden

Sony α NEX-7 | Bedienung

Sony macht vieles richtig, wenn es um ein zukunftsfähiges und zuverlässiges Bedienkonzept geht. Die beiden Einstellräder auf der Oberseite der NEX-7 lassen sich dynamisch belegen und ermöglichen zudem einen ausgesprochen schnellen Zugriff auf alle wesentlichen Funktionen im manuellen Modus sowie in der Blenden- beziehungsweise Zeitautomatik. Allerdings könnten die Einstellräder ruhig etwas schwergängiger sein, um ein versehentliches Verstellen zu verhindern.

Eine derartige manuelle Kontrolle kennen wir sonst nur von den Top-Modellen etablierter DSLR-Hersteller à la Canon oder Nikon. Sony setzt hier sogar Maßstäbe, befindet sich auf der Rückseite doch noch ein drittes Einstellrad, welches sich mit einem weiteren Parameter belegen lässt – im manuellen Belichtungsprogramm beispielsweise mit der ISO-Einstellung.

Diese direkten Zugriffsmöglichkeiten sind für das professionelle Zielpublikum, an welches die NEX-7 als Zweit- oder Drittkamera für die Westentasche adressiert ist, ein entscheidender Pluspunkt. Schließlich musste man bei bisherigen spiegellosen Modellen lange Wege über das Kameramenü nehmen, um die Aufnahmeparameter einzustellen. Aber: So positiv unser Fazit hinsichtlich der Anzahl und dem Layout der Bedienelemente ausfällt, so kritisch stehen wir dem Menü selbst gegenüber.

Ist uns die nicht ganz zu Ende gedachte Touchscreen-Bedienung der NEX-5N zum Glück erspart geblieben, besitzt die NEX-7 leider die gleiche, wenig funktionale Oberfläche, welches einer Kamera mit professionellem Anspruch unwürdig ist. Sony macht hier seinem guten Ruf als Hersteller von Spielkonsolen alle Ehre und verschafft uns den Eindruck, dass die Programmierer ausprobieren wollten, wie viel (unsinniges) Menü eine Kamera verträgt. So gibt es zum Beispiel kein zentrales Menü zur Einstellung der für die Bildqualität relevanten Parameter, sondern müssen diese in jedem Aufnahmemodus neu festgelegt werden. Nikon etwa macht es hier in seinem Profimodell D4 (PLAYER.de berichtete) trotz noch mehr Menüpunkten deutlich besser und vor allem durchschaubarer.

Hauptmenü der Sony NEX-7
Bunt und verspielt: Das Menü der NEX-7 wirkt auf den ersten Blick zwar übersichtlich, doch sind viele Funktionen in den Tiefen der Kamera versteckt
Fokus-Auswahl bei der Sony NEX-7
Virtuelles Modus-Wahlrad der Sony NEX-7
Wie bei der kleineren NEX-5N, sind die Aufnahmemodi ausschließlich über das Display beziehungsweise den elektronischen Sucher auswählbar

 

Objektivkorrektur-Funktionen der Sony NEX-7
Um klassischen Objektivfehlern wie etwa Farbsäumen vorzubeugen, hat Sony der NEX-7 einige Korrekturfunktionen spendiert
Manueller Weißabgleich bei der Sony NEX-7
Ambitionierte Fotografen können den Weißabgleich komfortabel über die Einstellräder der NEX-7 anpassen
Einstellung der Videoauflösung bei der Sony NEX-7
Die NEX-7 filmt im 1080p-Standard mit bis zu 50 Bildern pro Sekunde. Natürlich lässt sich die Bildrate auch drosseln

Bei der Verarbeitungsqualität hinkt die NEX-7 zwar hinter den DSLR-Top-Modellen hinterher, setzt sich bei den spiegellosen Klassenkameraden aber dennoch an die Spitze – die Leica M9(-P) davon mal ausgenommen. Das kippbare Display auf der Rückseite wirkt scharf, muss sich in puncto Brillanz jedoch den drei sowie 3,2 Zoll großen Monitoren, die Canon und Nikon in ihren Oberklasse-DSLRs verbauen, geschlagen geben.

Außerdem ist das NEX-Flaggschiff beim automatischen Fokussieren nicht ganz so schnell, wie man es für den Preis erwarten kann. Dafür bietet der gut ausgeformte Handgriff einen für vergleichbar kompakte Kameras ungewöhnlich hohen Tragekomfort. Er beherbergt außerdem den Akku und den Speicherkartenslot.

Oberseite der Sony NEX-7
Reisetauglich: Ohne Objektiv passt die NEX-7 locker in die Jacken- oder Handtasche. Die Wechseloptik sollte mit einem OSS-Bildstabilisator (Optical SteadyShot) ausgestattet sein

Sony α NEX-7 | Kreativprogramme

Anschlüsse der Sony NEX-7
Neben einem HDMI-Ausgang und einem USB-Port hält das NEX-Flaggschiff auch eine Plug-in-Power-Buchse für externe Mikrofone bereit

Gewohnt spendabel zeigt sich Sony bei den kreativen Möglichkeiten: Identisch mit dem Angebot der NEX-5N, bietet auch die große Schwester im Szenenmodus eine Art „Best Of“. Darin finden sich die wohl am häufigsten genutzten Kreativprogramme „Porträt“, „Landschaft“, „Makro“, „Sportaktion“, „Sonnenuntergang“, „Nachtaufnahme“, „Nachtszene“ und „Handgehalten bei Dämmerung“. Die Kameraeinstellungen werden je nach Motivsituation automatisch angepasst wie etwa eine kurze Verschlusszeit bei schnell bewegten Objekten oder eine höhere ISO-Zahl zum stativlosen Fotografieren unter schlechten Lichtbedingungen.

Des Weiteren verfügt die NEX-7 über einen Kreativmodus. Dieser enthält speziell auf Porträts, Landschaften und Sonnenauf- beziehungsweise -untergänge abgestimmte Farbcharakteristiken, doch kann man die Farben darüber auch generell intensivieren („Vivid“) oder gar in Schwarz-Weiß umwandeln. Wem das immer noch nicht genug ist, dürfte im Untermenü „Helligkeit/Farbe“ fündig werden. Hier stehen insgesamt elf Bildeffekte (zum Beispiel „Spielzeugkamera“, „Pop-Farbe“, „Tontrennung“, „Miniatur“ und „Retro“) sowie eine Dynamikbereichsoptimierung und eine HDR-Automatik zur Auswahl. Allerdings sind die meisten Effekte nur im JPEG-Modus anwendbar.

Ein wenig Bewegung in die Fotografie bringen buchstäblich die Schwenkpanorama-Funktionen. Sony spendiert hier standardmäßig sowohl eine 2D- als auch eine 3D-Variante. Die Funktionsweise ist aber gleich: Der Fotograf betätigt den Auslöser und bewegt die Kamera anschließend horizontal oder vertikal, bis das gewünschte Motiv komplett eingefangen wurde. Im 2D-Modus sind so Panoramen mit einer Auflösung von bis zu 12.416 x 1.856 Pixeln beziehungsweise 5.536 x 2.160 Pixeln realisierbar. Wünscht man sich hingegen ein dreidimensionales Bild, sind maximal 7.152 x 1.080 Bildpunkte möglich. Dieses wird im MPO-Format gespeichert und ist auf 3D-fähigen Wiedergabegeräten wie etwa aktuellen Fernsehern abspielbar.

Mit der Sony NEX-7 fotografiertes Studio-Mischpult
In Lowlight-Situtionen sollte man lieber eine ruhige Hand haben als den ISO-Wert zu erhöhen. Dank der großen Sensorfläche sind Spiele zwischen Schärfe und Unschärfe kein Problem

Sony α NEX-7 | Bildqualität

Sony, warum tut ihr uns das an? Nachdem auch schon die NEX-5N mit dem 18-bis-55-Millimeter-Kitzoom bei uns in der Redaktion eingetroffen war, müssen wir bei der doppelt so teuren NEX-7 wieder mit diesem eher bescheidenen Objektiv vorliebnehmen. Zwar fallen uns kaum chromatische Aberrationen (Farbsäume) auf, doch liefert es selbst im Bildzentrum nur eine ausreichende Schärfe und fällt dem kritischen Auge mit ausgeprägter Verzeichnung auf.

Sony NEX-7 im Einsatz auf einer Demonstration in Stuttgart
Keine Scheu für Menschenmassen: Die NEX-7 ist dank ihrer kompakten Bauweise und hohen Auflösung auch optimal als Reportagekamera zu gebrauchen

Vor allem in Anbetracht des 24,3-Megapixel-Sensors können wir nur dringend zu anderen Optiken raten. Echte Empfehlungen wären hier zum Beispiel die Sony-Festbrennweiten mit 24 und 50 Millimetern (Kooperation mit Zeiss) sowie die M- und ZM-Optiken aus dem Hause Leica beziehungsweise Zeiss. Letztere lassen sich in Verbindung mit einem Adapter (zum Beispiel vom deutschen Hersteller Novoflex) an die NEX-7 anschließen. Das geringe Auflagemaß des Sensors ermöglicht darüber hinaus, nahezu alle Objektive der zurückliegenden 60 Jahre SLR-Geschichte zu verwenden. Für NEX-Besitzer lohnt sich der gelegentliche Streifzug über den Flohmarkt also in jedem Fall.

 
 
Die hervorragende Auflösung und die damit einhergehende Schärfe des CMOS-Chips hat allerdings auch ihre Kehrseiten. Durch die hohe Pixeldichte (kleine Bildpunkte) rauscht die Kamera bereits bei ISO 400 sichtbar. In dieser Disziplin ist die NEX-5N der NEX-7 deutlich überlegen. Auch die Blendendynamik fällt geringer aus als bei einigen Mitbewerbern. Immerhin bieten die proprietären ARW-Rohdaten in der Postproduktion einen relativ großen Spielraum und ermöglichen es, den Bildern ein wenig mehr Sättigung und Kontrast zu geben, was sie leider häufig nötig haben.

Die meisten Bildbearbeitungsprogramme haben jedoch ihre Probleme mit den Dateien des neuen NEX-Flaggschiffs. Erst in Adobes kürzlich erschienenem Lightroom 4 ist eine volle Unterstützung integriert. Auch für andere Software ist mit entsprechenden Updates zu rechnen. Filmemacher und Hobbyregisseure kommen bei Aufnahmen in 1080/50p voll auf ihre Kosten. Der mit dem AVCHD-Codec arbeitende Full-HD-Videomodus ist nämlich in bislang keiner Systemkamera derart konsequent umgesetzt worden.

Testaufnahme der Sony NEX-7 mit hohem ISO-Wert
Die Dynamik gehört nicht unbedingt zu den Stärken der NEX-7, kann sich aber dennoch sehen lassen. Schade auch, dass die Farben bei hohen ISO-Werten (hier: 1.600) sehr schnell flau wirken
Sony NEX-7 in einer Low-Light-Situation
Ansprechende Aufnahmen in der Dunkelheit sind aufgrund des hohen Bildrauschens nur schwer realisierbar, aber nicht unmöglich. Leider neigen Highlights schnell zum Clipping
Sony-NEX-7-Beispielfoto mit hoher Detailtreue
Auf dem Weg nach oben: Die NEX-7 macht dank ihres 24,3-Megapixel-Sensors selbst in detailreichen Motiven nicht schlapp und zeichnet feine Konturen scharf durch
Sony NEX-7: Vergleichsbild 1
Die Sony NEX-7 besticht durch eine hohe Auflösung und Detailtreue, wenn auch die Kitoptik nur eine mäßige Abbildungsleistung bietet (links). Dank des hochwertigen Objektivs unserer Referenzkamera werden unter anderem die Holzmaserungen im Bild deutlich schärfer durchgezeichnet
Sony NEX-7: Vergleichsbild 2
Der Rabe wirkt etwas kontrastschwach und weichgezeichnet, doch kommt seine Oberflächenstruktur trotzdem noch schön zur Geltung (links). Im rechten Referenzbild zeigen sich ein höherer Kontrastreichtum sowie eine natürlichere Farbwiedergabe. Außerdem treten die Details besser hervor

PLAYER.de-Testurteil: Sehr gutPLAYER.de meint:
Als Westentaschenkamera für den Profi macht die Sony NEX-7 eine ausgesprochen gute Figur. Ihr 24,3-Megapixel-Sensor bietet eine hervorragende Bildqualität, die sich jedoch nur in Verbindung mit einem hochwertigen Wechselobjektiv voll ausschöpfen lässt. Von dem im Kit enthaltenen Standardzoom sollte man besser gleich die Finger lassen, zumal die Kamera ohnehin schon ziemlich rauschanfällig ist. Dafür machen die zahlreichen Bedienelemente das Fotografieren im vollmanuellen Modus sehr angenehm, wenn auch das Menü etwas funktionaler sein könnte. Wer ohnehin eher auf bewegte Bilder steht, wird den Full-HD-Videomodus lieben, der bereits bei automatischer Einstellung erstklassiges 1080/50p-Material samt Stereosound liefert. Unter dem Strich ist die NEX-7 also eine kompakte Alternative zur α77 aus gleichem Hause, was ihr das PLAYER.de-Qualitätssiegel „Sehr gut“ beschert.

Sony α NEX-7

Preis lt. Hersteller: 1.199,- Euro (nur Gehäuse)
AUSSTATTUNG
Sensor/Auflösung: CMOS mit 24,3 Megapixeln
Objektiv: E-Bajonett; getestet mit E 18-55mm/3.5-5.6 OSS, Brennweite: 27 bis 82,5 mm (KB)
ISO: 100 bis 16.000
Verschlusszeiten: 1/4.000 bis 30 Sekunden (+ Bulb-Modus)
LC-Display: 3 Zoll (921.600 Pixel)
Besonderheiten: 24,3 Megapixel, schwenkbares Display, OLED-Sucher, 1080p-Videos, 10 Bilder/Sekunde
BEWERTUNG
Technik: 4,5 von 5 Punkten
Bedienung: 4 von 5 Punkten
Kreativprogramme: 5 von 5 Punkten
Bildqualität: 4,5 von 5 Punkten
PLAYER.de GESAMTWERTUNG Sehr gut