Kurzcheck: So gut ist die Videoqualität des neuen Apple iPad mit iMovie-App

Apples dritte Tablet-Generation im Videotest
Kurzcheck: Das neue Apple iPad erstellt mithilfe der iMovie-App beeindruckende Full-HD-Videos

Nachdem die dritte Generation von Apples iPad nun in allen Ländern erhältlich ist, stellt sich die Frage: Was kann es besser als der Vorgänger? Nicht viel! Allerdings hat der neue Tablet-PC alias iPad 3 zwei ganz besondere Asse im Ärmel. Neben dem zweifellos „sehvolutionären“ Retina-Display gehört nämlich auch die Full-HD-Videofunktion zu den großen Highlights. PLAYER.de verrät, wie gut diese ist und zeigt – passend dazu – welche tollen Effekte man mit der iMovie-App zaubern kann.

Fünf Megapixel klingen angesichts des Auflösungsvermögens moderner Digicams zwar nicht wirklich viel, wenn man aber bedenkt, dass ein Full-HD-Video lediglich aus knapp 2,1 Millionen Bildpunkten besteht, reicht die neue iSight-Kamera der dritten iPad-Generation allemal aus. Für verwacklungsfreie Aufnahmen sorgt dabei die integrierte Videostabilisierungs-Funktion, die im Praxistest in der Münchener Innenstadt sehr zuverlässig arbeitete. Auch an der Schärfe haben wir kaum etwas auszusetzen, wobei die Bewegungsschärfe etwas höher sein könnte. Aufgezeichnet wird übrigens mit 30 Vollbildern pro Sekunde (1080/30p), so dass selbst bei Schwenks nur kleinere Ruckler auftreten.

Mit einer aktuellen Digicam oder gar digitalen Spiegelreflexekamera wie der Nikon D800 (PLAYER.de berichtete) kann das iPad verständlicherweise nicht mithalten, zumal der kleine Sensor vor allem in dunkleren Motivsituationen Probleme mit der Helligkeit und Kontrasten hat. Zudem fehlt es den Farben oft an Sättigung, wodurch das Bild ein wenig flau wirkt. Sieht man allerdings von diesen Mankos ab, ist das neue Apple-Tablet durchaus für die eine oder andere kurze Videosequenz und Schnappschüsse zu gebrauchen – wenn auch sicherlich nicht jeder mit einer Art „Brett vor dem Kopf“ herumlaufen möchte.

Videoschnitt auf dem iPad 3 mit iMovie
Per Fingertipp: Videos können mit der iMovie-App kinderleicht auf dem iPad geschnitten werden

Das eigentliche Geheimnis der Videoqualität liegt im Mini-Bildbearbeitungsprogramm „iMovie“, welches im App Store für 3,99 Euro zu haben ist. Die Applikation ermöglicht nämlich, die Videos in ansprechende Trailer zu verwandeln, wie man sie von manchen Hollywood-Streifen kennt. Konkret stehen hierfür neun verschiedene Designs beziehungsweise Vorlagen wie „Bollywood“, „Erzählung“, „Gruselig“ oder „Heldenabenteuer“ zur Auswahl. Die Sequenzen selbst lassen sich per Fingertipp mühelos schneiden und aneinanderfügen. Ebenso können kurze Erklärungstexte eingefügt werden. Darüber hinaus stehen diverse Filmmusiken zur Untermalung bereit. Auf Wunsch lädt die App das fertige Video direkt ins Internet – zum Beispiel auf YouTube, Facebook oder Vimeo.

Jetzt aber genug erzählt. Hier ein komplett mit dem neuen Apple iPad aufgenommenes und nachbearbeitetes Video (ganz ohne Computer!):

PLAYER.de: iPad 3 und iMovie im Kurzcheck

Auf dem Retina-Display mit 2.048 x 1.536 Pixeln kommt dieses Video übrigens richtig gut zur Geltung! Alle Details zum neuen iPad findest Du in unserer Newsmeldung.

Video-Vorlagen in der iMovie-App
Hollywood-Trailer selbst gemacht: Die iMovie-App hält verschiedene Vorlagen und Filmmusiken für die Videos bereit
Direkter Video-Upload in iMovie
Das iPad 3 kann fertige Videos über die iMovie-App direkt ins Internet laden

PLAYER.de meint:
And the Oscar goes to… na gut, einen Preis für die Videos wird man mit dem neuen iPad wohl kaum gewinnen, doch lassen sich mit der relativ preiswerten iMovie-App wirklich kleine Kunstwerke erschaffen. Die Full-HD-Auflösung trägt mit ihrer hohen Schärfe natürlich einen entscheidenden Teil dazu bei, wenn auch die Kontraste und Farben teilweise etwas kräftiger sein könnten. Ohnehin dürfte die Videofunktion bei den Besitzern eine eher untergeordnete Rolle spielen, da der nunmehr dritte Tablet-PC von Apple vielmehr durch seine enorme Leistung und das hochauflösende Retina-Display besticht. Hinzu kommen unzählige Apps für verschiedenste Einsatzbereiche. Einziger Wermutstropfen ist und bleibt wohl der recht hohe Preis. Dennoch hat Apple (eigenen Angaben zufolge) seit dem Marktstart am 16. März bereits über drei Millionen Stück des neuen iPad verkauft.