Test: Nubert nuLine AW-1300 DSP – Subwoofer mit bärenstarkem Tiefbass

Nubert nuLine AW-1300 DSP im Test
Subwoofer: Nubert nuLine AW-1300 DSP im Test

Was rummst so spät bei Nacht und Wind? Es ist Nuberts jüngstes nuLine-Kind. Der AW-1300 DSP mit 440-Watt-Endstufe, da verstummen selbst des Nachbars laute Rufe. PLAYER.de hatte den Subwoofer im Praxistest. So viel sei gesagt: für Bassfreunde ist er wahrlich ein Fest!

Egal, ob bei Musikfreunden oder Kinofans: satte und laute Tieftöne sind für das ultimative Hörerlebnis unabdingbar. Dass der Subwoofer dabei keineswegs die Dimensionen eines Kühlschranks haben muss, beweist Nubert mit dem nuLine AW-1300 DSP. Die Box misst 24,5 x 68 x 44 Zentimeter und besitzt einen digitalen Class-D-Verstärker mit 440 Watt Leistung, womit laut Hersteller „die Basis für eine kraftvolle und souveräne Basswiedergabe geschaffen ist“. Hinzu kommen flexibel konfigurierbare Anschlüsse, Filter und Equalizer, die vor allem ambitionierte Nutzer erfreuen dürften.

Gitter-Abdeckung des Nubert nuLine AW-1300 DSP
Hinter Gittern: Die beiden Tieftöner des nuLine-Flaggschiffs können auf Wunsch mit dem mitgelieferten Gitter (Alusilber oder Schwarz) abgedeckt werden

Vorteile des Nubert nuLine AW-1300 DSP im Überblick:
+ sehr kraftvoller Tiefbass
+ praktische Filter und Equalizer
+ Fernbedienung für komfortable Steuerung
+ relativ kompakte Bauweise
+ hochwertige Verarbeitung

Nachteile des Nubert nuLine AW-1300 DSP im Überblick:
– recht komplizierte Menüführung und Konfiguration

Nubert nuLine AW-1300 DSP | Ausstattung und Technik

Anschlüsse des Nubert nuLine AW-1300 DSP
Die zahlreichen Anschlüsse machen den AW-1300 DSP zu fast allen Boxentypen kompatibel. Der USB-Port ist ausschließlich für Service-Zwecke gedacht

Für rund 1.200 Euro bekommt der Käufer die wahrscheinlich aufwendigste Subwoofer-Elektronik, die ihm je untergekommen ist. Äußerlich sieht man dem nuLine AW-1300 DSP die Leistungsfähigkeit zwar gar nicht an, doch hat er es buchstäblich in sich. So wandeln zwei 22-Zentimeter-Langhub-Chassis die Energie der Eingangs erwähnten Class-D-Endstufe mit 440 Watt in Schall um. Unterstützt werden diese durch die zum Boden hin strahlende Bassreflexöffnung. Die Membranfläche der beiden Glasfaser-Treiber entspricht übrigens der eines 30-Zentimeter-Treibers.

Das eigentliche Herzstück der Elektronik ist allerdings der vollparametrische Drei-Band-Equalizer, mit dem sich dröhnende Bässe im Handumdrehen beseitigen lassen: Dank enger Filterbreiten von bis zu einer Fünftel-Oktave und feinstufig einstellbarer Mitten können die Dröhnfrequenzen wirkungsvoll entschärft werden, ohne dass Klanglöcher im Frequenzspektrum entstehen.

Wie von Nubert gewohnt, haben die Entwickler an alle wichtigen Anschlüsse gedacht – und sogar noch einen draufgesetzt. Auf der Rückseite finden sich nämlich praktische Schnittstellen, um den Subwoofer beispielsweise auch mit Mini-Lautsprechern und einem Stereoverstärker optimal betreiben zu können.

 
 

Nubert nuLine AW-1300 DSP | Tonqualität

Natürlich musste auch der nuLine AW-1300 DSP unser Testlabor durchlaufen – eine Disziplin, die Nubert standesgemäß perfekt beherrscht. Die Messungen sprechen dabei eine eindeutige Sprache: Der Subwoofer liefert einen vobildlichen, sehr ausgewogenen Frequenzgang ab, wobei sich die Grenzfrequenz von 22 Hertz über 27 Hertz (Tiefpass bei 80 Hertz) bis maximal 30 Hertz nur moderat verschiebt. Mit einem maximalen Schallpegel zwischen 105 und 110 Dezibel – je nach Einstellung des Tiefpassfilters – können sogar große Räume druckvoll beschallt werden.

Störende Nebengeräusche treten dabei so gut wie gar nicht auf. Lediglich die Luft, welche aus dem trompetenförmigen Bassreflexrohr gepresst wird, ist im Solobetrieb minimal zu hören. In der Praxis kann der nuLine AW-1300 DSP ebenfalls überzeugen. Besonders hervorzuheben ist hier die klangliche Neutralität: Sowohl das tiefe Grollen beim Durchstarten der Boeing 747 im James-Bond-Streifen „Casino Royale“ als auch die ausgeprägten Synthesizer-Bässe im Hit „Sweet Dreams“ von Eurythmics werden perfekt wiedergegeben. Demnach kommen weder Kinofans noch Musikfreunde zu kurz.

Audiofrequenzgang des Nubert nuLine AW-1300 DSP
Die Audiofrequenzgänge des Nubert nuLine AW-1300 DSP verlaufen sowohl bei niedriger als auch bei hoher Filtereinstellung vorbildlich

Nubert nuLine AW-1300 DSP | Verarbeitung und Bedienung

Fernbedienung des Nubert nuLine AW-1300 DSP
Sämtliche Einstellungen am nuLine AW-1300 DSP erfolgen bequem über die mitgelieferte Fernbedienung mit LCD-Anzeige. Leider ist die Menüführung relativ kompliziert

Das kompakte Gehäuse besteht aus mitteldichten Holzfaserplatten (MDF) und ist perfekt verarbeitet. Zudem ist es sauber versteift, so dass – zumindest aus materieller Sicht – selbst bei langer Basswiedergabe keinerlei störende Nebengeräusche auftreten. Die Rollenfüße mit Feststellbremse stellen dabei die Bodenfreiheit des Bassreflexrohrs sicher. Der Käufer hat die Wahl zwischen Echtholzfurnieren in Kirschen- oder Buchenoptik sowie Mehrschichtlack in den Farben Weiß, Schwarz oder Silber. Für welche Ausführung man sich letztlich entscheidet, ist aber egal: Der nuLine AW-1300 DSP hinterlässt stets einen sehr hochwertigen Eindruck.

Der Subwoofer selbst besitzt keine Bedienelemente. Stattdessen werden sämtliche Audioparameter bequem über die mitgelieferte Funkfernbedienung mit beleuchteter LCD-Anzeige konfiguriert. Dem Nutzer stehen praktische Filter zur Verfügung, die höchstmögliche Flexibilität ermöglichen: Neben einem feinstufig einstellbaren Tiefpassfilter für den Subwoofer und einem Hochpassfilter für angeschlossene Satellitenlautsprecher bietet der nuLine AW-1300 DSP auch umschaltbare Flankensteilheiten für eine optimale Überlappung. Für höchste Pegelfestigkeit sorgt der zwischen 15 und 50 Hertz regelbare Rumpelfilter inklusive schaltbarem Softclipping.

 
 
Ein Delay, welches in 20-Zentimeter-Schritten eingestellt werden kann, verhindert in Verbindung mit Standboxen oder mehreren Subwoofern Bass-Auslöschungen. Ergänzend zu dem oben erwähnten Drei-Band-Equalizer hält der AW-1300 DSP einen weiteren, individuell anpassbaren Equalizer bereit, der sich allerdings nur auf den „Slave 2“-Ausgang auswirkt. Auf diese Weise lässt sich ein weiterer Subwoofer problemlos raumentzerren. Selbst in akustisch optimierten Räumen ist der Equalizer von großem Vorteil. Mit ihm kann der Nutzer nämlich die etwas vorlaute Dröhnfrequenz bei 39 Hertz effektiv senken, so dass sich die klangliche Differenzierung deutlich verbessert und zuvor verdeckte Töne stärker hervortreten. Ein solides Grundwissen im Hinblick auf die Raumakustik ist natürlich unabdingbar.

Bassreflexöffnung des Nubert nuLine AW-1300 DSP
Das Bassreflexrohr des Nubert-Subwoofers strahlt nach unten ab. Statt der mitgelieferten Rollenfüße lassen sich auch (optional erhältliche) Spikes montieren

PLAYER.de-Testurteil: Sehr gut und HighlightPLAYER.de meint:
Mehr Bass geht nicht – zumindest nicht in dieser Preisklasse. Angesichts der prallen Ausstattung und der gebotenen Leistung ist der Nubert nuLine AW-1300 DSP für 1.200 Euro also schon fast ein Schnäppchen. Der satte, druckvolle Tiefton begeistert auf Anhieb und sorgt für ein unvergessliches Hörerlebnis – wohl oder übel aber auch beim Nachbarn. Mit bis zu 110 Dezibel Schalldruck rummst es nämlich gewaltig, so dass selbst große Räume problemlos beschallt werden können. Darüber hinaus zeigt sich der Subwoofer äußerst flexibel: Er kommt dank zahlreicher Schnittstellen mit verschiedensten Boxentypen zurecht und bietet individuelle Einstellmöglichkeiten. Schade nur, dass die Konfiguration recht komplex ist. Dennoch verdient sich der Nubert nuLine AW-1300 DSP die Bestnote und bekommt dank des unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnisses zusätzlich das PLAYER.de-Highlight-Siegel.

Weiterführende Links

Nubert nuLine AW-1300 DSP Produktseite

Nubert nuLine AW-1300 DSP | Testergebnisse

AUSSTATTUNG

Allgemein
Preis:
1.185 Euro
Abmessungen: 68 x 24,5 x 44 cm (H x B x T)
Gewicht: 24 kg
Funktionsprinzip: aktiv (Bassreflex)
Interne Verstärker-Leistung: 440 Watt
Durchmesser des Chassis:
2 x 220 mm (9 Zoll)

Anschlüsse
Audio-Eingänge:
Line Stereo, Lautsprecher
Audio-Ausgänge: Line Stereo, 2 x Slave, Lautsprecher

Features
Hochpass-Filter (40 bis 250 Hz), Tiefpass-Filter (40 bis 200 Hz), Phasen-Einstellung

BEWERTUNG
Tonqualität: Sehr gut
Ausstattung: Sehr gut
Bedienung: Sehr gut – Gut
Material + Verarbeitung: Sehr gut
PLAYER.de GESAMTWERTUNG Sehr gut