Das Erste zeigt „Hanussen“ in HDTV

Hanussen
"Hanussen" am 16.02.2012 um 00:50 Uhr auf ARD HD

Heute in der Nacht von Mittwoch, den 15. Februar 2012 auf Donnerstag, den 16.Februar 2012 um 00:50 Uhr zeigt Das Erste den Spielfilm aus dem Jahr 1988 „Hanussen“ in HD-Auflösung.

Das Filmdrama mit Klaus Maria Branddauer in der Hauptrolle dauert 110 Minuten und wird im 720p-Standard ausgestrahlt.

Die ARD schreibt:

Während des Ersten Weltkriegs erkennt ein Arzt bei dem Österreicher Klaus Schneider die Fähigkeit, Gedanken zu lesen und die Zukunft vorherzusagen. In den Jahren nach dem Krieg begeistert Schneider, der sich inzwischen Erik Jan Hanussen nennt, das Publikum mit seinen verblüffenden Fähigkeiten und wird auch über Deutschlands Grenzen hinaus ein Star. Er genießt den Reichtum und seinen Ruhm, pflegt Kontakte zu den besten Kreisen der Gesellschaft. 1930 sagt er Hitlers politischen Triumph voraus und wird immer stärker in die mörderische Welt der Politik hineingezogen.

Klaus Maria Brandauer verkörpert in István Szabós meisterhaftem Drama „Hanussen“ den legendären Hellseher Erik Jan Hanussen, der 1933 von den Nazis ermordet wurde.

Europa, während des Ersten Weltkriegs. Der österreichische Soldat Klaus Schneider (Klaus Maria Brandauer) wird im Feld verwundet und in ein Lazarett eingeliefert. Bei seiner Untersuchung macht der Arzt Dr. Bettelheim (Erland Josephson) eine verblüffende Entdeckung: Der Patient ist in der Lage, Gedanken zu lesen und zukünftige Ereignisse vorauszusagen. Nach seiner Genesung und dem Ende des Krieges beginnt Schneider, aus seinen Fähigkeiten Kapital zu schlagen. Aber erst als er sich mit seinem gewieften Kriegskameraden Nowotny (Károly Eperjes) zusammentut, den glamourösen Künstlernamen Erik Jan Hanussen annimmt und den tragischen Untergang eines Ozeandampfers voraussagt, nimmt seine Karriere Fahrt auf.

Nicht einmal eine Anklage wegen Hochstapelei kann seinen Aufstieg bremsen, im Gegenteil: Der vom Gericht bezeugte, triumphale Beleg seiner Fähigkeiten macht ihn endgültig zum Star. Auch international findet Hanussen in den folgenden Jahren immer größere Beachtung. Von Ruhm und Reichtum verwöhnt, kostet er mit seiner Lebensgefährtin Valery de la Mer (Grazyna Szapolowska) das schöne Leben aus. In der besseren Gesellschaft Berlins ist er ein gern gesehener Gast. Den politischen Veränderungen, die sich gegen Ende der 20er Jahre anzukündigen beginnen, steht er zunächst gleichgültig gegenüber. Hanussen bezeichnet sich stets als unpolitischen Künstler, dennoch sagt er 1930 Hitlers Machtantritt voraus.

Dies bringt ihm die Gunst des „Führers“ ein, seine Freunde hingehen reagieren entsetzt, nicht zuletzt Dr. Bettelheim, der als Jude schon bald um sein Leben fürchten muss. Seine eigene jüdische Herkunft kaschiert Hanussen kaum, er hält sich aufgrund seiner glänzenden Beziehungen für unantastbar. Bis er bei einem spektakulären Auftritt mit der Vorhersage des Reichstagsbrands für einen Eklat sorgt und als Verräter bei den Nazis in Ungnade fällt.

Nach „Mephisto“ und „Oberst Redl“ war „Hanussen“ der letzte Teil einer Trilogie, in der Regisseur István Szabó und sein Hauptdarsteller Klaus Maria Brandauer Aufstieg und Fall dreier historischer Persönlichkeiten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts thematisierten. Obwohl man längst nachgewiesen hat, dass Hanussens Hellseherei allein auf Tricks und Täuschungen basierte, bieten die Gründe für seine Kenntnis über die Wahl Hitlers und den Reichstagsbrand bis heute Stoff für Spekulationen. „Hanussen“, detailreich ausgestattet und von Kameramann Lajos Koltai bestechend fotografiert, wurde 1989 für den Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film nominiert. Klaus Maria Brandauer erhielt für seine eindringliche Darstellung eine Nominierung zum Europäischen Filmpreis.

PLAYER.de meint:
„Hanussens“ Lebensgeschichte, mit bürgerlichen Namen Hermann (Herschel) Steinschneider, wurde mehrfach verfilmt. Doch kein anderer Schauspieler-  verkörperte Hanussen so „echt“ wie Klaus Maria Branddauer. Ein sehenswerter Film…