Nikon D800: So gut ist die Videoqualität der neuen Profi-DSLR

Nikon D800 mit Mikrofon
Die Nikon D800 eignet sich dank ihrer umfangreichen Videofunktion optimal für Filmfreunde

Kaum wurde das Geheimnis um Nikons neue Profi-DSLR D800 gelüftet (PLAYER.de berichtete), sind viele ambitionierte Fotografen und Videofilmer gleichermaßen aus dem Häuschen. Für letztere stellt sich dabei vor allem die Frage: wie gut ist die Full-HD-Videoqualität des 36-Megapixel-Boliden? PLAYER.de hat die Antwort!

Zunächst möchten wir aber einmal näher auf die vielversprechende Videofunktion eingehen, soll die D800 professionellen Videografen und Kameraleuten doch höchste Flexibilität für eine Reihe von Filmanwendungen bieten. So ist die Bildrate bei Full-HD-Aufnahmen (1080p) wahlweise auf 30, 25 oder 24 Vollbilder pro Sekunde einstellbar. Herkömmliche HD-Clips in 720p hingegen können mit 60, 50, 30 und 25 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet werden. Die maximale Aufnahmedauer pro Filmsequenz beträgt 29 Minuten und 59 Sekunden.

Anschlüsse der Nikon D800
Die Nikon D800 verfügt sowohl über einen Audioeingang für externe Mikrofone als auch über einen Ausgang für Kopfhörer beziehungsweise Lautsprecher

Selbstverständlich lassen sich die gewünschten Parameter wie etwa die Blende zum Regulieren der Schärfentiefe manuell festlegen. So kann der Abblend- und Funktionstaste auf der Vorderseite der Kamera im Menü die Funktion „motorische Blendensteuerung“ zugewiesen werden, die ein feinstufigeres Auf- und Abblenden in Achtelblendenstufen ermöglicht.

Auf Wunsch erleichtern Indexmarkierungen, mit denen sich wichtige Phasenbilder schon während des Filmens markieren lassen, den späteren Videoschnitt.

 
 
 
 
Mit der Nikon D800 aufgenommener Kurzfilm in beeindruckender Full-HD-Videoqualität:

Zusätzliche gestalterische Freiheit verspricht die Möglichkeit, Full-HD-Videos entweder im vollen FX- oder im DX-Format aufzuzeichnen. Bei letzterem wird nur einer kleiner Teil des 35,9 x 24 Millimeter großen CMOS-Sensors für die Aufnahme genutzt, sodass man nicht zwangweise ein Kleinbild-Objektiv anschließen muss.

Darüber hinaus beherrscht die Nikon D800 eine unkomprimierte Ausgabe des Live-View-Signals via HDMI, sodass man das Motiv auf einem größeren Monitor betrachten und fokussieren oder aber direkt auf einen externen Recorder aufnehmen kann. Auf diese Weise bekommt der Videofilmer noch mehr Bearbeitungsspielraum in der Postproduktion. Wie bei der D4 werden die Daten übrigens mit der eingestellten Bildgröße und -rate ausgegeben – natürlich ohne die normalerweise auf dem Kameradisplay eingeblendeten Informationen.

Unkomprimierte HDMI-Ausgabe der Nikon D800
Perfekt für Videofreunde: Das Live-View-Signal der Nikon D800 kann via HDMI unkomprimiert an externe Monitore ausgegeben werden

Für eine adäquate, qualitativ hochwertige Tonaufnahme verfügt die D800 über einen Audioeingang, an dem sich etwa ein externes Stereomikrofon anschließen lässt. Laut Hersteller können die Singale auch im linearen PCM-Aufnahmeformat mit einem externen PCM-Recorder aufgezeichnet werden. Außerdem besitzt die DSLR einen Ausgang für Kopfhörer, wodurch eine kontrollierte Feinabstimmung des Tonpegels ermöglicht wird.

Weitere Informationen zur Nikon D800 und D800E sind in unserer Newsmeldung zu finden.

Ein Blick hinter die Kulissen des oben gezeigten Kurzfilms „Joy Ride“ mit-  Hintergrundinfos:

PLAYER.de meint:
Hollywood aufgepasst: die Nikon D800 respektive D800E ist unter den DSLRs für hochauflösende Videoaufnahmen derzeit wohl die erste Wahl. Schließlich bietet sie umfangreiche Einstelloptionen, eine unkomprimierte HDMI-Ausgabe der Videosignale sowie erstklassige Audiofunktionen. Allerdings sollte es während des Filmens relativ hell sein, reicht der ISO-Bereich doch „nur“ von 100 bis 6.400. In der Dämmerung beziehungsweise für Low-Light-Aufnahmen ist die Nikon D4 mit ihrer bis zu ISO 204.800 erweiterbaren Lichtempfindlichkeit besser geeignet. Wer rund 9.000 Euro auf der hohen Kante hat, kann sich auch beide DSLRs kaufen. Hat man dann noch ein ganzes Arsenal an qualitativ hochwertigen Nikkor-Objektiven, steht einer Karriere als Produzent oder Kameramann wohl nichts mehr im Wege. Das oben gezeigte Video ist – zumindest aus bildtechnischer Sicht – schon einmal kinoreif.