ARTE zeigt „Auf Liebe und Tod“ in HDTV

Auf Liebe und Tod
"Auf Liebe und Tod" am 06.02.2012 auf ARTE HD

Heute am Montag, den 6. Februar 2012 um 20.15 Uhr zeigt der öffentlich-rechtliche Spartensender ARTE den französischen Spielfilm aus dem Jahr 1983- „Auf Liebe und Tod“ in HD-Auflösung.

Die spannende Kriminalkomödie, die 106 Minuten dauert und in Schwarzweiß gedreht wurde, wird am 07. Februar 2012 um 14:30 Uhr und am 15. Februar 2012 um 14:35 Uhr wiederholt.

ARTE schreibt:

In den Wäldern wird der Kinobesitzer Massoulier tot aufgefunden. Die Spuren führen zu Julien Vercel, dessen Frau ein Verhältnis mit Massoulier gehabt haben soll. Vercel taucht unter und versteckt sich vor der Polizei in seiner Immobilienagentur. Seine clevere Sekretärin Barbara begibt sich für ihn auf Nachforschungen und stößt dabei auf eine weitrechende Intrige.

Der wohlhabende Besitzer einer Immobilienagentur, Julien Vercel, geht auf Entenjagd. Dort hört er zwei Schüsse, ohne sich etwas dabei zu denken. Wenig später sucht ihn die Polizei auf: Der Kinobesitzer Massoulier wurde hinterhältig im Schilf erschossen und Vercel war am Tatort. Doch zunächst kann ihm die Polizei nichts nachweisen und er wird entlassen. Kurz darauf erhält Vercel den anonymen Anruf einer Frau, welche ihm eröffnet, dass der Tote der Liebhaber seiner Frau Marie-Christine war.

Vercel ist schockiert. Als Marie-Christine von einer Reise aus Nizza zurückkommt, stellt ihr Mann sie zur Rede. Wenig später findet er Marie-Christine blutüberströmt auf dem Boden. Hals über Kopf flüchtet Vercel in seine Agentur, um sich dort zu verstecken. Seine kluge und aufgeweckte Sekretärin Barbara übernimmt die Angelegenheit und fährt an seiner Stelle für Nachforschungen nach Nizza, um herauszufinden, was seine Frau vor ihrem Tod dort gemacht hat.

Es scheint, dass Marie-Christine eine zwielichtige Vergangenheit gehabt hat. Die zwei Amateur-Detektive Barbara und Julien sind schon bald einer Verschwörung auf der Spur und geraten dabei selbst ins Fadenkreuz der Übeltäter …

„Auf Liebe und Tod“ ist der letzte Film von François Truffaut. Er bildet zusammen mit „Schießen Sie auf den Pianisten“ (1960), „Die Braut trug schwarz“ (1968), „Das Geheimnis der falschen Braut“ (1969) und „Ein schönes Mädchen wie ich“ (1972) eine „schwarze Serie“ im filmischen Schaffen des Vertreters der Nouvelle Vague. Da Truffaut die amerikanische Filmästhetik der 40er und 50er Jahre sehr bewunderte, versuchte er sie ins französische Kino zu transportieren. Bereits mit „Schießen Sie auf den Pianisten“ begann er dieses Vorhaben, jedoch ohne kommerziellen Erfolg. 23 Jahre später machte er sich erneut daran und verfilmte den amerikanischen Kriminalroman „The Long Saturday Night“ von Charles Williams aus dem Jahr 1962.

Truffauts großer Erfolg „Die letzte Metro“ (1980) mit Catherine Deneuve in der Rolle der starken Frau im von den Nazis besetzten Paris, ermöglichte es ihm sich gegen das damalige Fernsehen, das die Kinofilme finanzierte und in Farbe sendete, durchzusetzen und drehte den Film in Schwarz-Weiß. Gleichzeitig wollte er nach dem Drama „Die Frau nebenan“ einen leichteren, unterhaltenden Film realisieren und schuf mit „Auf Liebe und Tod“ einen spannenden und sehr humorvollen Krimi mit schlagfertigen Wortgefechten und überraschenden Wendungen. Darin verkörpert die Schauspielerin Fanny Ardant eine clevere und mutige Frau, die für ihren mürrischen Chef Nachforschungen anstellt, um seine Unschuld zu beweisen.

Ardant spielte bereits 1981 an der Seite von Gérard Depardieu die Hauptrolle in Truffauts Liebesdrama „Die Frau nebenan“ und gab ihm privat noch im selben Jahr das Ja-Wort. Wie bereits Catherine Deneuve spielt auch sie in Truffauts Filmen starke Frauen. Im Jahr 2002 waren die zwei bekannten französischen Schauspielerinnen Ardant und Deneuve gemeinsam in „Acht Frauen“ von François Ozon zu sehen.

player.de meint:
Dieser hintergründige Kriminalfilm war der letzte Kinofilm des französischen Meisterregisseurs François Truffaut. Er starb 1984 im Alter von 52 Jahren an einem Gehirntumor. – „Auf Liebe und Tod“ ist auch eine Homage an seine Vorbilder wie Alfred Hitchcock (u.a. Der unsichtbare Dritte, Das Fenster zum Hof) und Stanley Kubrik ( u.a. Odysee im Weltraum, Uhrwerk Orange).