Das Erste zeigt „Jeder stirbt für sich allein“ in HDTV

Jeder stirbt für sich allein
"Jeder stirbt für sich allein" in der Nacht zum 02.02.2012 um 00:20 Uhr auf ARD HD

In der Nacht von Mittwoch, den 01.Februar 2012 auf Donnerstag, den 02.Februar 2012 um 00:20 Uhr zeigt Das Erste den deutschen Spielfilm aus dem Jahr 1975- „Jeder stirbt für sich allein“ in Hd-Auflösung.

Der Film mit Hildegard Knef in der Hauptrolle dauert 100 Minuten und wird im 720p-Standard ausgestrahlt.

Die ARD schreibt:

Als 1940 der einzige Sohn von Otto und Anna Quangel in Frankreich fällt, engagiert sich das bis dahin unpolitische Berliner Handwerkerehepaar gegen das Nazi-Regime. Sie beginnen eine Postkarten-Aktion gegen Hitler. Schon bald kommt die Gestapo ihnen auf die Spur und sie müssen ihren Mut mit dem Leben bezahlen.

Carl Raddatz und Hildegard Knef spielen die Hauptrollen in dieser eindrucksvollen Verfilmung des gleichnamigen Romans von Hans Fallada, die Das Erste zum 10. Todestag der Hauptdarstellerin ausstrahlt.Otto Quangel (Carl Raddatz) und seine Frau Anna (Hildegard Knef) sehen ihren Sohn zum letzten Mal, als dieser im Jahre 1940 während eines Urlaubs in Berlin seinen Marschbefehl erhält. Bald darauf erreicht sie die Nachricht, dass er in Frankreich gefallen ist – „für Führer, Volk und Vaterland“, wie es im offiziellen Jargon der Nazis heißt. Für Anna bricht mit dem Tod ihres einzigen Kindes die Welt zusammen. In ihren Augen ist der pathetisch proklamierte „Heldentod“ nichts weiter als ein Mord, den Hitler zu verantworten hat. Als ihr ein Stapel unbenutzter Feldpostkarten in die Hände fällt, schreibt sie auf eine der Karten, wie ihr zumute ist: „Der Führer hat mir meinen Sohn ermordet …“ Sie legt die Karte heimlich in der Stadt ab, in der Hoffnung, ein paar Menschen auf diese Weise aus ihrem blinden Glauben an Hitler wachrütteln zu können.

Ihr Mann, Werkmeister in einem großen Tischlereibetrieb, in dem kriegsbedingt vorwiegend Särge produziert werden, schließt sich seiner Frau an. Die beiden deponieren Karten mit ihrem persönlichen Aufruf zum Widerstand an vielen Stellen der Stadt. Die Suche nach dem „Klabautermann“, wie die Gestapo die unbekannten Schreiber der Karten nennt, fällt zunächst schwer. Die meisten Protestschreiben werden von obrigkeitshörigen Bürgern bei der Polizei abgeliefert. Als Kommissar Escherich (Martin Hirthe) mit Hilfe des schmierigen Hauswarts Borkhausen (Heinz Reincke) den Quangels dann doch auf die Spur kommt, landet das Ehepaar vor dem „Volksgerichtshof“. Die Verhandlung ist eine bloße Farce, das Todesurteil gegen beide steht längst fest.

Alfred Vohrer hat Hans Falladas 1947 erschienenen Roman über zwei einfache Menschen aus dem deutschen Widerstand mit einem großen Aufgebot namhafter Schauspieler überzeugend verfilmt und ein breites Spektrum damaliger politischer Wirklichkeit ausgeleuchtet, von den Opfern der Naziherrschaft über opportunistische Mitläufer und Gesinnungsgenossen bis zu den brutalen Tätern.

PLAYER.de meint:
Hildegard Knef war nicht nur eine begnadete Schauspielerin, sondern auch eine hervorragende Chansonsängerin. Ihr autobiographisches Werk „Der geschenkte Gaul“ landete 1970 sogar auf der Spiegel-Bestsellerliste. Die Autobiografie wurde 2008 in einer Kinoproduktion „Hilde“ mit Heike Makatsch verfilmt.