Fotografie-Workshop: 10 Tipps für prickelnde Aktfotos

PLAYER.de-Workshop zur Aktfotografie
Besser fotografieren: 10 Tipps für prickelnde Aktfotos (Bild: -© Michael Schuster / PIXELIO)

Obwohl die Aktfotografie nur ein schmaler Grat von der Pornografie trennt, sind beide Genres sehr verschieden. Natürlich liegt es in den Augen des Betrachters, wo das eine aufhört und das andere beginnt, fest steht aber, dass man als Aktfotograf stets die körperliche Ästhetik im Blick behalten sollte. Doch wie schafft man das? PLAYER.de verrät zehn praktische Tipps, wie Dir besonders gute Aufnahmen gelingen und welche Requisiten Du dafür benötigst.
 
 
 

1. Geeignetes Model suchen

Aller Anfang ist schwer: Hast Du noch keinerlei Erfahrung mit der Aktfotografie gesammelt, empfiehlt es sich, ein geübtes Model zu suchen und zu engagieren. Optimal wäre hier natürlich ein sogenanntes TfP -Shooting (Time for Print). Das heißt, man entlohnt das Model nicht mit einer Gage, sondern mit den gemachten Aufnahmen in Form von Abzügen und/oder einer Foto-CD. In jedem Fall solltest Du dich über die Verwendung der Fotos einigen und bei kommerzieller Absicht eine schriftliche und unwiderrufliche Nutzungserlaubnis vom Model einholen.

2. Passende Location wählen

Du besitzt kein eigenes Fotostudio? Kein Problem! Frage höflich bei einem Fotoclub in Deiner Nähe, suche Dir eine schöne Ecke in Deinem Haus oder verlagere das Shooting einfach nach draußen. Immer wieder beliebte Hintergrundmotive sind zum Beispiel verlassene Fabrikgelände, Ruinen oder außergewöhnliche Landschaften, wobei die Location abgelegen sein sollte. Selbstverständlich müssen Temperatur und Wetter dabei ebenfalls stimmen. Small Talk, Musik und Getränke schaffen übrigens eine lockere, entspannte Atmosphäre.

Beispielfoto: Passende Location für die Aktfotografie
Kontrast zwischen weich und hart: Die zarte Haut des Models kommt auf den rauen Felsen besonders gut zur Geltung (Bild: -© Alexander Hauk / PIXELIO)

3. Anweisungen geben

Um perfekte Fotos zu bekommen, musst Du eine gewisse Vorstellung vom fertigen Ergebnis haben. Es ist hilfreich, sich das Aktshooting vorab durch den Kopf gehen zu lassen und Anweisungen zu erteilen: Sage dem Model, welche Pose es genau einnehmen soll und welcher Blick gewünscht ist. Unschuldig, lächelnd oder doch ernst und provokant? Die Regie liegt in Deiner Hand! Das Model sollte sich eine halbe Stunde vor dem Fotografieren entkleiden, damit keine Druckstellen der Unterwäsche auf der Haut zu sehen sind.

4. Neugier wecken

Personen, die bestimmte Körperstellen verdecken, wirken auf einem Aktfoto oft erotischer, als wenn sie völlig nackt sind. Lasse das Model beispielsweise das Geschlechtsteil mit einem Fächer, einer Stuhllehne oder einem leichten Stoff verdecken. Leicht durchsichtige Textilien sorgen für eine besonders aufreizende Betonung. Experimentiere auch mit Detailaufnahmen bestimmter Körperpartien, die Lust auf mehr machen. Sonnenöl und abperlende Wassertropfen sind dabei zum Beispiel sehr beliebte Stilmittel.

5. Ins rechte Licht rücken

Für gutes Licht müssen nicht immer teure Belichtungssysteme zum Einsatz kommen. Herkömmliche Glühbirnen, der Streustrahl einer Taschenlampe oder Kerzenschein reichen hier häufig aus. Du darfst sogar mit einer leichten Überbelichtung arbeiten, um tolle Effekte zu erzielen. Vorsicht ist nur bei Gegenlichtaufnahmen geboten, da das eigentliche Motiv unterbelichtet ausfallen könnte. Darüber hinaus wirkt direktes Licht unprofessionell. Greife bei Bedarf auf Diffusoren und Reflektoren zurück.

6. Richtiges Objektiv wählen

Wie so oft spielt das Linsensystem auch bei der Aktfotografie eine bedeutende Rolle. Nutze für Ganzkörperporträts ein möglichst lichtstarkes Objektiv, das – zwecks Verzeichnungsfreiheit – keinen allzu großen Brennweitenbereich abdeckt. Optimal wäre hier eine Festbrennweite. Für Detailaufnahmen hingegen empfiehlt sich ein kompaktes Teleobjektiv, damit man dem (möglicherweise fremden) Model nicht zu nahe tritt.

7. Mit der Kamera experimentieren

Selbstredend sollte bei der Aktfotografie eine hochauflösende Digitalkamera benutzt werden, um die ersten Aufnahmen zusammen mit dem Model auswerten zu können. Meide aber den Porträt-Modus, da dieser das Foto automatisch weichzeichnet und so wichtige Details im Motiv verwischen könnte. Am besten tastet man sich an die geeigneten Parameter langsam heran. Versuche auch, mit der High-key- und Low-key-Technik eine besondere Stimmung im Bild zu erzeugen.

Beispielfoto: Licht- und Schattenspiele bei der Aktfotografie
Erotische Licht- und Schattenspiele: Das Model muss nicht immer hell ausgeleuchtet sein - verdeckte Körperstellen machen das Foto noch interessanter (Bild: -© Thomas De Gennaro / PIXELIO)

8. Auszeit gönnen

Auch wenn das Model offensichtlich entspannt posiert: Gönne ihm gelegentlich eine Pause. Plane das gesamte Aktshooting nicht nur auf einen Tag ein, da so schnell die Motivation nachlassen kann und Flüchtigkeitsfehler passieren. Schließlich müssen vor allem bei Einsteigern die Ideen erst einmal reifen. Außerdem löst sich eventuelle Schüchternheit auf, wodurch Posen und Bewegungen natürlicher wirken. Ein näheres Kennenlernen kann ohnehin nicht schaden.

9. Kaschieren und retuschieren

Niemand ist perfekt. Auch ein Model hat die eine oder andere unschöne Körperstelle, die bei bestimmten Posen geradezu heraussticht. Diese Partien lassen sich oftmals einfach mit Requisiten, Händen oder Haaren kaschieren. Apropos Haare: Achte auf Kleinigkeiten wie verrutschte Strähnen, die die Bildstimmung trüben könnten. Wunden und Hautunreinheiten sind auch später problemlos retuschierbar.

Beispielfoto: Gekonnte Nachbearbeitung bei der Aktfotografie
Nachbearbeiten erlaubt: Extrahierte Farben, Schwarz-Weiß-Tönungen und andere Effekte verleihen dem Bild oft mehr Ausdruck (Bild: -© Dieter Robbins / PIXELIO)

10. Bilder besprechen

Am Ende eines jeden Aktshootings solltest Du dich noch einmal in Ruhe mit dem Model zusammensetzen und die Bilder am Computer auswerten. So kannst Du kleine Fehler gleich beheben, einen zweiten Termin ausmachen und im Zuge dessen neue Ideen sowie andere Locations ausprobieren. Komplimente lockern die künftige Zusammenarbeit zusätzlich auf, sofern sie wirklich ernst gemeint und nicht allzu aufdringlich sind – „geile Hupen“ oder ähnliches dürfte hier nur sehr schlecht ziehen.

PLAYER.de meint:
Fotografieren ist kein Hexenwerk. Mit ein wenig Geduld und Übung sollte jeder Digicam-Besitzer zu akzeptablen Fotos kommen. In unserem Workshop findest Du zehn praktische Tipps, um diesem Ziel zumindest ein Stück näher zu rücken. Die Aktfotografie gehört allerdings eher zu den schwierigeren Genres, weshalb Du auch nach missglückten Versuchen nicht aufgeben solltest. Wir würden uns übrigens freuen, wenn Du uns ein besonders schönes Bild zu diesem Thema auf unsere Facebook-Pinnwand postest. Gerne geben wir dazu unsere Meinung ab!

Weiterführende Links:
Pixelio.de