CES 2012: Neues Gorilla-Glas von Corning ermöglicht schlankere Gerätedesigns

Corning präsentiert Gorilla Glass 2
Das Gorilla Glass 2 soll im Vergleich zum Vorgänger einige Vorteile bieten

Der US-amerikanische Glasspezialist Corning hat auf der aktuell in Las Vegas stattfindenden Consumer Electronics Show (CES) die zweite Generation seines besonders robusten und kratzfesten Gorilla-Glases vorgestellt: Das neue Gorilla Glass 2 soll 20 Prozent dünner, dabei aber nicht weniger widerstandsfähig sein als der Vorgänger.

Samsung Galaxy S2
Das Samsung-Smartphone Galaxy S2 ist ebenfalls mit Gorilla-Glas ausgestattet

Abgesehen davon, dass sich das neue Glas bis zu 20 Prozent dünner fertigen lässt, machte der Hersteller allerdings keine näheren Angaben zum Produktionfsverfahren und/oder den eingesetzten Materialien. Nichtsdestotrotz gewährleistet das Gorilla Glass 2 künftig eine noch schlankere Bauweise von Smartphones, Tablets sowie anderen Geräten, welche über einen Touchscreen verfügen. Gleichzeitig sollen die Berührungsempfindlichkeit des Displays verbessert werden und das Bild heller wirken.

Einer der ersten Kunden, der auf das Gorilla Glass 2 setzt, ist der Software-Riese Microsoft. Nach Herstellerangaben profitieren davon vor allem die in diesem Jahr erscheinenden Windows-PCs, was ein Hinweis darauf sein könnte, dass Windows 8 noch 2012 auf den Markt kommt. Schließlich kommen erst in der neuen Betriebssystem-Version vermehrt Features zum Einsatz, die ein Touchscreen erfordern. Weitere Hersteller sollen ihre Produkte ebenfalls schon mit dem dünneren Spezialglas ausstatten, doch nannte Corning-  diesbezüglich keine Namen.

Belastungstest des Gorilla-Glases
Perfekt für Touchscreens: Das Gorilla-Glas von Corning ist deutlich robuster als herkömmliche Deckgläser

Aktuell ist das Gorilla-Glas übrigens in rund 580 Produkten von 30 großen Herstellern wie zum Beispiel Acer, Dell, HTC, Nokia oder Samsung zu finden. Insgesamt wurden seit dem Marktstart im Jahr 2007 mehr als 500 Millionen entsprechende Geräte verkauft. Einen nicht unerheblichen Teil hierzu trug auch Apple mit seinem beliebten iPhone bei.

Video – Falltest mit einer Metallkugel auf ein ein Millimeter dünnes Gorilla-Glas:

player.de meint:
Wie ärgerlich ein tiefer Kratzer oder gar Sprung im Display sein kann, dürften wohl zahlreiche Smartphone-Besitzer am eigenen Gerät erfahren haben. Gerade deshalb ist es wichtig, dass der Touchscreen hinter einem besonders robusten und kratzfesten Deckglas steckt, wie es eben Corning anbietet. Das Gorilla-Glas der zweiten Generation fällt dabei 20 Prozent dünner aus als bisher und ermöglicht so ein extrem schlankes Gehäusedesign – hier muss man sich allenfalls sorgen machen, dass das geliebte Smartphone oder der Tablet-PC ungewollt in einem dünnen Spalt verschwindet.