Die Nikon D4 – Nikon stellt sein neues Flaggschiff vor!

Lange mussten die Profis im Nikon-Lager auf eine Neuheit warten. Nun hat Nikon mit der D4 seine neue Fullsize-Spiegelreflexkamera mit Kleinbildsensor vorgestellt. Die Nikon D4 soll ab Februar 2012 im Handel verfügbar sein.

 

Das Magnesiumgehäuse der Nikon D4 ist gegen die meisten Umwelteinflüsse abgedichtet.

Technik

Die Nikon DSLR hat einen komplett neu entwickelten Sensor mit 36×23,9mm Größe. Dieser kombiniert eine Auflösung von 16,2 Megapixel mit einer ISO-Range von 50-204.800. Außerdem hat Nikon seinem ohnehin schon ungeschlagenen 51-Feld-Autofokus-Modul ein weiteres Update gegönnt. Das ermöglicht nun 10 Bilder pro Sekunde bei voller Funktionalität des Autofokussystems. Ein neuer 3D-Farb-Belichtungsmesser, der neue EXPEED 3 Bildprozessor um die 14 Bit-Raw-Dateien zu verarbeiten, ein Sucher mit 100% Bildfeldabdeckung, ein größeres 3,2 – Zoll Display, jeweils ein CF und XQD-Speicherkarten Slot und ein Ethernet Anschluss komplettieren die von Nikon vollmundig als Multi-Media-Digital SLR- Kamera angekündigte D4.

Wenn größere Teleobjektive verwendet werden, ist es angenehm einen etwas massiveren Kamerabody zu benutzen.

 

Die Videofunktionen der D4 wurden mächtig aufgefrischt.

Video

Die Nikon D4 besitzt einen vollmanuellen Videomodus. Neben den von Nikon erstmals in Kleinbildkameras unterstützten Standards 1.920×1.080 24p, 25p, 30p und 1.280×720 25p, 30p, 50p, 60p kann die Nikon D4 mit 1,5 und 2,7 fachen Beschnitt immer noch in FullHD-Auflösung aufnehmen, um zum Beispiel enorme Teleaufnahmen zu ermöglichen.

Auch neu in der Klasse der Nikon Kleinbildkameras ist das H.264 / MPEG-4 AVC Aufzeichnungsformat der Nikon D4. Ihre Vorgängerin, die Nikon D3s zeichnete noch im Motion JPEG-Codec auf. Erstmals ist hierbei über den eingebauten Stereo-Klinkeneingang eine manuelle Tonaussteuereung in 30 Stufen während der Aufnahmer möglich. Ausserdem liefert die Kamera über den HDMI-Ausgang einen unkomprimierten Output in voller Auflösung, welcher sich dann mit professionellen, externen Recordern für noch mehr Bearbeitungsspielraum in der Postproduktion aufzeichnen lässt. Nikon verspricht, die Kamera würde kein Line-Skipping betreiben.

 

Die Objektive von Nikons G-Serie bieten keinen manuellen Blendenring.

Nikon AF-S NIKKOR 85mm f/1,8G

Die zweite Neuankündigung ist ein Update in der Reihe der 85mm Objektive bei Nikon. Das- Nikon AF-S NIKKOR 85mm f/1,8G hat nun einen Ultraschall-Fokus-Motor, bei Nikon SWM genannt und durch das „-S“ hinter der „AF“ gekennzeichnet. Damit unterstützt das Objektiv nun auch Autofokus an Nikon Kameras ohne eingebautem Fokus Motor, wie zum Beispiel der D5100 und der D3100 und ist auch via Adapter kompatibel zur Nikon 1 Serie. Durch die große Offenblende und die nahezu ideale Brennweite eignet sich das- Nikon AF-S NIKKOR 85mm f/1,8G prima für die Portraitfotografie. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 499$.

 

Player.de meint: Die Nikon D4 ist mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 5.999$ zwar nicht für jedermann erschwinglich, liefert allerdings ein sehr interessantes Gesamtpaket. Gerade die als exzellent angepriesenen Lowlight-Fähigkeiten der Kamera werden wir demnächst in einem Test genauer unter die Lupe nehmen. Insgesamt ist diese Kamera auch ein deutliches Bekenntnis von Nikon zur Gemeinde der Spiegelreflex-Filmer, bietet die Nikon D4 doch fast alles, was bei der D3s an Videofähigkeiten vermisst wurde.

Mit dem- Nikon AF-S NIKKOR 85mm f/1,8G bietet der Hersteller nun auch die Möglichkeit seine 85mm-Portraitobjektivserie an den Einsteiger-DSLRs ohne eigenem Autofokusmotor zu nutzen. Vom optischen System her, identischen Vorgänger ausgehend, handelt es sich hierbei um ein ausgesprochen empfehlenswertes Objektiv.