ARTE zeigt „Strahlende Wüste“ in HDTV

Strahlende Wüste
"Strahlende Wüste" am 2.12.2011 um 20:15 Uhr auf ARTE HD

Am heutigen Freitag, den 2. Dezember 2011-  zeigt der öffentlich-rechtliche Spartensender ARTE-  um 20.15 Uhr den französischen Spielfilm aus dem Jahr 2011 „Strahlende Wüste“ in HD-Auflösung. Der Film dauert 85 Minuten und wird im 720p-Standard ausgestrahlt. Einde Wiederholung gibt es am 06. Dezember um 14:45 Uhr.

ARTE schreibt:

Im westafrikanischen Niger, 2010: Zwei französische Mitarbeiter einer internationalen Umweltorganisation werden gekidnappt. Die Geiseln geraten zwischen die Fronten von einem skrupellosen europäischen Atomkonzern, der seine Uranressourcen verteidigt, geldgierigen nigrischen Machthabern und einer verdeckt spielenden Pariser Regierung, vertreten vom Spezialdiplomaten Hugo. Kann sich Hélène, die aus der Zentrale angereiste Kollegin der Umweltaktivisten, bei den Politikern für die Rettung ihrer Mitstreiter starkmachen?

Die beiden Wissenschaftler Coralie Martin und Jean-Michel Ledantec sind im Auftrag einer Nicht-Regierungs-Organisation im Niger unterwegs. Dort finden sie Erschreckendes über die menschenverachtenden Arbeitsmethoden im Uranabbau durch den mächtigen, französischen Staatskonzern URANIA heraus. Dass die zwei Forscher von einem mysteriösen Kommando entführt werden, platzt mitten in die kritisch verlaufenden Neuverhandlungen um den Uranpreis zwischen dem Unternehmen und dem Staat Niger. Bald werden die Geiseln zum Streitobjekt in einem schmutzigen Spiel.
Die Strategie der Strippenzieher im Pariser Ministerium wird dabei zunehmend zwielichtig. Ihr Diplomat Hugo Geoffroy kämpft einerseits für die Freilassung der Geiseln. Doch auf andererseits wird die URANIA hofiert, die mit der Aussicht auf billige Energieversorgung für die französische Republik lockt. Würden die Geiseln vor der Unterzeichnung der Neuverträge freikommen, würde Kritik an URANIA laut und der Konzern in den Verhandlungen geschwächt. Dieses Argument überzeugt. Die französische Regierung weist ihren Sondergesandten Hugo an, die Befreiung der zwei Entführten zu verzögern.
Der Staatsminister der Inneren Sicherheit des Niger, Colonel Aboubacar, wiederum hat kaum Interesse an neuen Verträgen mit den Franzosen. Die Chinesen bieten ihm gutes Geld, ohne jedwede Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes …
Hélène, die aus Paris eingeflogene Leiterin der Umweltorganisation, muss hilflos mit ansehen, wie das Leben ihrer zwei Kombattanten zur geheimen Verhandlungssache wird. Dann soll Hugo die mühsam erwirkte Freilassung der kranken Coralie aufschieben, um Zeit zu gewinnen. Er gerät gegenüber Hélène und seinem eigenen Gewissen in Erklärungsnot.

Frankreichs Umgang mit seinen ehemaligen Kolonien, der afrikanische Wunsch nach Unabhängigkeit, die gefährliche Macht der Wirtschaft über die Politik und die großen Streitfragen um das schmutzige und riskante Geschäft des Uranabbaus – Regisseur Fred Garson verdichtet diese brisanten Themen zu einem fesselnden, auf realen Begebenheiten gründenden Politthriller von beunruhigender Aktualität.
Drehbuchautor Didier Lacoste begann seine Karriere mit Kurzfilmen und als Koautor von Spielfilmen. Er schrieb für französische Serien wie „Joséphine, ange gardien“ und „Le Juge est une Femme“, arbeitete aber auch an Vorlagen für Fernseh- und Kinofilmproduktionen. Meist verfasst er Drehbücher in Zusammenarbeit mit anderen Autoren, wie beispielsweise bei „Les Frangines“ von Laurence Katrian aus dem Jahr 2002 oder „Une autre femme“ von Jérôme Foulon aus demselben Jahr.
Die Koautorin Pauline Rocafull, die mit Didier Lacoste an „Strahlende Wüste“ schrieb, verfasste 2004 als Erstlingsdrehbuch „Le fauve en cage“. Später arbeitete sie für die Serie „Affaires Classées“. Gemeinsam mit Didier Lacoste schrieb sie bereits das Drehbuch zum Fernsehfilm „1905“ von Henri Helman und zu „Hinterhalt in Afghanistan“ von Miguel Courtois.
Für den erfolgreichen ARTE-koproduzierten Film „Sie wusste zuviel“ von Olivier Langlois über eine Frau, die ihrem in Sachen Politkowskaja verschwundenen Mann in Russland hinterher fahndet, bekam das Duo 2008 beim Festival de la Rochelle den Preis für das beste Drehbuch.
Die belgische Schauspielerin Natacha Régnier hatte, ihrer abgebrochenen Schauspielschulausbildung zum Trotz, 1998 ihren Durchbruch in Erick Zoncas „Liebe das Leben“. Sie gewann für die Rolle der Marie noch im selben Jahr sowohl den Darstellerpreis in Cannes als auch den Europäischen Filmpreis in der Kategorie „Beste Darstellerin“. 2010 war sie in Angela Schanelecs mehrfach ausgezeichnetem Film „Orly“ auf der Kinoleinwand zu sehen und spielte zuletzt die Carole in Michel Roddes „L’impasse du désir“, an der Seite von Laurent Lucas, ihrem Partner in „Strahlende Wüste“.

player.de meint:
Der Film mit politischem Hintergrund beleuchtet die Ausbeutung des Uranvorkommens in der westlichen Sahara durch Frankreich. Der Uranabbau bescherte den Tuareg eine nachhaltig verseuchte Umwelt. Ein Film, der nachdenklich macht.