ARTE zeigt „Die zwei Leben des Mathias Pascal“ in HDTV

Filmausschnitt aus "Die zwei Leben des Mathias Pascal"
"Die zwei Leben des Mathias Pascal" - der Stummfilm aus dem Jahr 1926 kommt am 28.11.2011 um 23:50 Uhr auf ARTE HD

Am heutigenMontag, den 28. November 2011-  zeigt der öffentlich-rechtliche Spartensender ARTE um 23:50 Uhr das französische Stummfilm-Drama aus dem Jahr 1926 „- Die zwei Leben des Mathias Pascal“. Der Film dauert 175 Minuten und wird im 720p-Standard ausgestrahlt – allerdings nicht in Farbe, sondern nur in Schwarz-Weiß.

ARTE schreibt:

Mathias Pascal, Sohn einer ehemals wohlhabenden Familie, ist verarmt und muss sich als Bibliothekar verdingen. Er verliebt sich in die schöne Romilde und gewinnt ihre Hand. Aber seine Schwiegermutter terrorisiert ihn und vergiftet seine Ehe. Seine einzige Freude gilt seiner kleinen Tochter, die er über alles liebt. Nach einem schweren Schicksalsschlag flieht er nach Monte Carlo, wo er im Casino ein Vermögen gewinnt. Bei seiner Rückkehr in die Heimat wird er von einer ungeheuren Nachricht überrascht: Man hält ihn für tot …

Mathias Pascal ist Sohn einer ehemals reichen Familie. Mittlerweile verarmt lebt er mit seiner verwitweten Mutter in Milango, einer italienischen Kleinstadt. Er verliebt sich in die schöne Romilde und gewinnt ihre Hand, aber seine Schwiegermutter drangsaliert ihn. Obendrein scheint im Verlauf der Ehe auch Romilde ihrer Mutter immer ähnlicher zu werden. Die einzige Freude im Leben des freiheitsliebenden Mathias ist seine kleine Tochter.

Eines Tages sucht eine Bekannte Romildes Anwesen auf, um Mathias zu informieren, dass seine geliebte Mutter schwer krank sei und ihre Enkelin gerne sehen würde. Mathias erfährt dies erst, als es zu spät ist. Sowohl seine Mutter als auch die kleine Tochter sterben an einer schlimmen Krankheit. Nach diesem Schicksalsschlag flieht Mathias nach Monte Carlo, wo er Glück im Unglück hat: Er gewinnt ein Vermögen beim Roulette. Mit seinem neuen Reichtum macht er sich auf den Weg zurück in die Heimat. Doch auf der Zugfahrt liest er in einer Zeitung eine unglaubliche Nachricht: Man hält Mathias Pascal für tot. Aus Geldnot und Kummer soll er sich angeblich ertränkt haben.

Zunächst ist Mathias schockiert, doch dann beschließt er, sich eine neue Identität zuzulegen, um die Sorgen seines alten Lebens hinter sich zu lassen. Er fährt nach Rom und mietet ein Zimmer bei der schönen Adrienne und ihrem Vater, der einen ausgeprägten Hang zum Okkultismus hat. Mathias gibt sich als Monsieur Adrien aus und verliebt sich in die Tochter des schrulligen Vermieters – doch die ist unglücklich verlobt. Nach und nach macht er Bekanntschaft mit dem dubiosen Freundeskreis ihres Vaters und wird in dessen mysteriöse Séancen integriert. Die anfängliche Euphorie, die Mathias aufgrund der neugewonnenen Freiheit verspürte, klingt allmählich ab. Mathias beginnt, sich nach seiner alten Identität zu sehnen. Zudem findet er heraus, dass es eine Verbindung zwischen dem okkulten Freundeskreis des Vaters und dem abscheulichen Verlobten seiner geliebten Adrienne gibt.

player.de meint:
Der Hauptdarsteller Michel Simon-  hatte sein Filmdebüt 1924 in „La Galerie des Monstres“ und 1925 in „Feu Mathias Pascal“ von Marcel L’Herbier nach Pirandello. Dem Deutschen Publikum wurde er u. a. durch seine (Neben-)Rolle des zu Unrecht beschuldigten Hausierers Jacquier in der Dürrenmatt-Verfilmung „Es geschah am hellichten Tag“, 1958, von LadislaoVajda mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe bekannt.