ARD zeigt: „Powder Blue – Am Ende bleibt Liebe“ in HDTV

Am Ende bleibt Liebe
ARD HD zeigt am 13.11.2011 um 23:30 Uhr "Poder Blue-Am Ende bleibt Liebe"

Am Sonntag, den 13. November 2011 zeigt die ARD als Kino-Festival um 23:30 Uhr den amerikanischen Spielfilm aus dem Jahr 2008 in HD-Auflösung. Der Film dauert 100 Minuten und wird im 720p-Standard ausgestrahlt.

ARD schreibt:

Auf das Wiedersehen mit ihrem todkranken Vater Jack, der sich nach 25 Jahren hinter Gittern mit der Tochter aussöhnen möchte, hätte Rose-Johnny gut und gerne verzichten können. Die Stripperin schuftet hart für die Behandlungskosten ihres kranken Sohnes, und als auch noch ihr Hund wegläuft, ist sie untröstlich. Ihr streunender Vierbeiner wird von Qwerty, einem jungen Bestatter, aufgelesen, der sich nach einer Weile meldet und Rose-Johnnys Nähe sucht. Die beiden verletzten Seelen knüpfen zarte Bande, doch ihre Liebe wird überschattet von Qwertys drückenden finanziellen Schwierigkeiten. Mit dem lukrativen Angebot eines lebensmüden Priesters könnte der Leichenwäscher seine Geldprobleme auf unkonventionelle Weise lösen.

Die episodische Großstadtballade über vier exzentrische Verlierertypen ist grandios besetzt mit Ray Liotta, Eddie Redmayne, Jessica Biel und Forest Whitaker. In seiner letzten Rolle zeigt der „Dirty Dancing“-Star Patrick Swayze noch einmal eindrucksvoll sein mimisches Potenzial.In der Kälte des vorweihnachtlichen Los Angeles kreuzen sich die Wege von vier einsamen Menschen. Der todkranke Gangster Jack (Ray Liotta) kommt nach 25 Jahren aus dem Gefängnis und besucht seine Tochter Rose-Johnny (Jessica Biel), bei der er einiges gutzumachen hat. Unterstützung könnte die alleinerziehende Mutter tatsächlich gebrauchen, muss sie doch in einem schummrigen Striplokal tanzen, um die Krankenhauskosten für ihren komatösen Sohn (Chandler Canterbury) aufbringen zu können.

Die Hilfe ihres zwielichtigen Vaters, mit dem sie gebrochen hat, lehnt sie dankend ab. Als auch noch ihr Hund wegläuft, ist sie am Ende. Sie ahnt nicht, dass der herumstreunende Vierbeiner von dem schüchternen Leichenwäscher Qwerty (Eddie Redmayne) angefahren wurde, der das Tier aus Mitleid gesund pflegt. Dank einer Suchanzeige findet er bald auch die Hundebesitzerin – und damit zugleich die Frau seines Lebens. Nur beruflich läuft es nicht gut für Qwerty, denn auf seinem Bestattungsunternehmen lasten drückende Schulden. Der ungewöhnliche Auftrag eines mehr als seltsamen Kunden könnte die finanzielle Pleite abwenden: Charlie (Forest Whitaker), der einst aus Liebe zu einer Frau das Priesteramt niederlegte, sieht nach deren Unfalltod keinen Sinn mehr im Leben. Für den Katholiken kommt Selbstmord aber nicht in Frage, deshalb sucht er nicht nur einen Sarg, sondern auch jemanden, der ihn dort hineinbefördert. Dafür bietet er dem verdutzten Bestatter Qwerty 50.000 Dollar.

Mit seinen berühmten „Short Cuts“ zeigte Robert Altman, wie scheinbar unzusammenhängende Geschichten sich meisterhaft zu einem Episodenfilm verknüpfen lassen. Paul Haggis („L.A. Crash“) und Paul Thomas Anderson („Magnolia“) folgten seinem Beispiel. Auch Timothy Linh Bui, bislang vor allem Drehbuchautor und Produzent, führt in „Powder Blue – Am Ende bleibt Liebe“ getrennte Handlungsstränge schlüssig zusammen. In Sachen Besetzung steht sein poetisches Drama den prominenten Vorbildern in nichts nach. Oscar-Preisträger Forest Whitaker verkörpert den vom Glauben abgefallenen Priester Charlie mit physischer Präsenz. Eddie Redmayne und Jessica Biel harmonisieren als Paar. Ray Liotta nimmt man den melancholischen Gangster Jack in jeder Szene ab, und das Martyrium der transsexuellen Prostituierten Lexus geht dank Alejandro Romero unter die Haut. Als langhaarigen Stripclub-Besitzer Velvet Larry sehen wir Patrick Swayze, der in dieser düsteren Hommage an die „City of Angels“ seine letzte Rolle spielte.<

player.de meint:
ein spannender Spielfilm für interessierte Zuschauer, die am darauffolgenden Montag frei oder Spätschicht haben