ARD zeigt: „Laconia“ in HDTV

Laconia
Filmszene "Laconia" 02.11.2011 und 03.11.2011 um 20:15 Uhr im ZDF

Heute am Mittwoch, den 02. November 2011 um 20:15 Uhr zeigt die ARD den ersten Teil des zweiteiligen deutsch-englischen Spielfilms „Laconia“ in HD-Auflösung. Der gesamte Film wird im 720p-Standard ausgestrahlt und dauert im ersten Teil 88 Minuten. Den zweiten Teil präsentiert die ARD dann am Donnerstag, den 03. November 2011 um 20:15 Uhr, Dauer 89 Minuten.

LACONIA: (Teil 1)

1942 torpediert ein deutsches U-Boot den englischen Truppentransporter „Laconia“. Als Werner Hartenstein, Kommandant der U 156, britische Offiziere des sinkenden Schiffes gefangen nehmen will, werden er und seine Crew unerwartet Zeugen eines Infernos: Unzählige Menschen, darunter Frauen und Kinder, kämpfen im Wasser verzweifelt um ihr Leben. Hartenstein trifft eine mutige Entscheidung, die in keinem Kriegshandbuch vorgesehen ist.
Ken Duken spielt als Werner Hartenstein die beeindruckendste Rolle seiner Karriere. Die aufwendig inszenierte deutsch-englische Koproduktion mit Franka Potente, Lindsay Duncan, Thomas Kretschmann und Andrew Buchan zeichnet die erschütternde Chronik einer beispiellosen Rettungsaktion.

Juli 1942. Die Münchnerin Hildegard Schmidt (Franka Potente) befindet sich auf der Flucht vor den Nazis, die ihren Bruder wegen regimekritischer Äußerungen umgebracht haben. In Kairo geht die 28-Jährige mit gefälschten Papieren als Hilda Smith an Bord der „Laconia“, einem ehemaligen Kreuzfahrtdampfer, der auf Kurs um das Kap der Guten Hoffnung britische Flüchtlinge und 1600 italienische Kriegsgefangene nach Liverpool bringen soll. Auf dem Schiff lebt sie in permanenter Angst, als Deutsche – und damit als Feindin – enttarnt zu werden. Sie freundet sich mit dem britischen Offizier Thomas Mortimer (Andrew Buchan) an, der durch Zufall ihre wahre Identität aufdeckt. Doch ihm bleibt keine Gelegenheit, ihr Geheimnis preiszugeben: Ein deutsches U-Boot, das den Auftrag hat, alliierte Nachschubtransporte für den Nahen Osten zu bekämpfen, sichtet die „Laconia“. 600 Seemeilen vor der westafrikanischen Küste feuert die U 156 drei Torpedos auf den vermeintlichen Truppentransporter ab und versenkt ihn.

Nach dem Auftauchen bietet sich Kapitän Hartenstein (Ken Duken) und seiner Mannschaft ein Bild des Grauens. Statt der vermuteten 200 Mann Besatzung kämpfen im eiskalten Wasser 2000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, verzweifelt ums Überleben. Gegen den Rat seines besorgten Bordingenieurs Rostau (Matthias Koeberlin) entschließt Hartenstein sich zu einer Hilfsaktion. Ungeachtet ihrer Nationalität lässt er die Überlebenden bergen, ihre Rettungsboote werden mit der U 156 vertäut. Der couragierte Kapitän erbittet internationale Hilfe. Doch durch die unverschlüsselte Mitteilung seiner genauen Koordinaten setzt er seine Mannschaft einer tödlichen Gefahr aus. Zwischen den Fronten befindet sich auch Hilda, deren sechs Monate altes Baby im Meer ertrunken ist.

Der mit einem Budget von 13 Millionen Euro realisierte Zweiteiler erzählt eine kaum bekannte Episode der See-Kriegsgeschichte. Zu einem beispiellosen Fernsehereignis wird die fesselnde Mischung aus „Titanic“ und „Das Boot“ dank prominenter deutscher und englischer Darsteller: Neben Franka Potente, Matthias Koeberlin, Thomas Kretschmann und dem herausragenden Ken Duken als U-Boot-Kommandant sind bekannte britische Akteure wie Andrew Buchan und der markante Ire Brian Cox als Kapitän der „Laconia“ zu sehen. Der vielfach ausgezeichnete Szenenbildner Knut Loewe entwarf die spektakulären Kulissen, darunter die mit 100 Tonnen Stahl nachgebaute U 156. Regie führte Uwe Janson, der mit dem viel gelobten Katastrophenfilm „Vulkan“ auf sich aufmerksam machte. Alan Bleasdale, dessen politisch scharfzüngige Serien wie „Boys from the Blackstuff“ in England Kult sind, recherchierte jahrelang die Hintergründe dieser spektakulären Rettungsaktion, die über 1000 Menschen das Leben rettete. Teil 2 folgt am 3. November 2011.

LACONIA: (Teil 2)

Nach der Torpedierung der „Laconia“ rettet U-Boot-Kapitän Hartenstein über 1000 Schiffbrüchigen das Leben, unter ihnen zahlreiche britische Zivilisten. In der Hoffnung auf internationale Hilfe gibt der mutige Kommandant in einem unverschlüsselten Funkspruch seine Koordinaten preis. Damit setzt er sich und seine Besatzung einer tödlichen Gefahr aus, denn die U 156 ist möglichen Angriffen wehrlos ausgeliefert. Als sich ein amerikanischer Bomber nähert, halten Deutsche, Briten, Italiener und Polen gemeinsam den Atem an.
Die aufwendige internationale Koproduktion rekonstruiert eine der spektakulärsten Rettungsaktionen des Zweiten Weltkriegs. Ken Duken überzeugt als besonnener Kapitän Hartenstein, der zwischen militärischen Befehlen und Humanität abwägen muss. In weiteren Rollen des atemberaubenden Dramas sind Franka Potente, Lindsay Duncan, Thomas Kretschmann und Andrew Buchan zu sehen.

Nach der dramatischen Rettungsaktion drängen sich über 400 Überlebende der versenkten „Laconia“ an Bord der U 156. Mit bangem Gefühl warten Kapitän Hartenstein (Ken Duken) und seine Crew auf die herbeigerufene internationale Hilfe. Werden die feindlichen Schiffe angreifen und das wehrlose U-Boot versenken? Auch die deutsche Admiralität in Paris schweigt sich aus. Die Zahl der Geretteten steigt unterdessen auf 1120, das U-Boot gleicht einem schwimmenden Lazarett. Als einziger überlebender Offizier gerät Thomas Mortimer (Andrew Buchan) unter Verdacht, für die barbarische Behandlung der italienischen Kriegsgefangenen an Bord der „Laconia“ verantwortlich zu sein. Durch die spontane Fürsprache Hildas (Franka Potente) lässt Hartenstein sich von der Ehrenhaftigkeit des Briten überzeugen.

Doch Hilda muss ihre deutsche Identität preisgeben und blickt nun als „Verräterin“, die von der Gestapo gesucht wird, einem ungewissen Schicksal entgegen. Mit dem Auftauchen eines deutschen und eines italienischen U-Boots gelangen viele der Schiffbrüchigen in Sicherheit. Die ungewöhnliche Rettungsaktion scheint ein glückliches Ende zu nehmen, doch plötzlich nähert sich ein amerikanischer Bomber. Trotz einer Rot-Kreuz-Flagge an Deck der U 156 werfen die US-Piloten zwei Bomben ab. Hartenstein muss abtauchen und die übrigen Schiffbrüchigen in ihren Rettungsbooten zurücklassen, unter ihnen Hilda. Nach 30 qualvollen Tagen auf See strandet sie zusammen mit nur wenigen Überlebenden an der westafrikanischen Küste. Indessen erhält Hartenstein für die versenkte Tonnage, aber auch für die Art und Weise seines Vorgehens das Ritterkreuz; zugleich untersagt Admiral Dönitz (Thomas Kretschmann) per Erlass fortan jegliche Hilfeleistung gegenüber Schiffbrüchigen verfeindeter Nationen. Diese Order geht als „Laconia-Befehl“ in die Geschichte ein.

Nach dem Angriff auf den britischen Truppentransporter „Laconia“ kämpfen über 2000 Menschen verzweifelt gegen den Tod durch Ertrinken. Die wenigen Rettungsboote reichen nicht aus – es tobt ein gnadenloses Hauen und Stechen, jeder kämpft gegen jeden. In diesem Inferno zeigt ein U-Boot-Kapitän, dass Menschlichkeit ein natürlicher Impuls ist, der Gewalt und Propaganda überwinden kann. Mitgefühl entsteht in Uwe Jansons Kriegsdrama nicht durch eine Liebesgeschichte, sondern durch die Zeichnung der Charaktere: Die Entscheidungsnot eines Soldaten, der zwischen Anstand und grausamen militärischen Befehlen hadert, macht Ken Duken eindrucksvoll spürbar. Franka Potente gerät als junge Mutter zwischen die Fronten und muss ihre Identität zunächst vor den Engländern, später vor ihren deutschen Landsleuten verbergen.

Als britischer Offizier Thomas Mortimer zeigt Andrew Buchan, bekannt aus dem John-Lennon-Film „Nowhere Boy“, was ein echter Gentleman ist. Spätestens wenn Matthias Koeberlin als hessisch sprechender Bordingenieur auf eine distinguierte englische Lady trifft, gespielt von der britischen Charakterdarstellerin Lindsay Duncan („Alice im Wunderland“), wird klar, welche Welten hier aufeinandertreffen. Zur internationalen Besetzung zählen neben Thomas Kretschmann als Admiral Dönitz unter anderem Simon Verhoeven, Nikolai Kinski sowie die Shootingstar-Nachwuchsriege des deutschen und britischen Films mit Jacob Matschenz, Frederick Lau, Ciarán McMenamin und Morven Christie.

Der player.de HDTV-Programmtipp: "Laconia" in der ARD auf HD

player.de meint:
Der Film mit historischem Hintergrund zeigt mit einer dramatische Handlung, dass auch während des-  2. Weltkriegs,- zum Glück,-  Menschlichkeit ein natürlicher Impuls ist.