Das Erste zeigt „Wildes Deutschland: Die Sächsische Schweiz“ in HDTV

Ausschnitt aus der Dokureihe "Wildes Deutschland" (Sächsische Schweiz)
Die Sächsische Schweiz: Das Erste zeigt heute um 20:15 Uhr den sechsten Teil der Dokureihe "Wildes Deutschland"

Am heutigen Montag, den 31. Oktober strahlt die ARD im Ersten um 20:15 Uhr den sechsten Teil der Dokureihe „Erlebnis Erde: Wildes Deutschland“ in HDTV aus. Die 45-minütige Dokumentation, in der es diesmal um die Sächsische Schweiz geht, wird im 720p-Standard gezeigt und beinhaltet atemberaubende sowie außergewöhnliche Aufnahmen.

Das Erste schreibt:

Tief eingeschnittene Flusstäler und wüstenhafte Felsplateaus – Deutschlands „Grand Canyon“ ist die Sächsische Schweiz. Wind und Wasser, Hitze und Frost schufen über Jahrmillionen die einzigartige Landschaft des Elbsandseingebirges. Seltene Tiere wie Gartenschläfer, Wanderfalken und Schwarzstörche haben sich an das Leben auf und zwischen den Sandsteinfelsen angepasst. Mit außergewöhnlichen Aufnahmen porträtiert dieser Film eines der größten deutschen Naturwunder.

Winter im Nationalpark Sächsische Schweiz – die berühmten Basteifelsen mit der angrenzenden Brücke sind von Schnee bedeckt. Die Tage sind kurz, doch in den Schluchten gibt es die dunkle Jahreszeit nicht. Weil die meisten Bäume kein Laub tragen und die Schneedecke das Licht reflektiert, ist er hier unten heller als sonst im Jahr. Und obwohl Schnee und Eis die Bäche säumen, sind die Wasseramseln äußerst aktiv. Die kleinen Vögel tauchen im eisigen Wasser nach Köcherfliegen-Larven. Aufmerksam beobachten die Männchen jeden Eindringling: Wasseramseln besetzen ihre Reviere viel früher im Jahr als die meisten anderen Singvögel.

"Wildes Deutschland" zeigt beeindruckende Einblicke in die Sächsische Schweiz
Tolle Kameraperspektiven: Feuersalamander leben in den dunklen Schluchten der Sächsischen Schweiz

Hoch über ihren Köpfen ziehen es andere Tiere vor, den Winter zu verschlafen: Mehrere Gartenschläfer liegen dicht an dicht in einer Felshöhle. Die kleinen Nagetiere haben Atmung und Herzschlag auf ein lebensnotwendiges Minimum reduziert. Erst wenn es draußen wieder warm wird und ausreichend Nahrung zu finden ist, erwachen sie für wenige Monate aus dem Schlaf.

Sobald das Frühjahr den Schnee auf den Gipfeln schmelzen lässt und die Sonne den Sandstein erwärmt, steigen dichte Dampf- und Nebelschwaden über die Felsen der sächsischen Schweiz. Bis heute sind Felsriffe und -türme in ihrer natürlichen Form erhalten, eine Erosionslandschaft aus uralten Meeressedimenten. Schon für Capsar David Friedrich waren die magisch anmutenden Felsen und Schluchten ein faszinierendes Motiv.

Malerisch liegt der Horst eines Schwarzstorch-Paares hoch oben in den Felsen. Die beiden Störche nutzen ihn schon seit Jahren, denn unten im Flusstal gibt es Fisch als Nahrung für die Jungen. In unmittelbarer Nachbarschaft, oben in den Felsen, haben Wanderfalken gebrütet. Sie ernähren ihre Jungen von erjagten Tauben und Singvögeln.

Im Sommer werden die Gartenschläfer aktiv: Mir ihrer schwarzen Gesichtsmaske sehen die nachtaktiven Nager aus wie kleine Ganoven, die zwischen den Felsen hin- und herhuschen. Anders als viele Tiere wagen sie sich sogar an Nacktschnecken: Blitzschnell rollen sie die Weichtiere über den Stein und entfernen so den unappetitlichen Schleim.
Über zwei Jahre arbeiteten die Tierfilmer Henry M. Mix, Yann Sochaczewski und Axel Gebauer im Elbsandsteingebirge. Ungewöhnliches Tierverhalten, hochauflösende Zeitlupenbilder und atemberaubende Flugaufnahmen machen ihren Naturfilm aus der Reihe „Wildes Deutschland“ so besonders.

player.de meint:
Ein echter Tipp – nicht nur für Naturfreunde! Ganz nach Goethes Zitat „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ zeigt die Dokureihe „Wildes Deutschland“ wirklich beeindruckende Aufnahmen aus außergewöhnlichen Perspektiven. Wer hätte gedacht, dass Deutschlands Natur so schön sein kann? ;-)