Das Erste zeigt „Homevideo“ in HDTV – mit anschließendem Videochat

Ausschnitt aus dem TV-Drama "Homevideo"
"Homevideo" handelt von einem 15-Jährigen, der Opfer des Cybermobbings wird - heute Abend um 20:15 Uhr (Bild: NDR/Gordon Timpen)

Am heutigen Mittwoch, den 19. Oktober zeigt die ARD im Ersten das bewegende TV-Jugenddrama „Homevideo“ in HD-Auflösung. Der Film, in dem es um das aktuelle Thema Cybermobbing geht, wird im 720p-Standard auf Das Erste HD ausgestrahlt und dauert rund 90 Minuten. Eine Wiederholungen gibt es am Samstag (22. Oktober) um 20:15 Uhr auf dem ARD-Spartensender EinsFestival.

Das Erste schreibt:

Jakob (Jonas Nay) ist ein verschlossener, sensibler 15-Jähriger mitten in den Wirren der Pubertät. Er filmt alles mit seiner Videokamera, was ihn gerade bewegt, und liebt ungewöhnliche Fotos. Seine Eltern Claas (Wotan Wilke Möhring) und Irina (Nicole Marischka) wissen wenig von ihm, zu sehr sind sie mit sich selbst beschäftigt. Sie stecken in einer Ehekrise – beinahe täglich wird Jakob Zeuge eines Streits. Als Jakobs Mutter ihm eröffnet, dass sie sich von Claas trennen und ausziehen wird, zieht er sich nochmehr in sich zurück.

Auch in der Schule bekommt Jakob Probleme, doch eigentlich ist ihm das alles egal, denn er hat nur Augen für Hannah (Sophia Boehme), in die er verliebt ist. Als er gerade beginnt, ihr näher zu kommen, gerät ein selbstgedrehtes, kompromittierendes Video von Jakob in die Hände seiner Mitschüler. Noch bevor Jakob es sich zurückholen kann, stellt es ein Mitschüler ins Internet – in kürzester Zeit verbreitet sich das Video in der ganzen Schule.

Von allen Seiten wird Jakob daraufhin ausgelacht und gemobbt. Über das Internet erhält er in Chatrooms dutzende Hassbotschaften. Auch Hannah bricht den Kontakt ab. Jakob ist beschämt und verzweifelt. Seine Eltern versuchen ihm zu helfen, doch ohne die Tragweite seines Unglücks wirklich zu erkennen.

Passend zum Film:

Im unmittelbaren Anschluss an die Ausstrahlung von „Homevideo“ im Ersten diskutiert Anne Will um 21:45 Uhr über das Thema Cyber- beziehungsweise Internetmobbing mit ihren Gästen. Parallel dazu findet im Internet ein Live-Videochat mit Experten statt.

player.de meint:
Laut einer aktuellen Studie haben bereits 32 Prozent aller deutschen Jugendlichen zwischen 14 und 20 unter dem Mobbing per Internet gelitten. „Homevideo“ von Regiesseur Kilian Riedhof ist also keineswegs ein weit hergeholter Hollywood-Streifen, sondern behandelt tatsächlich die aktuelle Thematik über die Medialisierung aller Lebensbereiche und zeigt, welche Konsequenzen diese haben kann – ein Film, den sich auch die „Generation Facebook“ nicht entgehen lassen sollte. Wer selbst einmal vom Cybermobbing betroffen war oder mehr erfahren möchte, kann sich im Anschluss sogar per Live-Videochat mit Experten unterhalten.