CineMate 1 SR und Lifestyle 135: Bose stellt seine ersten Soundbars vor

Bose Lifestyle 135 Home Entertainment System
Das Lifestyle 135 System wird mit einem UKW/MW-Tuner und einer Docking-Station für iPhone/iPod ausgeliefert

Nach zahlreichen Konkurrenten hat jetzt auch der US-amerikanische Sound-Spezialist Bose seine ersten Soundbars speziell für Flachbildfernseher auf den Markt gebracht: Das Lifestyle 135 Home Entertainment System und das CineMate 1 SR Digital Home Cinema Speaker System sollen dank exklusiver herstellereigener Technologien einen „beeindruckenden Spitzenklang auf einer neuen Qualitätsstufe“ sowie eine „bis heute nicht gekannte Flexibilität bei der Soundbar-Platzierung“ bieten.

Bose CineMate 1 SR an der Wand
Die neuen Bose-Soundbars lassen sich entweder horizontal aufstellen oder - wie im BIld - vertikal an die Wand hängen

Im Unterschied zu konventionellen Soundbars lassen sich die beiden Bose-Systeme sowohl horizontal als auch vertikal aufstellen, wobei die „Bose FlexMount Automatic Placement Compensation“ angeblich erkennt, ob der Lautsprecher waagerecht auf einem Tisch beziehungsweise einer Kommode platziert oder ob er senkrecht an der Wand angebracht wurde. Die Klangwiedergabe wird laut Hersteller automatisch dementsprechend angepasst, wobei der Nutzer in jedem Fall ein räumliches und naturgetreues Klangbild erhalten soll. Den Sound erzeugen dabei lediglich ein einziger Lautsprecher (Speaker Array) sowie der separate, kabellose Subwoofer, von Bose „Acoustimass Modul“ genannt.

CineMate 1 SR Speaker System

Bose CineMate 1 SR Digital Home Cinema Speaker System
Das CineMate 1 SR System besteht aus einem Speaker Array (Lautsprecher) und dem neuen kabellosen Acoustimass Modul (Subwoofer)

Die anwenderfreundlichste Lösung stellt das CineMate 1 SR Speaker System dar: Es wird entweder analog oder digital über ein einziges Kabel direkt mit dem Fernsehgerät verbunden und enthält eine programmierbare Fernbedienung, mit der sich sowohl die Soundbar selbst als auch zwei weitere anschließbare Zuspieler wie zum Beispiel ein Blu-ray Player und HDTV-Receiver steuern lassen.

Lifestyle 135 Home Entertainment System

Anders als das günstigere CineMate-Schwestermodell, ermöglicht das Lifestyle 135 System durch die im Lieferumfang enthaltene Bedienkonsole den Anschluss von bis zu sechs weiteren Quellen (vier HDMI-Eingänge). Nach einem Software-Update soll das System sogar 3D-Signale von entsprechenden 3D Blu-ray Playern wie etwa dem zuletztgetesteten Denon DBP-1611UD verareiten können. Die integrierte „Unifiy Intelligent Integration“-Funktion soll dem Nutzer dabei mit leicht verständlichen Anweisungen auf dem Fernseher zeigen, wie er vorgehen muss. Aus diesem Grund wird die mitgelieferte Bedienungsanleitung laut Bose „wahrscheinlich nie benötigt“.

Mit an Bord sind außerdem ein UKW/MW-Tuner mit RDS (Radio Data System zur Übermittlung von Zusatzinformationen beim Hörfunk) sowie eine Docking-Station für iPhone respektive iPod. Die programmierbare Fernbedieung liegt dem Lifestyle 135 ebenfalls bei.

Gemeinsamkeiten des CineMate 1 SR und Lifestyle 135

Bose Lifestyle 135 System an der Wand
Der eigentliche Subwoofer (von Bose "Speaker Array" genannt) misst lediglich 93,5 x 6,1 x 12,4 cm

Abgesehen von den Anschlussmöglichkeiten und den zusätzlichen Komponenten des Lifestyle-Systems weisen die beiden Modelle viele Gemeinsamkeite auf. Als erstes sei hier beispielsweise die „PhaseGuide Sound Radiator“-Technologie genannt, die in Kombination mit dem von Bose entwickelten TrueSpace Digital Processing angeblich ein grundlegend anderes Hörerlebnis erzeugt. So soll man sogar an „Positionen im Raum, an denen sich gar keine Lautsprecher befinden“ eine klar definierte Klangwiedergabe bekommen. Die Soundbar selbst misst dabei verhältnismäßig kompakte 93,5 x 6,1 x 12,4 Zentimeter (B x H x T).

Bose CineMate 1 SR System - horizontal stehend
Erstklassiger Klang: Die Soundbar selbst ist mit zahlreichen Funktionen und Technologien ausgestattet, die eine hervorragende Tonqualität versprechen

Ein weiterer Garant für beeindruckenden Klang ist nach Herstellerangaben die „Bose ADAPTiQ Audio Calibration“-Technologie. Sie erkennt angeblich den Standort des Systems und kompensiert dann die Faktoren, die im Wohnraum das Klangbild beeinflussen. Dazu gehören etwa die Größe, der Zuschnitt und die Möglierung des Raumes. Da der Subwoofer kleiner als Boses bisherige Acoustimass Module ausfällt, lässt er sich dezent im Zimmer platzieren. Die „tiefen Frequenzen mit Kinodynamik“ sollen allerdings erhalten bleiben.

Doug Lankford, Director of Home Theater Product Marketing bei Bose, zeigt sich überzeugt von den neuen Systemen: „Die meisten herkömmlichen Soundbars sind entweder klobig und schwer unterzubringen, oder sie sind schlank, liefern aber keine natürliche Klangwiedergabe. Die neuen Systeme Lifestyle 135 und CineMate 1 SR schaffen angesichts ihrer Größe und ihres eleganten Designs wirklich verblüffend intensive Klangerlebnisse – bei Filmen ebenso wie bei Videospielen und Musik.“

Bose Lifestyle 135 im Betrieb
Die neuen Bose-Soundbars machen im Wohnzimmer eine gute Figur - die Docking-Station liegt allerdings nur dem Lifestyle 135 System bei

Die neuen Bose-Soundbars sind ab sofort für 1.499 Euro (CineMate 1 SR Digital Home Cinema Speaker System) beziehungsweise für 2.699 Euro (Lifestyle 135 Home Entertainment System) zu haben. Das für die Wandmontage benötigte Bose WB-135 Wall-Mount Kit ist separat als Zubehör erhältlich.

player.de meint:
Die ersten Soundbars von Bose machen nicht nur optisch einen hervorragenden Eindruck, sondern zeichnen sich laut Hersteller auch durch ihre Tonqualität aus. Inwiefern man aus dem doch sehr schlanken Lautsprecher beziehungsweise Speaker Array den versprochenen Spitzenklang herausholen kann, lässt sich nur in einem Test herausfinden – technische Daten wurden nicht genannt. Mit Preisen von 1.499 Euro und 2.699 Euro sind die beiden Systeme allerdings ein recht teurer Spaß. Deutlich günstiger wäre zum Beispiel die Cinebar 50 aus dem Hause Teufel. Die Soundbar ist bis einschließlich morgen im Rahmen der Rabattaktion für rund 620 statt 700 Euro zu haben.