Praxistest: Funkkopfhörer K 840 KL von AKG

Der "Luxus"-Funkkopfhörer K 840 KL von AKG im Praxistest.
Der "Luxus"-Funkkopfhörer K 840 KL von AKG im Praxistest.

Vom Kopfhörerspezialisten AKG gibt es einen kompakten Funkkopfhörer mit hohem Tragekomfort, starker Optik, langer Laufzeit, hervorragendem Klang aber auch einem hohen Preis. Von herkömmlichen Funkkopfhörern unterscheidet sich der- 399 Euro teure- K 840 KL von- bereits auf den ersten Blick: er hat keine Basisstation im üblichen Sinne. Statt dessen gibt es einen kleinen Sender als Basis. Da sowohl Sender als auch Kopfhörer mit Akkus funktionieren, der Sender sehr klein und leicht ist und über ein nur knapp neun Zentimeter kurzes Kabel mit 3,5 Millimeter Klinkenstecker betrieben wird, eignet sich die Kombination hervorragend für den mobilen Einsatz an iPhone & Co. Wie gut, das verrät unser Praxistest.

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Vorteile des AKG K 840 KL im Überblick:
+ hoher Tragekomfort

+ sauberer Klang
+ auch mobil nutzbar
+ Kabelbetrieb möglich
+ sehr lange Akkulaufzeit
+ sinnvolle Adapter im Lieferumfang
+ relativ kompakt zusammenlegbar

Nachteile des AKG K 840 KL im Überblick:
– keine automatische Abschaltung

– hoher Preis

AKG K 840 KL- | Ausstattung und Features

Geht Unterwegs der Saft aus, dann kann der Kopfhörer auch direkt betrieben werden, ein entsprechendes knapp 130 Zentimeter langes Anschlusskabel ist im Lieferumfang. Angesichts einer gigantischen Laufzeit – die Herstellerangabe von 28 Stunden schafft der AKG K 840 KL locker – dürfte man aber nur sehr selten darauf zurückgreifen müssen. In Umgebungen bei denen Funk nicht erlaubt ist, etwa im Flugzeug, erweist sich der Kabelbetrieb dann aber als nützlich. Sogar ein passender Adapter für ältere Onboard-Entertainment-Systeme mit zwei Monosteckern befindet sich im Lieferumfang des schicken AKG Funkkopfhörers. Neben dem bereits erwähnten Zubehör zum Kabelbetrieb ist noch 6,3 auf 3,5 Millimeter Klinkenadapter, sind noch weitere Adapter zum Anschluss des Kopfhörers sowie ein USB-Steckerlader im Lieferumfang. Das dazugehörige knapp 150 Zentimeter lange Y-Kabel zum gleichzeitigen Laden von Kopfhörer und Sender kann selbstverständlich auch zum Laden an der USB-Buchse eines Computers verwendet werden. Obwohl beide Geräte jeweils die Aufschrift 5 V / 0,3 A tragen, scheint der gemeinsame Ladestrom nicht über den für USB üblicherweise zur Verfügung stehenden 500 mA zu liegen, denn sowohl an einem Macbook, als auch an einem Windows Notebook wurden beide Geräte problemlos geladen ohne dass die Systeme eine Überlastung gemeldet hätten.

Mitsamt dem Zubehör findet der Kopfhörer in der mitgelieferten 20 mal 16 mal 7 Zentimeter großen stabilen Transport- und Aufbewahrungsbox Platz. Alle Kabel, den USB-Lader mitsamt Ausland-Adapter und Kopfhörer sowie Sender eingepackt, kommt die Ausrüstung auf ein Gesamtgewicht von schlappen 430 Gramm. Wieder ein Argument mehr für die Mitnahme auf Reisen.

Dank der weichen, trotz ihrer geringen Größe gut schließenden wechselbaren Ohrpolster und dem geringen Gewicht des Kopfhörers von lediglich 155 Gramm ist ein sehr guter Sitz mit hohem Tragekomfort gegeben. Auch nach längerem Tragen entsteht kein Hitzestau zwischen Ohr und Polster. Die Dämpfung von Außengeräuschen ist gut, aber nicht zu stark, sodass man gegebenenfalls noch etwas mitbekommt wird man im Zug oder Flugzeug von Kontrolleur oder Stewardess angesprochen. Nach Draußen dringt dagegen erst bei sehr hoher Lautstärke etwas, sodass Mitreisende im Normalfall kaum gestört werden.

Die 20 Meter Reichweite die der Hersteller im störungssicheren 2,4 GHz Funkbetrieb angibt, erreichen wir in der Praxis nicht. Bereits nach ca. 12 Metern kommt es bei uns im Büro zu ersten Aussetzern. Aufgrund der digitalen Übertragung verschlechtert sich der Klang nicht, statt dessen bricht die Übertragung zusammen. Die erzielbare sichere Reichweite sollte im Normalfall vollkommen ausreichen.

An Bedienelementen bietet der Kopfhörer nicht viel – braucht es aber auch nicht. Ein Schiebeschalter zum Ein- und Ausschalten, ein Koppeltaster zum Verbinden mit dem Sender, sowie zwei Tasten für laut und leise, das reicht. Die Tasten zur Lautstärkeregulierung sind großzügig bemessen und bequem ohne hinzusehen zu bedienen. Sie arbeiten nur bei Funk, im Kabelbetrieb sind sie ohne Funktion. Die 2,5 Millimeter Klinkenbuchse nimmt entweder das Ladekabel auf – der Ladevorgang wird dann durch einen rot leuchtenden Ring um die Buchse angezeigt, oder das Kabel zum Anschluß an eine Audioquelle.

Beim Sender gibt es noch weniger Bedienelemente: lediglich ein einzelner Schiebeschalter zum Ein- und Ausschalten sowie ebenfalls ein Koppeltaster ist vorhanden. – Als Kritikpunkt möchten wir trotz der langen Laufzeit und noch längeren Standby-Zeit anbringen, dass beide Geräte sowohl Kopfhörer als auch Sender keine automatische Abschaltung besitzen. Die automatische Abschaltung nach wenigen Minuten in denen kein Audiosignal anliegt gehört einfach zu einem Funkkopfhörer.

AKG K 840 KL- | Tonqualität

Im Frequenzverlauf zeigt der AKG K 840 KL eine leichte Überhöhung im oberen Bassbereich und unteren Mittenbereich, "obenrum" fällt er dagegen leicht ab.
Im Frequenzverlauf zeigt der AKG K 840 KL eine leichte Überhöhung im oberen Bassbereich und unteren Mittenbereich, "obenrum" fällt er dagegen leicht ab.

Am MP3-Player (iPhone 4) macht der AKG K 840 KL richtig Spaß. Besonders Fans der härteren Gangart dürften sich an der leichten Überhöhung im oberen Bassbereich und im unteren Mittenbereich freuen, geben sie dem Sound doch mehr Fülle. Das fällt auch beim Betrachten der Frequenzgang-Grafik auf. Darin sieht man aber auch den leichten Abfall im Bereich der ganz hohen Töne. Dem AKG Funkkopfhörer fehlt damit das letzte Fünkchen Brillanz. Trotzdem kann man dem AKG K 840 KL eine gute bis sehr gute Klangqualität bescheinigen. Zwischen Funk- und Kabelbetrieb ist im Praxistest kein Unterschied zu hören. Lediglich beim Betrieb des Senders an einem ungeregelten! Line-Ausgang (Cinch) ist der AKG Funkkopfhörer nicht zu gebrauchen. Mit seiner- maximalen Eingangsspannung von 0,6 V verzerrt er stark.

player.de meint:
Der „Luxus“-Funkkopfhörer“ K 840 KL von AKG klingt gut, hält ewig lang, lässt sich sogar ohne Funk betreiben, ist nur leider nicht gerade günstig – selbst der zum Zeitpunkt des Artikelentstehens günstigste Anbieter im Web will noch immer schlappe 330 Euro für den Kopfhörer.