PS3-Firmware 3.50 bereitet Probleme mit Controllern, USB-Sticks & HD-Tonausgabe

Ärgerlich: Die PS3-Firmware 3.50 sperrt einige Controller anderer Hersteller und zum Teil auch USB-Sticks aus

Die vor einer Woche veröffentliche Firmware-Version 3.50 für Sonys Spielkonsole PlayStation 3 sorgt bei einigen Nutzern offenbar für erhebliche Probleme: Das Update ermöglicht zwar wie erwartet die Wiedergabe von 3D Blu-ray Discs und bietet zudem zwei neue Funktionen, doch wurden anscheinend auch nicht angekündigte Modifikationen hinsichtlich der Controller-Unterstützung vorgenommen. So häufen sich derzeit die Beschwerden, dass diverse Eingabegeräte nach der Aktualisierung nicht mehr von der PS3 erkannt werden.

Wie jetzt bekannt wurde, wollte Sony ursprünglich unlizenzierte beziehungsweise gefälschte PS3-Controller aussperren, da sich diese aufgrund von Qualitätsmängeln angeblich entzünden oder im Extremfall gar explodieren können. Allerdings scheinen die Entwickler über dieses Ziel hinausgeschossenzu sein: Zahlreiche Nutzer berichten, dass auch zertifizierte Eingabegeräte – zum Beispiel das „Wireless PS3 Gamepad“ von Mad Catz (Baujahr vor 2008) – infolge des Updates nicht mehr unterstützt werden. Der Hersteller hat inzwischen reagiert und bietet einen kostenlosen Umtausch an.

Maßnahme gegen Jailbreaks? Unter der Firmware-Version 3.50 soll die PS3 in einigen Fällen keine USB-Sticks mehr erkennen

Allerdings sollen darüber hinaus auch verschiedene USB-Sticks betroffen sein, auf deren Inhalte kein Zugriff über die PlayStation 3 möglich ist. Demnach zu urteilen will der japanische Elektronikkonzern ein weiteres Mal gegen Hacker beziehungsweise die kürzlich aufgetauchten Jailbreaks für die Spielkonsole vorgehen. Aus diesem Grund ging Sony bereits Anfang April mit der Firmware-Version 3.21 den ersten aber auch massiv kritisierten Schritt und entfernte das „Other OS“-Feature, welches die Installation eines alternativen Betriebssystems (zum Beispiel Linux) auf der PS3 ermöglichte.

Kurze Zeit später gab es Beschwerden, dass kein Ton mehr über HDMI ausgegeben werden konnte (player.de berichtete).

Doch auch einige Fans von 3D-Spielfilmen, die einen originalen PS3-Controller besitzen, werden mit der jüngsten Firmware (v3.50) nicht ganz glücklich: Zwar können wie schon anfangs erwähnt 3D Blu-ray Discs abgespielt werden, doch kommt die Konsole dann nur mit den herkömmlichen Audiostandards Dolby Digital und DTS zurecht. Die gleichzeitige Wiedergabe von dreidimensionalen Inhalten sowie den eigentlich unterstützten HD-Tonformaten Dolby TrueHD und DTS-HD ist nicht möglich. Weitere Informationen zum Software-Update finden Sie in unserer Newsmeldung.

player.de meint:
So heiß ersehnt das Firmware-Update auch war, ist die Freude bei einigen Nutzern mittlerweile wohl wieder verflogen. Schließlich hat die Wiedergabemöglichkeit von 3D Blu-ray Discs keinen wirklichen Sinn, wenn der bislang unterstützte Controller nach der Aktualisierung nicht mehr funktioniert. In Anbetracht der oft miserablen Verarbeitung sowie den möglichen Qualitätsmängeln nachgemachter Controller, die sich in seltenen Fällen entzünden oder gar explodieren können, ist der Ausschluss dieser Modelle zwar durchaus verständlich, doch sollten davon sicherlich keine zertifizierten Eingabegeräte sowie normale USB-Sticks betroffen sein. Ob Sony diese Fehler behebt, ist eher fraglich. Schließlich bietet der Hersteller Mad Catz bereits einen kostenlosen Umtausch für den vom Problem betroffenen Wireless PS3 Gamepad an.