JVC DLA-X3, DLA-X7 & DLA-X9: Neue D-ILA 3D-Projektoren fürs Heimkino

Neue 3D-Projektoren von JVC: DLA-X3, DLA-X7 und DLA-X9
3D-Unterstützung & D-ILA-Technik: JCV zeigt mit den Modellen DLA-X3, DLA-X7 und DLA-X9 neue Full HD-Projektoren für anspruchsvolle Heimkino-Fans

Der japanische Elektronikhersteller JVC hat für kommenden November drei Heimkino-Projektoren mit 3D-Unterstützung und D-ILA-Technologie angekündigt: Die neuen Beamer DLA-X3, DLA-X7 und DLA-X9 richten sich in erster Linie an ambitionierte Nutzer und sollen neben herkömmlichen 2D-Inhalten auch dreidimensionale Filme in Full HD-Qualität (1.920 x 1.080 Pixel auf die Leinwand projizieren. Das letztere Modell verspricht dabei ein natives Kontrastverhältnis von 100.000:1.

Rückseite der neuen 3D-Projektoren von JVC
Dreidimensionale Wiedergabe: Auf der Rückseite stehen zwei HDMI 1.4a-Ports zur Verfügung

Die beiden untergeordneten Geräte DLA-X7 und DLA-X3 erreichen einen etwas niedrigeren Kontrast von 70.000:1 beziehungsweise 50.000:1. Laut Hersteller werden diese Werte ausschließlich durch die Leistungsfähigkeit der verbauten Chips und ohne Einsatz einer Blende (Iris) oder sonstiger elektronischer Tricks erzielt. Die von der UHP-Lampe erzeugte Helligkeit gibt JVC mit 1.300 ANSI-Lumen an. Für eine hohe Bildqualität sorgen drei 0,7″ 16:9 Full HD D-ILA CCD-Bildwandler, die als native HD-Chips angeblich eine unkomprimierte, nicht interpolierte Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel liefern.

JVC DLA-X3
Das günstigste JVC-Modell DLA-X3 wird sowohl in Schwarz auch in Weiß angeboten

In Kombination mit modernen D-ILA-Treibern und einer neu entwickelten Gitter-Polarisationstechnologie garantieren die Projektoren zudem ein bisher unerreicht sattes Schwarz sowie außerordentlich feine Farbabstufungen. Gleichzeitig soll das Eindringen von Streulicht in das Objektiv verhindert werden. So verfügen alle drei Geräte über eine 16-stufige Objektivblende, mit der sich die projizierte Lichtmenge an die jeweilige Umgebung und Lichtbildwand anpassen lässt. Auf diese Weise kann die Kontrastdarstellung nach Herstellerangaben weiter optimiert werden. Bei den Modellen DLA-X7 und DLA-X9 geschieht dies mithilfe einer zusätzlichen Lampenblende.

Sync-Sender JVC PK-EM1
Für die 3D-Wiedergabe wird der separat erhältliche Infrarot-Transmitter JVC PK-EM1 benötigt - Kostenpunkt: 79 Euro

Das 2-fach-Motorzoom-Projektionsobjektiv gestattet neben der Zoom- und Fokus-Einstellung auch eine einfache Bildverschiebung („Lens-Shift“) im Bereich von +/- 80 Prozent vertikal sowie +/- 34 Prozent horizontal per Motorantrieb. Die Keystone-Korrektur (Minimierung trapezförmiger Verzerrungen) soll im Rahmen von +/- 30 Prozent vertikal und +/- 40 Prozent horizontal möglich sein. Während der DLA-X3 mit den Farbprofilen DCI und sRGB zurechtkommt, unterstützen die beiden übergeordneten Modelle noch zusätzlich Adobe RGB. Ebenso bieten der DLA-X7 und DLA-X9 ein neues 7-Achsen-Farbmanagementsystem, das eine besonders genaue Kalibrierung erlauben soll.

Aktive 3D-Shutter-Brille JVC PK-AG1
Um einen 3D-Effekt auf der Leinwand zu erkennen, benötigt jeder Zuschauer die aktive Shutter-Brille JVC PK-AG1

Die unternehmenseigene „Double Speed Clear Motion Drive“-Technologie gewährleistet selbst bei rasanten Filmszenen eine flüssige und schlierenfreie Darstellung. Für eine volldigitale und verlustfreie Signalübertragung (inklusive 3D) stehen auf der Rückseite der Beamer jeweils zwei HDMI 1.4a-Anschlüsse zur Verfügung. Diese unterstützen die 3D-Projektionsarten „Frame Packing“ (Blu-ray Discs), „Side-by-Side“ (TV-Übertragungen) sowie „Above-Below“. Eine dreidimensionale Wiedergabe ist allerdings nur in Verbindung mit dem separat erhältlichen Transmitter (Sync-Sender) JVC PK-EM1 (79 Euro) und der aktiven Shutter-Brille JVC PK-AG1 (179 Euro) möglich.

Die Projektoren selbst kosten je nach Modell 3.999 Euro (DLA-X3), 6.999 Euro (DLA-X7) beziehungsweise 9.999 Euro (DLA-X9). Der Marktstart ist für Ende November 2010 geplant. Die Gehäuse aller drei Projektoren sind im glänzenden Schwarz gehalten. Lediglich das Einstiegsmodell wird auch in der Farbvariante Weiß angeboten.

player.de meint:
Nachdem JVC zum Ende des zweiten Quartals 2010 den Verkauf von LCD-TV-Geräten komplett eingestellt hat und folglich auch keine 3D-Fernseher anbietet, konzentriert sich das Unternehmen jetzt wohl zunehmend auf 3D-Projektoren. Die ersten Geräte des japanischen Herstellers machen auf jeden Fall einen hochwertigen, soliden Eindruck und gefallen durch die integrierte D-ILA-Technologie, die für eine überragende Bildqualität sorgen soll. Wer sich einen der Beamer zulegen will, muss allerdings zwischen 4.000 und 10.000 Euro auf den Tisch legen. Für die 3D-Wiedergabe kommen durch den Kauf des dafür benötigten Transmitters und einer Shutter-Brille für jeden Zuschauer noch einmal mehrere hundert Euro hinzu – ein teures Vergnügen. Übrigens hat auch Sony kürzlich seinen ersten 3D-Beamer VPL-VW90ES vorgestellt (player.de berichtete).