IFA 2010: Philips stellt weltweit ersten 3D-Fernseher im 21:9-Kinoformat vor

Philips Cinema 21:9 Platinum Series
"Ultimatives Kinoerlebnis": Philips zeigt auf der IFA 2010 den eigenen Angaben zufolge weltweit ersten 3D-Fernseher im 21:9-Format

Nachdem Philips letztes Jahr den LCD-Fernseher 56PFL9954H im originalen 21:9-Kinoformat vorgestellt hat (player.de berichtete), zeigt der niederländische Elektronikhersteller auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung in Berlin erstmals auch ein 3D-fähiges Modell mit einem Seitenverhältnis von 21:9. So kann das „Cinema 21:9 Platinum Series“ genannte Gerät sowohl 2D- als auch 3D-Filme formatfüllend ohne die sonst üblichen schwarzen Balken im oberen und unteren Display-Bereich darstellen.

Philips verspricht das "ultimative Kinoerlebnis"
Der Cinema 21:9 Platinum Series stellt angeblich 400 Bilder pro Sekunde dar - im Lieferumfang sind zwei aktive 3D-Brillen enthalten

Für ein noch authentischeres Kinoerlebnis zu Hause wurde die Bildschirmdiagonale des 3D-Fernsehers im Vergleich zum herkömmlichen 21:9-Modell um zwei Zoll auf 58 Zoll (147 cm) vergrößert. Darüber hinaus verspricht der Cinema 21:9 Platinum Series eine Bildwiederholfrequenz von 400 Hz bei einer Reaktionszeit von 0,5 Millisekunden. Auf diese Weise werden selbst rasante Action-Szenen schlierenfrei abgespielt. Die aus mehr als 1.500 LEDs bestehende Hintergrundbeleuchtung wird automatisch durch die LED Pro-Technologie gesteuert: Diese schaltet einzelne Bereiche des Panels gezielt hell bzw. dunkel und soll so ein dynamisches Kontrastverhältnis von 10.000.000:1 ermöglichen (Local Dimming). Das Display selbst hat eine Helligkeit von 500 cd/m-².

Das Display bietet dabei eine native Auflösung von 2.560 x 1.080 Pixeln und zeigt selbst dreidimensionale Inhalte in Full HD-Qualität an. Um sämtliche Signale der angeschlossenen Heimkino-Komponenten wie zum Beispiel (3D) Blu-ray Player, HDTV-Receiver und Spielkonsole fehlerfrei übertragen zu können, verfügt der Fernseher über eine HDMI-Schnittstelle im 1.4-Standard mit Audio-Rückkanal (ARC) sowie drei HDMI 1.3-Eingänge. Hinzu kommt ein Ethernet-Port, über den sich mittels Net TV-Funktion diverse Online-Dienste wie YouTube und Videoload abrufen lassen. Für den drahtlosen Zugriff ist der 3D-Fernseher mit einem integrierten WLAN-Modul ausgestattet.

Ambilight Spectra 3
Philips: Mit dem dreiseitigen Ambilight Spectra lässt der Cinema 21:9 den Zuschauer noch tiefer in den Film eintauchen

Für das richtige Ambiente beim Filmeabend verfügt der Cinema 21:9 Platinum Series außerdem über das dreiseitige Ambilight Spectra 3. Damit werden die jeweils im äußeren Bereich vorherrschenden Farben des Bildschirms auch auf die Wand hinter dem Fernseher projiziert, wodurch der Zuschauer laut Philips noch tiefer ins Filmgeschehen eintauchen kann. Vor allem in dunklen Räumen ist diese Art der Beleuchtung sogar augenschonender. Der Standfuß des TV-Geräts eignet sich sowohl zum normalen Aufstellen des Fernsehers als auch zur Wandmontage.

Neben dem Bild spielt natürlich auch der Sound eine große Rolle im Heimkino. So gewährleisten großvolumige Tieftöner an der Geräterückseite sowie zwei Kalottenhochtöner ein klares, brillantes Klangbild. Ein schlanker Squeeter soll zudem einen etailreichen, fokussierten Ton erzeugen, während ein Virtual 2.1-Lautsprecher nach Herstellerangaben für „kinotaugliche Bässe und Mitten“ sorgt.

Der Philips Cinema 21:9 Platinum Series kommt voraussichtlich noch diesen Monat zu einem Preis von 4.199 Euro auf den Markt. Im Lieferumfang sind zwei aktive Shutter-Brillen enthalten.

Wer sich selbst von den Vorzügen des 21:9-Kinoformats überzeugen möchte, sollte Philips einen Besuch auf der IFA abstatten: Halle 22, Stand 101.

Weitere Eindrücke vom Philips Cinema 21:9 Platinum Series erhalten Sie im folgenden Video:

player.de meint:
Mit einer Tiefe von mehr als 7 cm ist der Cinema 21:9 Platinum Series zwar fast zehn Mal so dick wie Samsungs neue C9090-Serie, doch gefällt das Gerät dafür durch die große Bildschirmdiagonale von 58 Zoll sowie das Ambilight. Vor allem in dunklen Räumen hat das rückseitig projizierte Licht eine schon fast beruhigende Wirkung auf die Augen. Das 21:9-Kinoformat ist Geschmackssache. So werden Kinofilme zwar ohne die schwarzen Balken angezeigt, doch verschwinden damit auch die Untertitel, die überlicherweise im unteren Balkenbereich angezeigt werden. Für die perfekte Wiedergabe wird also ein passender Zuspieler benötigt. Philips zum Beispiel bringt im Lauf dieses Monats den 21:9-kompatiblen 3D Blu-ray Player BDP8000 für rund 350 Euro auf den Markt. Der ist mit rund 4.199 Euro natürlich um einiges höher und definitiv kein Schnäppchen.
Tipp: Wer einen günstigen Einstieg ins 3D-Heimkino sucht, sollte einen Blick auf Sonys derzeitige Sonderaktion werfen. Übrigens stellt auch Panasonic auf der IFA 2010 einige 3D-Fernseher für Einsteiger vor (player.de berichtete).