Technisat Isio: Internet-TV, aber richtig

Der Multyvision Isio ist in drei Größen lieferbar, für 2500 bis 3500 Euro.
Der Multyvision Isio ist in drei Größen lieferbar, zu Preisen zwischen 2.500 und 3.500 Euro.

Ein eigenes Webportal hat nun auch Technisat, wie so viele andere TV- oder Empfänger-Hersteller von Panasonic bis Videoweb. Doch die Modelle der Isio-Serie unterscheiden sich grundlegend von den Internet-Geräten der Konkurrenz: Sie sollen, so die Manager der Firma aus Daun in der Eifel, alle anderen Produkte in Sachen Web-Performance deutlich übertreffen.

Das glaubt man gerne, wenn man erfährt, wie das bei den Isio-Modellen vor sich geht. Eingebaut in die 200-Hz-LCDs und in Settop-Boxen ist nämlich ein separates PC-Modul, das von einem Prozessor des Typs AMD Athlon angetrieben wird. Damit umgeht Technisat einen Flaschenhals, der alle anderen Web-Fernseher bremst, nämlich die Rechenleistung. In normalen TV-Empfängern, egal ob Bildschirm oder Box, werkelt nämlich ein relativ schwacher Zentralprozessor, während die eigentliche Power in Spezialchips steckt, speziell zur Decodierung der MPEG-Bilddaten. Was aus dem Internet kommt und aufwendig berechnet werden muss, überfordert die Technik der TV-Geräte. Ein großes Problem ist daher die Flash-Programmierung vieler Webseiten.

Nicht so bei Technisat: Die Isio-Modelle stellen auch Flash-Pages sauber und flott dar; einzige Einschränkung ist das PDF-Format. Anders als die Konkurrenz erlaubt der Hersteller auch die freie Eingabe beliebiger Internet-Adressen; das ist bisher nur bei Philips möglich, allerdings mit der Einschränkung in Sachen Flash. Freilich ist der Preis der Isio-Technik auch nicht ohne: 500 Euro Aufpreis verlangt der Hersteller für den Einbau des Moduls. Lieferbar ist es bei drei Modellen der MultyVision-Serie von 32, 40 und 46 Zoll sowie zwei Settop-Boxen, nämlich Digit Isio und DigiCorder Isio. Eine Tastatur mit Trackball kostet rund 70 Euro extra.

player.de meint:
„Eine spannende Sache, denn in der Tat ist Internet auf dem TV-Schirm inzwischen zwar bei vielen Herstellern möglich, aber nur vorsortiert und kastriert. Die ganze Bandbreite des weltweiten Netzes bringt nur eine solche Lösung, die PC-Technik ins TV-Gehäuse integriert. Doch der Preis ist nicht ohne: Für 500 Euro bekommt man schon einen kleinen, aber ausreichend leistungsstarken Windows-Rechner mit HDMI-Ausgang, der sich unterm TV-Gerät verstecken lässt. Er hat Tastatur und Maus dabei, kann nicht nur Flash, sondern auch PDFs. Und Google Earth, iTunes, Open Office :