Microsoft: Neue Xbox 360 lässt Konsolenverkäufe stark steigen

Klein und erfolgreich: Microsofts neue Xbox 360 ist im US-amerikanischen Einzelhandel offenbar ein echter Hit

Die Mitte Juni vorgestellte neue Version von Microsofts Spielkonsole Xbox 360 ist in den USA offenbar ein voller Erfolg. Genaue Verkaufszahlen nannte der Software-Riese zwar nicht, doch sollen die Händler eine noch nie dagewesene Nachfrage nach dem erst seit wenigen Wochen erhältlichen Modell mit 250 GByte-Festplatte verzeichnen. Als wichtige Kaufargumente führte der Hersteller das komplett überarbeitete Design sowie das angeblich flüsterleise Betriebsgeräusch an.

Darüber berichtet zumindest das Online-Portal VG247. So soll Microsoft nicht nur von der hohen Nachfrage nach der neuen Version, sondern auch von den – infolge einer Preissenkung um 50 US-Dollar – gestiegenen Verkaufszahlen der älteren Modelle Xbox 360 Arcace und Xbox 360 Elite profitieren. Dies hat nach Herstellerangaben für ein deutliches Umsatzplus gesorgt. In Deutschland beziehungsweise Euroüa kommt die überarbeitete Xbox 360 am 16. Juli 2010 für 249 Euro auf den Markt. Vorbestellungen sind allerdings schon jetzt möglich (zur Newsmeldung).

Weiß oder mit größerer Festplatte: Sony hat neue Versionen seiner Spielkonsole PS3 vorgestellt

Die kürzlich vom US-amerikanischen Marktforschungsinstitut NPD Group veröffentlichten Verkaufsstatistiken zeigten allerdings schon im Monat Mai einen Anstieg der Verkäufe auf insgesamt 194.600 Geräte. Das entspricht einem Zuwachs von 9.200 Stück im Vergleich zum Vormonat. Konkurrent Sony kommt mit seiner PlayStation 3 (PS3) auf nur 154.500 verkaufte Spielkonsolen. Ob diese Zahlen durch Einführung der gestern angekündigten neuen PS3-Modelle im weißen Gehäuse beziehungsweise mit größerer Festplatte ebenfalls steigen werden, wird sich in den nächsten Monaten herausstellen.

Nintendos Wii bleibt mit 334.800 Verkäufen unangefochten die beliebteste Next-Gen-Konsole. Noch erfolgreicher war Nintendo mit dem Handheld „DS“: Davon gingen in den USA im Mai 383.700 Stück über die Ladentheke. Geradezu mickrig klingen da die Zahlen von Sonys PlayStation Portable (PSP) mit 59.400 verkauften Geräten.

player.de meint:
Trotz starker Konkurrenz kann sich Microsoft mit der Beliebtheit seiner Spielkonsole Xbox 360 auf jeden Fall glücklich schätzen – zumal Mitbewerber Sony im Mai 26.300 weniger PS3-Konsolen verkaufen konnte als noch im Vormonat. Zusätzliche Verkaufszahlen könnte den beiden Unternehmen allerdings die Einführung der Bewegungssteuerungen „Kinect“ (Microsoft) und „PlayStation Move“ (Sony) bescheren. Der Verkaufsstart erfolgt im vierten Quartal dieses Jahres. Ob der Software-Riese auch hierzulande Erfolg mit der neuen Xbox 360 hat, wird sich wohl frühestens nächsten Monat zeigen: Die Spielkonsole soll in Europa erst am Freitag, den 16. Juli 2010 auf den Markt kommen.