3D-Fernsehen: Canal+ startet erste Tests auf Eutelsat 13 Grad Ost

Die 3D-Tests von Canal+ sind über die Pay-TV-Plattform Cyfra+ via Satellit zu empfangen
Die 3D-Tests von Canal+ sind über die Pay-TV-Plattform Cyfra+ via Satellit zu empfangen

Nachdem Satellitenbetreiber Astra kürzlich den europaweit ersten 3D-Demokanal angekündigt hat (player.de berichtete), folgt nun auch der französische Bezahlfernsehsender Canal+ mit ersten 3D-Testsequenzen. Diese werden ab sofort über die zum gleichnamigen Unternehmen gehörende polnische Pay-TV-Plattform Cyfra+ ausgestrahlt und lassen sich derzeit noch unverschlüsselt über die Orbitalposition Eutelsat 13 Grad Ost empfangen (DVB-S2, 12.303 MHz, Polarisation vertikal, Symbolrate 27.500 MSym/s, FEC 2/3).

Der Kanal wird unter der Kennung „CANAL+ 3D test“ und mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln übertragen. Als Übertragungsformat kommt das sogenannte Side-by-Side-Verfahren zum Einsatz, weswegen das Programm mit jedem herkömmlichen HDTV-Sat-Receiver empfangen werden kann. Allerdings ist für die dreidimensionale Darstellung dann ein entsprechender 3D-Fernseher notwendig, der die korrekte Entzerrung und Wiedergabe des Formats beherrscht. Das dürfte mittlerweile praktisch bei allen verfügbaren beziehungsweise angekündigten Geräten der Fall sein.

Die 3D-Testsequenzen dürften wohl ein erster Schritt in Richtung Regelbetrieb sein. Canal+ hatte nämlich Anfang dieses Jahres die Absicht genannt, zu Weihnachten 2010 einen 3D-Sender auf der eigenen Pay-TV-Plattform starten zu wollen. In er ersten Jahreshälfte beschäftigt sich das Unternehmen eigenen Angaben zufolge hauptsächlich mit der Lösung letzter technischer Probleme. Nach aktuellem Planungsstand gehe man aber davon aus, dass der Kanal pünktlich zum Jahresende auf Sendung geht.

Welche Programme in 3D ausgestrahlt werden sollen, ist noch nicht bekannt. Ebenso wollte sich der Sender bislang noch nicht zu etwaigen Mehrkosten für den Empfang äußern.

player.de meint:
Die neue 3D-Technologie geht wieder einmal einen Schritt voran. Wer sich ein dreidimensionales Bild von den ausgestrahlten Testsequenzen machen möchte, kann diese unter den oben genannten Parametern derzeit unverschlüsselt empfangen. Um allerdings einen 3D-Effekt zu erkennen, sind ein kompatibler Fernseher sowie eine 3D-Brille unabdingbar. Geht es nach dem DVB-Konsortium, soll der 3DTV-Standard für das dreidimensionale Fernsehen noch in diesem Jahr kommen. Sky Deutschland gab indes bekannt, dass es derzeit keine Planungen hinsichtlich eines 3D-Angebots gibt (player.de berichtete). Risikogruppen sollten die räumlichen Bilder dennoch nur mit Vorsicht genießen: Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung warnt vor ernsthaften gesundheitlichen Folgen der 3D-Wiedrgabe (zur Newsmeldung).