3D-Fernsehen: Samsung warnt vor gesundheitlichen Folgen

Mögliche 3D-Nebenwirkungen: Samsung veröffentlicht Sicherheitshinweise
Mögliche 3D-Nebenwirkungen: Samsung veröffentlicht Sicherheitshinweise

Kaum entwickelt sich das 3D-Heimkino weltweit zum neuen Trend, warnt der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung schon vor ernsthaften Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Laut der im Internet veröffentlichten Sicherheitshinweise können die dreidimensionalen Bilder beispielsweise für Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit sorgen. Kinder unter sechs Jahren, Schwangere und alte, kranke Menschen sollten aufgrund der gegebenen Risiken überhaupt nicht mit einer 3D-Brille vor dem Fernseher (3D-TV) sitzen.

Zu den weiteren Risikogruppen gehören außerdem auch Epileptiker sowie betrunkene Personen. Bei manchen Zuschauern sind sogar epileptische Anfälle oder Schlaganfälle möglich. Wenn Symptome wie eine verzerrte Wahrnehmung, Sehstörungen, Benommenheit, Kopfschmerzen, Schwindel, unwillkürliche Bewegungen (Augen- oder Muskelzucken), Verwirrtheit, Übelkeit, Verlust des Bewusstseins (Ohnmächtigkeit), Krämpfe oder Desorientierung auftreten, soll das Ansehen von 3D-Filmen sofort abgebrochen und gegebenenfalls ein Arzt konsultiert werden.

Der BD-C6900 ist Samsungs erster 3D Blu-ray Player
Der BD-C6900 ist Samsungs erster 3D Blu-ray Player

Die Wiedergabe sollte nur dann fortgesetzt werden, wenn harmlose Symptome (z.B. Schwindel oder Kopfschmerzen) nur von kurzer Dauer waren und vollständig abgeklungen sind. Nichtsdestotrotz empfiehlt Samsung vor allem bei der Wiedergabe längerer Filme, regelmäßig Pausen einzulegen. Die Entfernung des Zuschauers zum Fernseher sollte dabei mindestens die dreifache Höhe des Bildschirms betragen. Darüber hinaus wird dazu geraten, das TV-Gerät in Augenhöhe und nicht in der Nähe von Treppen, herumliegenden Kabeln, Balkonen sowie anderen Gegenständen, die Verletzungsgefahren bergen, zu positionieren.

Samsung weist außerdem darauf hin, dass die verwendete 3D-Brille ausschließlich während der Wiedergabe von 3D-Inhalten getragen werden sollte und keineswegs als Schutz- oder Sonnenbrille dient. Eine vollständige Übersicht der Sicherheitshinweise finden Sie auf der Hersteller-Website (PDF-Datei).

player.de meint:
Für manche Nutzer mögen die veröffentlichen Sicherheitshinweise ziemlich abschreckend sein. Tatsächlich dürfte sich Samsung damit aber ganz nach der modernen Sage des Haustiers in der Mikrowelle nur gegen rechtliche bzw. juristische Konsequenzen im Fall eines auf den 3D-Konsum zurückzuführenden Unfalls absichern. Zumal mehrere Kinobesucher beispielsweise nach dem Anschauen von „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ in 3D über Nebenwirkungen wie Schwindel, Übelkeit oder Kopfschmerzen geklagt haben. Weitestgehend gesunde Zuschauer haben in der Regel keine gesundheitlichen Folgen oder gar Schäden zu befürchten. Vielmehr dürfte der neue 3D-Standard im Allgemeinen für einen regelrechten Hype und reißenden Absatz sorgen. So wusste zum Beispiel auch Samsungs erster 3D Blu-ray Player BD-C6900 in unserem Praxistest durchaus zu überzeugen. Auch in puncto dreidimesnionales Fernsehen gewinnen 3D-Sender immer mehr an Bedeutung. gewinnt das Thema immer mehr an Bedeutung. Anfang dieses Monats startete beispielsweise Astra einen eigenen 3D-Demokanal (player.de berichtete).