Xbox 360 speichert Daten jetzt auch auf USB-Sticks – neue Firmware

Xbox 360 speichert ab sofort auch auf USB-Sticks: Das Firmware-Update ist seit gestern erhältlich
Xbox 360 speichert ab sofort auch auf USB-Sticks: Das Firmware-Update ist seit gestern erhältlich

Die Xbox 360 unterstützt USB-Datenträger ab sofort auch als Speichermedium. Microsoft hat das Ende März 2010 angekündigte Firmware-Update am gestrigen Abend offiziell bereitgestellt, das sich direkt über eine Internetverbindung auf das Gerät aufspielen lässt. Die Aktualisierung selbst dauert je nach Bandbreite nur wenige Minuten und ermöglicht dem Nutzer, seine Profile, Spielstände, Demos und sonstige Dateien direkt auf einem USB-Stick oder einer externen Festplatte zu sichern.

Das neue Feature der Spielkonsole soll die bisher verwendeten Memory Cards ablösen, die Platz für maximal 512 Megabyte Daten bieten. Doch auch die Verwendung eines USB-Speichermediums ist hinsichtlich Speicherkapazität mit Einschränkungen verbunden. So sind lediglich bis zu 16 Gigabyte des vorhandenen Speichers Nutzbar. Wird ein zweiter Datenträger angeschlossen, stehen immerhin 32 Gigabyte zur Verfügung. Das überrascht nicht wirklich. Schließlich würde sich Microsoft im anderen Fall selbst das äußerst lukrative Geschäft mit teuren Xbox-zertifizierten Festplatten kaputt machen. Bislang konnten zum Beispiel von herkömmlichen USB-Sticks nur verschiedene Multimedia-Dateien (Bilder, Lieder und Videos) wiedergegeben werden.

Microsoft beschränkt die maximale Speicherkapazität des USB-Sticks auf 16 bzw. 32 Gigabyte
Microsoft beschränkt die maximale Speicherkapazität des USB-Sticks auf 16 bzw. 32 Gigabyte

Der Nutzer muss das zu verwendende Medium zunächst einmal über die Spielkonsole konfigurieren. Dennoch übernimmt der Hersteller keine Gewähr für die Funktionalität in Verbindung mit einer USB-Festplatte und empfiehlt daher die Nutzung von Flash-basierten Speicherlösungen. In Kooperation mit SanDisc will Microsoft außerdem ab nächsten Monat extra vorkonfigurierte USB-Speicher anbieten. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Preise sehr hoch liegen werden. Wie das US-amerikanische Online-Portal Gamespot.com berichtet, kostet die 16 Gigabyte-Variante satte 69,90 Dollar. Ein herkömmlicher USB-Stick mit gleicher Speicherkapazität kostet im freien Handel weniger als die Hälfte. Für das 8 Gigabyte-Modell sollen 39,99 US-Dollar über die Ladentheke wandern.

Weitere Informationen zum Firmware-Update finden Sie in unserer Newsmeldung.

player.de meint:
Im Allgemeinen dürfte sich Microsofts Firmware-Update für die Xbox 360 wohl großer Beliebtheit erfreuen. Vor allem ambitionierte Gamer können ihre Spielstände und sonstigen Dateien künftig beispielsweise auch auf einem USB-Stick speichern. Trotz Beschränkung fällt die maximale Speicherkapazität wesentlich höher aus als bei den bisher benötigten Memory Cards. Eine vorherige Konfiguration des Datenträgers über die Spielkonsole bleibt dem Nutzer dennoch nicht erspart. Ebenso übernimmt der Hersteller keine Gewähr auf Funktionalität und empfiehlt den Kauf entsprechend vorkonfigurierter USB-Sticks, die allerdings relativ teuer sein werden.