PS3 erneut geknackt: Hacker bringt neue Firmware für „Other OS“ unter v3.21

Sony hat den Kampf gegen Hacker erneut verloren: George Hotz hat eine eigene Firmware auf 3.21-Basis entwickelt, die "Other OS" weiterhin unterstützen soll
Sony hat den Kampf gegen Hacker erneut verloren: George Hotz hat eine eigene Firmware auf 3.21-Basis entwickelt, die "Other OS" weiterhin unterstützen soll

Nicht einmal eine Woche ist vergangen, seit Sony das „Other OS“-Feature der PlayStation 3 mittels Software-Update (v3.21) entfernt hat (player.de berichtete), schon gibt George Hotz alias „geohot“ bekannt, erfolgreich eine eigene Version entwickelt zu haben, mit der sich auch weiterhin ein alternatives Betriebssystem wie zum Beispiel Linux auf der Spielkonsole nutzen lassen soll. Diesmal veröffentlichte der 20-jährige Hacker sogar ein Video, in dem er seine CFW (Custom Firmware) demonstriert. In Vergangenheit sorgte er mit

Eigenen Angaben zufolge ist das Verfahren „supersimpel“ und für den Software-Hack müsse in diesem Fall nicht einmal das Gehäuse der PS3 geöffnet werden. Jedoch soll die Installation seiner Firmware nur mit einem früher angelegten und wiederhergestellten PUP-File s0wie unter der Version 3.15 oder älter gelingen. Es sei sogar möglich, die CFW auch auf dem Slim-Modell der PlayStation 3 zum Laufen zu bringen. Weitere Infos hierzu sowie ein Datum, wann die Datei zum Download bereitgestellt wird, sind aber noch nicht bekannt.

Erst vor neun Tagen rief geohot in seinem Blog dazu auf, die Firmware v3.21 nicht aufzuspielen, wenn der Nutzer die „Other OS“-Funktion auf der Spielkonsole beibehalten möchte (player.de berichtete).

Das Video von geohot:

Laut geohot soll es möglich sein, die neue Firmware auch auf der PS3 Slim zu installieren
Laut geohot soll es möglich sein, die neue Firmware auch auf der PS3 Slim zu installieren

Ferner wies George Hotz die Sony-Verantwortlichen, die das „Other OS“-Feature entfernt haben, in seiner aktuellsten Meldung darauf hin, dass sie durch ihren massiv kritisierten Schritt möglicherweise hunderttausende Nutzer zu Hackern machen. Hätte er allerdings Werbung in seinem Blog, würde er ihnen aufgrund der deutlich gestiegenen Besucherzahlen, die auf die Ankündigung des 3.21-Updates zurückzuführen sind, danken.

Alle Informationen zur Aktualisierung von Sony finden Sie in unserer Newsmeldung. Der Hersteller selbst hatte seinen Schritt mit „Sicherheitsbedenken“ begründet. George Hotz hingegen zeigte sich verärgert, da eine zunächst beworbene Funktion wieder entfernt werden sollte und bezeichnete die Begründung als übertrieben (player.de berichtete).

player.de meint:
Während geohot dem Elektronikkonzern Sony wohl ein Dorn im Auge ist, dürfte der 20-jährige Hacker bei den meisten PS3-Besitzern als Held gefeiert werden. Gerade einmal neun Tage sind vergangen, seit er auf die Worte, eine eigene CFW zu entwickeln, Taten folgen ließ und nun in einem Video seinen ersten Erfolg mit der 3.21-Version präsentiert. Ein Release-Datum wurde noch nicht genannt, stattdessen solle man einen Proxy-Hack verwenden, um unter der älteren Firmware (3.15 oder älter) Online-Games spielen zu können. Wer sich am 1. April 2010 weigerte, die Aktualisierung durchzuführen, wurde aus dem PlayStation Network (PSN) ausgeschlossen (player.de berichtete). Wie es George Hotz Anfang dieses Jahres gelungen ist, die PlayStation 3 zu knacken, lesen Sie hier.