Test: PC-Stereosystem Teufel Concept B 200 USB – kleine Anlage, große Leistung

Unter die Lupe genommen: Das Teufel Concept B 200 USB im player.de-Labortest
Unter die Lupe genommen: Das Teufel Concept B 200 USB im player.de-Labortest

Der deutsche Lautsprecher-Spezialist Teufel bietet mit dem Concept B 200 USB sein erstes 2.0-Boxensystem, das speziell für PCs bzw. Notebooks entwickelt wurde. Besonderheit: In die Verstärker-Einheit ist eine USB-Soundkarte integriert, über die der Nutzer beispielsweise auch an einem Rechner ohne eigenen Soundchip Musik hören kann. Die beiden mitgelieferten Stereo-Lautsprecher sind laut Hersteller optimal auf die Anlage abgestimmt und gewährleisten auf diese Weise ein ausgewogenes Klangbild mit natürlichen Nuancen. Die Bassreflex-Öffnung befindet sich jeweils auf der Unterseite der Boxen und verspricht jede Menge Druck. Optisch fällt vor allem das kompakte Metall-Gehäuse der Steuer-Einheit ins Auge: Der Verstärker passt unter nahezu jeden Monitor und vermittelt dank seiner schwarz-glänzenden Front einen modernen Eindruck. Das schien auch der red dot-Jury zu gefallen, weswegen sie das Concept B 200 USB mit dem „red dot award product design 2010“ ausgezeichnet hat (player.de berichtete). Ob das PC-Stereosystem auch klanglich eine Auszeichnung verdient hat, erfahren Sie in unserem nachfolgenden Testbericht.

Das Teufel Concept B 200 USB wirkt sehr hochwertig und gefällt durch die kompakte Bauweise
Das Teufel Concept B 200 USB wirkt sehr hochwertig und gefällt durch die kompakte Bauweise

Vorteile im Überblick:

+ vollwertige USB-Soundkarte inklusive USB-Hub integriert
+ hohe Tonqualität
+ einfache Installation
+ kompaktes Design
+ hochwertige Verarbeitung

Nachteile im Überblick:

– keine Fernbedienung im Lieferumfang
– schmutzempfindliche Kunststoff-Front am Verstärker
– Verstärker verrutscht leicht
– USB-Kabel zum Anschluss an den PC nicht mitgeliefert

Teufel Concept B 200 USB | Ausstattung und Technik

Im Lieferumfang sind unter anderem zwei Kabel für die Lautsprecher enthalten
Im Lieferumfang sind unter anderem zwei Kabel für die Lautsprecher enthalten. Der Anschluss erfolgt -etwas unüblich- über Klinkenstecker

Neben der Verstärker-Einheit und den beiden Lautsprechern sind im Lieferumfang auch zwei entsprechende 1,5 Meter lange Boxenkabel sowie ein Netzkabel enthalten. Die in der Verstärker-Einheit verbaute Soundkarte ist kompatibel mit Mac OS X sowie den Microsoft-Betriebssystemen ab Windows XP und kann unter diesen ohne extra Treiberinstallation betrieben werden. Das Modul wird in der Tonausgabesteuerung als „C-Media USB Headphone Set“ angezeigt. Der Anschluss an den PC bzw. das Notebook erfolgt über ein USB-Kabel mit jeweils einem A- und einem B-Stecker (wird leider nicht mitgeliefert). Zusätzlich zur Soundkarte beherbergt das Gehäuse einen USB-Hub mit drei Schnittstellen (1x Front-, 2x Rückseite). Auf diese Weise lassen sich neben dem MP3-Player zum Aufladen auch Peripheriegeräte wie zum Beispiel Drucker, Tastatur und Maus ggf. direkt an die Verstärker-Einheit anschließen. Die unmittelbare Musikwiedergabe von einem USB-Speichermedium ohne Rechner wird allerdings nicht unterstützt.

Eine blau leuchtende LED zeigt die aktive Wiedergabequelle an
Eine blau leuchtende LED zeigt die aktive Wiedergabequelle an

Dafür kann der Nutzer an die rückseitig integrierte Miniklinkenbuchse (3,5 mm) eine externe Audioquelle wie MP3-Player oder Handy anschließen und die Musikinhalte so über die Verstärker-Einheit abspielen. Für Fernseher, Spielkonsolen und CD-Player beispielsweise stehen alternativ auch zwei herkömmliche Cinch-Eingänge (Aux R/L) zur Verfügung. Über einen Taster auf der Vorderseite lässt sich die Wiedergabequelle einfach umschalten. Eine blaue LED signalisiert dabei das jeweils aktive Medium (AUX, USB oder MP3). Ebenso bietet das Modul einen Standby-Button, einen Mikrofoneingang, einen Kopfhörerausgang sowie drei Drehregler zum Einstellen der Tiefen, Höhen und der Lautstärke. Die beiden Stereo-Lautsprecher werden an die dafür vorgesehenen Klinken-Buchsen (!) auf der Rückseite angeschlossen. Vorsicht:Dort bitte keinen Kopfhörer anschließen! Jede Box besteht aus einem Hochtöner und zwei Tiefmittelton-Treibern sowie einer Bassreflexöffnung im Boden. Der Trompetenfuß verspricht außerdem eine besonders effektive Nutzung des Bassreflexrohrs. Über den Netzschalter auf der Rückseite des Teufel-Verstärkers kann die Anlage komplett vom Stromnetz getrennt werden.

Teufel Concept B 200 USB | Tonqualität

An der Tonqualität des Concept B 200 gibt es nichts zu bemängeln
Am Boxen-Frequenzgang des Concept B 200 gibt es nichts zu bemängeln, bereits ab etwa 70 Hz wird akzeptabler Schalldruck geliefert

Der kleine Verstärker mit Class-D-Technologie leistet insgesamt 120 Watt. In Anbetracht der kompakten Bauweise also auf jeden Fall respektabel. Vier Endstufen à 30 Watt versorgen dabei individuell die beiden Hoch- und je zwei Tiefmittelton-Treiber der Stereo-Lautsprecher. Auch die USB-Soundkarte gibt die Tonqualität zum Besten. Je nach Vorliebe kann der Nutzer die Höhen und Tiefen eines Lieds stufenlos selbst einstellen. Freunde tiefer Töne werden den Bassregler allerdings wohl häufiger gebrauchen: In der Grundeinstellung (Regler in der Mitte eingerastet) ist das Bassfundament zwar solide, klingt für unseren Geschmack etwas schwach. Dreht man den Regler aber entsprechend im Uhrzeigersinn, nimmt der Schalldruck sofort hörbar zu. Auf Wunsch bringen die beiden Boxen bei höherer Lautstärke sogar den Tisch zum Vibrieren. So beispielsweise beim Titel „Boom Boom Pow“ von den Black Eyed Peas. Dank vollständig gepolsterter Standfüße sind die Vibrationen an den Lautsprechern selbst nicht einmal zu hören. An der Mittenwiedergabe sowie den Höhen gibt es nichts zu beanstanden.

In der Vertärker-Einheit sind eine USB-Soundkarte und ein USB-Hub mit drei Schnittstellen integriert
In der Vertärker-Einheit sind eine USB-Soundkarte und ein USB-Hub mit drei Schnittstellen integriert

Die Bassleistung und den Tiefgang eines reinrassigen Subwoofers sollte man vom Teufel Concept B 200 USB selbstverständlich nicht erwarten, für das genussvolle oder wummernde Musikhören während des Arbeitens am PC reicht das System aber vollkommen aus. Wer sich für einen guten Subwoofer interessiert, sollte übrigens mal einen Blick auf unseren Test des Nubert nuBox AW-991 werfen. Erfreulicherweise kommen auch Gamer mit der USB-Soundkarte sowie den Einstellmöglichkeiten des Verstärkers nicht zu Kurz. Egal ob schwungvolle Axthiebe und das wilde Wolfsgeheul des Berserkers in „Pirates, Vikings & Knights II“ oder das heisere Röhren des Porsche 911 GT3 in „Need for Speed: Shift“ – der Stereo-Klang der beiden Boxen weiß durchaus zu überzeugen. Mithilfe der Drehregler lassen sich sowohl die Höhen als auch Tiefen jeweils optimal an das Spielgeschehen anpassen. Der Klang bleibt dabei über einen weiten Pegel-Bereich natürlich und neutral, ohne zu verzerren. Obendrein bringen die Lautsprecher auch feine Klangdetails wie zum Beispiel die Rotorblätter des Hubschraubers im Musikvideo „Bonnie & Clyde“ (Jay-Z feat. Beyoncé) deutlich hörbar zur Geltung. Das Konzept hat wirklich seinen Reiz: Die Tonqualität bleibt immer gleich – unabhängig davon, an welchem Rechner das Stereosystem verwendet wird. Der PC bzw. das Notebook muss dafür nicht einmal selbst über einen Soundchip verfügen.

Teufel Concept B 200 USB | Verarbeitung und Bedienung

Der Standfuß sorgt für einen festen Halt des Lautsprechers
Der Standfuß sorgt für einen festen Halt des Lautsprechers

Hersteller-typisch gibt es an der Verarbeitung des Concept B 200 USB fast nichts zu beanstanden. Der Teufel steckt diesmal im wahrsten Sinne des Wortes im Detail. So ist das knapp zwei Kilogramm schwere Metallgehäuse durchweg solide aufgebaut, schließt lediglich oben und seitlich nicht ganz bündig mit der glänzenden Kunststoff-Front ab, so dass oben in der Mitte bzw. links und rechts unten kleine Kanten zu spüren sind. Zudem wären Schaumstoff- oder Gummipads an der Unterseite wünschenswert gewesen, da die Verstärker-Einheit zum Beispiel beim Anschließen eines USB-Steckers leicht verrutscht. Die Drehregler sind fest montiert und machen – ebenso wie die Knöpfe – dank silberner Zierringe einen hochwertigen Eindruck. Leider ist die Front in schwarzer Klavierlack-Optik dafür exrem schmutzempfindlich. Der größte Teil der Wärme wird durch Lüftungsschlitze an den beiden Seiten abgeführt, weswegen sich der Verstärker im Betrieb erfreulicherweise nur minimal erhitzt. Die Lautsprecher sitzen fest auf ihren Standfüßen, wirken bei Berührung aber ein wenig wackelig. Abgesehen von den etwas scharfkantigen und unsauber herausgearbeiteten Boxenböden gibt es am Design jedoch nichts auszusetzen. Wen die nahezu unsichtbaren Kanten trotzdem stören, kann dem Kunststoff mit einer feinen Nagelfeile zu Leibe rücken.

Auf der Rückseite lassen sich beispielsweise auch ein MP3-Player (Miniklinke) und ein Fernseher (Cinch) anschließen
Auf der Rückseite lassen sich beispielsweise auch ein MP3-Player (Miniklinke) und ein CD-Player (Cinch) anschließen

Die Bedienung ist sehr einfach und verständlich. Sobald die Verstärker-Einheit via USB am PC bzw. Notebook angeschlossen wird, installiert das Betriebssystem normalerweise automatisch die dafür benötigten Treiber. Eine separate CD ist daher nicht im Lieferumfang enthalten. Über einen Knopf auf der Frontseite kann der Nutzer die Wiedergabequelle (AUX, USB oder MP3) komfortabel auswählen, während sich über drei Drehregler je nach Wunsch die Höhe bzw. Tiefe der Töne oder die Lautstärke anpassen lässt. Alle Bedienelemente und Schnittstellen sind eindeutig beschriftet und dürften somit selbst bei Laien keine Fragen aufkommen lassen. Zur Not erklärt Teufel ausführlich sämtliche Funktionen des Concept B 200 USB in der beigelegten Bedienunganleitung (Deutsch und Englisch). Eine Fernbedienung wird leider nicht mitgeliefert. Positioniert man den Verstärker aber wie vom Hersteller empfohlen unter dem Monitor, wird diese in der Regel auch gar nicht benötigt.

Player.de sehr-gutplayer.de meint:
Mit dem Teufel Concept B 200 USB für 229 Euro erhält der Nutzer ein sehr gut ausgestattetes Stereosystem, das durch eine hohe Tonqualität glänzt und in puncto Bass locker mit dem Subwoofer mancher 2.1-Lösungen mithalten kann. Der kompakte Verstärker sorgt dank 120 Watt Sinusleistung für jede Menge Druck und ein authentisches Klangerlebnis. Mithilfe der integrierten USB-Soundkarte lassen sich sogar ältere Computer ohne eigenen Soundchip zu einer vollwertigen Musikanlage aufrüsten. Ebenso ermöglicht der USB-Hub den Anschluss weiterer Peripheriegeräte. Ganz gleich, ob ambitionierter Gamer oder audiophiler Musikliebhaber, das Concept B 200 USB ist im wahrsten Sinne ein teuflisch gutes Angebot. Auf eine Fernbedienung muss man leider verzichten – ebenso wie auf Surround-Sound. Nichtsdesto trotz: Die sehr gute Anlage hat sich unsere absolute Empfehlung verdient!

Weiterführende Links

Teufel Concept B 200 USB Produktseite

Teufel Concept B 200 USB | Testergebnisse

AUSSTATTUNG

Allgemein
Preis:
229 Euro
Abmessungen: Verstärker: 5,20 x 25 x 17 cm (H x B x T), Lautsprecher: 31,10 x 10 x 22 cm (H x B x T)
Gewicht: 2 kg (Verstärker), je 1,8 kg (Lautsprecher)
Verstärker-Technologie: Class-D
Interne Verstärker-Leistung: 120 Watt

Anschlüsse
Audio-Anschlüsse:
Mikrofon, Kopfhörer, Miniklinke, Cinch, LS-Buchsen
Sonstige: 4x USB (3x Typ A, 1x Typ B), Netzstecker (inkl. Schalter)

Features
USB-Soundkarte
USB-Hub
3 Drehregler (Bass, Höhe, Lautstärke)

BEWERTUNG
Tonqualität: sehr gut
Ausstattung: sehr gut
Bedienung: sehr gut – gut
Material + Verarbeitung: gut
player.de GESAMTWERTUNG sehr gut