GFU: HDTV-Geräte beliebter denn je – Receiver im Durchschnitt unter 180 Euro

Die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik hat Absatzzahlen für HDTV-Empfänger vorgestellt
Die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (kurz: GFU) hat die Absatzzahlen für HDTV-Empfänger vorgestellt

HDTV-fähige Empfangsgeräte erfreuen sich steigender Nachfrage. Das belegen die heute vorgelegten Zahlen der in Frankfurt am Main ansässigen Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GFU), die als Hauptgrund die Vorfreude auf die hochauflösende Übertragung der Olympischen Winterspiele nannte. Marktuntersuchungen zufolge sei allein der Absatz von Fernsehgeräten mit integriertem HDTV-Tuner im Januar 2010 verglichen mit dem Januar des letzten Jahres um 40 Prozent auf 762.000 Stück gestiegen. Damit kletterte der Umsatz um 17 Prozent auf 571 Millionen Euro. Das ergibt in etwa einen Durchschnittspreis von 750 Euro pro Gerät.

Die Absatzzahlen sind seit 2005 enorm gestiegen - HDTV-Empfänger sind erst seit 2008 im Kommen
Die Absatzzahlen sind seit 2005 enorm gestiegen - HDTV-Empfänger sind erst seit 2008 im Kommen

Ebenso zeigt sich die GFU erfreut über die Wachstumszahlen der HDTV-Receiver (Set-Top-Boxen): Wurden im Januar 2009 noch knapp 65.000 Geräte verkauft, waren es vor dem HDTV-Regelbetrieb von ARD und ZDF im Januar 2010 bereits 203.000 Geräte. Das entspricht einem Zuwachs von 314 Prozent. Demnach stieg auch der Umsatz mit einer Steigerungsrate von 146 Prozent auf 36 Millionen Euro (Durchschnittspreis von etwa 180 Euro). Obwohl die Zahlen für Februar noch nicht feststehen, soll sich der positive Trend bislang fortgesetzt haben.

Die GFU geht davon aus, dass die Nachfrage nach HDTV-Empfangsgeräten in den kommenden Monaten noch weiter steigen wird. So soll der Anteil integrierter HDTV-Geräte im Vergleich zu allen verkauften Fernsehern dieses Jahr auf rund 75 Prozent klettern. Dr. Rainer Hecker, Aufsichtsratvorsitzender der GFU ist überzeugt, dass bis Ende 2010 mehr als 29 Millionen HDTV-Fernseher – davon rund 16,5 Millionen mit integriertem HDTV-Tuner oder HDTV-Set-Top-Box – in deutschen Haushalten stehen werden.

Anknüpfend an den Verkaufserfolg, der eigenen Angaben zufolge auf die Olympischen Winterspiele in Vancouver zurückzuführen war, verspricht sich die Branche mit dem Start der Formel 1 diesen Monat sowie der Fußball-WM im Sommer (11. Juni 2010 bis 11. Juli 2010) ebenfalls eine spürbar wachsende Nachfrage im Segment der HDTV-Empfangsgeräte. Hans-Joachim Kamp, Vizepräsident des ZVEI, spricht dabei vom „Setzen weiterer Glanzlichter in der deutschen TV-Geschichte“.

player.de meint:
Die Wachstumszahlen dürften vor allem für HDTV-Fans sehr interessant sein. So waren entsprechende HDTV-Receiver erst ab 2008 im Kommen, während hochauflösende TV-Geräte (mindestens HD ready) bereits seit 2005 einen kontinuierlich steigenden Aufwärtstrend verzeichneten. Dafür sollen dieses Jahr erstmals mehr HDTV-Empfangsgeräte als hochauflösende Fernseher (ohne HDTV-Tuner) verkauft werden. Das prognostiziert zumindest die GFU und zeigt sich dabei vor allem in Anbetracht der HDTV-Übertragung bevorstehender sportlicher Großereignisse sehr zuversichtlich. Etwas dämpfend könnte sich hingegen die Tatsache auswirken, dass die Formel 1 auch in diesem Jahr nicht in nativem HDTV ausgestrahlt werden soll. Wer in den „dreidimensionalen Genuss“ kommen möchte, sollte sich aktuell mit dem Kauf eines neuen Fernsehers zurückhalten. Für die 3D-Wiedergabe ist ein spezieller 3D-Fernseher wie z.B. die Panasonic VT20-Serie notwendig. Sky will bereits am 14. März ein Fußballspiel in 3D übertragen – vorerst jedoch nur für einen ausgewählten Zuschauerkreis (player.de berichtete). Satellitenbetreiber Astra plant für Mai einen 3D-Demokanal.