Test: In-Ear-Hörer Creative Zen Aurvana – homogener Klang für 70 Euro
Kategorie(n) Kopfhörer, Kopfhörer-Tests, News vom 22.Feb.2010
Nach dem Wavemaster Pure musste nun auch der In-Ear-Hörer Zen Aurvana des singapurischen Konkurrenten Creative alle Hürden unseres Testlabors durchlaufen. Das Modell verspricht selbst anspruchsvollen Nutzern das ultimative Musikerlebnis: Die AuraSeal-Technologie soll für ungestörten Hörgenuss sorgen, indem sie angeblich bis zu 90 Prozent aller störenden Außengeräusche abschirmt. Ebenso garantierten die integrierten Balanced Armature-Treiber einen präzisen Klang, der über sauerstofffreie Kupferkabel verlustfrei übertragen werden soll. Laut Hersteller sorgen dabei ergonomisch geformte Silikon-Ohrstöpsel auch bei längerer Nutzung hohen Tragekomfort. An sich klingen die Angaben schon einmal sehr vielversprechend und lassen einen optimalen In-Ear-Hörer für den mobilen Einsatz erwarten. Ob der Nutzer mit dem Zen Aurvana für knapp 70 Euro tatsächlich einen treuen Begleiter auf all seinen Wegen erhält oder doch ein anderes Modell die bessere Wahl wäre, lesen Sie im nachfolgenden Testbericht.
Vorteile im Überblick:
+ homogener Klang
+ hoher Tragekomfort
+ niedrige Verzerrungen
+ praktische Transportbox im Lieferumfang enthalten
Nachteile im Überblick:
- wenig Höhen
- hohe Impedanzabweichung zwischen 20 und 20.000 Hz
Creative Zen Aurvana | Ausstattung und Design
Im Lieferumfang des Zen Aurvana sind unter anderem Silikon-Ohrstöpsel in drei verschiedenen Größen enthalten. Je nach Ohrengröße lassen sich diese problemlos von den Ohrhörern abziehen und austauschen. Da die Silikonpads vor allem bei Dauernutzung stark verschmutzen können, hat Creative außerdem ein “Reinigungstool” zur einfachen Säuberung der kleinen Schallöffnung spendiert. Zwar wird ein Flugzeugadapter mitgeliefert, auf einen 6,35 mm-Klinkenadapter für die heimische Stereo-Anlage muss der Nutzer allerdings verzichten. Als besonders praktisch erweist sich die Transportbox aus Kunststoff: Sie verfügt über Aussparungen für die Ohrhörer sowie eine Aufrollmöglichkeit für das Kabel.
So stylish das glänzend-schwarze Gehäuse der Ohrhörer auch aussehen mag, so zieht es auch Fingerabdrücke und Fettflecken nahezu magisch an. Wird der Zen Aurvana aber stets sauber gehalten, sieht er richtig edel aus – vorausgesetzt man kann sich mit dem etwas “verwinkelten” Design anfreunden. Auf beiden Ohrhörern prangt in großen Lettern die Aufschrift “ZEN”, die das Gehäuse nicht allzu nackt aussehen lässt: Farbakzente wie beim Wavemaster Pure scheinen bei der Entwicklung nämlich keine große Rolle gespielt zu haben. Lediglich die Silikonpads sind in mattem Dunkelgrau gehalten. Wer es nicht ganz so dunkel mag, kann das Modell alternativ komplett in Weiß kaufen.
Creative Zen Aurvana | Tonqualität
Nun zum entscheidenden Teil des Tests. Laut Hersteller liefern empfindliche Balanced Armature-Treiber einen unverfälschten Klang. Messtechnisch fällt die Klangtreue mit 13,5 dB (maximale Frequenzgangabweichung) zwar schlechter aus als beim rund 30 Euro günstigeren Wavemaster Pure, ist dafür aber über einen weiten Bereich tatsächlich sehr homogen und weist in Basssequenzen eine minimale Anhebung auf, die zu einem natürlichen weichen Klang führt. Fans wummernder Lieder werden mit diesem Ohrhörer also nur bedingt glücklich. Im Hochtonbereich fällt der Pegel leider zu früh ein, wodurch der Zen Aurvana etwas an Brillanz verliert.
Positiv: Die frequenzabhängigen Verzerrungen sind auf einem sehr niedrigen Niveau. Bei 150 mV Eingangsspannung liefert das Creative-Modell zudem eine hohe Lautstärke von 98,8 dB(A). Unverzerrt steigt diese zwar auf “gerade einmal” 109,5 dB(A) an, ist für einen Ohrhörer allerdings vollkommen ausreichend. Die Minimal-Impedanz liegt bei 20,9 Ohm – ein guter Wert! Da die Ausgangsstufen von mobilen Endgeräten wie Multimedia-Player oder Handys auf diese Weise nicht durch einen zu geringen Widerstand überlastet werden, eignet sich der Zen Aurvana besonders gut für das Musikhören unterwegs (was auch den “fehlenden” 6,35 mm-Klinkenadapter erklärt). Im Frequenzbereich zwischen 20 Hz und 20 kHz fällt die maximale Impedanzabweichung in der Theorie jedoch deutlich zu groß aus. Nichtsdestotrotz ist die Tonqualität im Allgemeinen mit “gut bis befriedigend” zu bewerten.
Creative Zen Aurvana | Tragekomfort und Verarbeitung
Das niedrige Gewicht von gerade einmal 13 Gramm macht sich beim Tragekomfort positiv bemerkbar. Selbst bei längerer Nutzung sind die kompakten Ohrhörer kaum zu spüren und sitzen noch fest im Ohr. Dies ist in erster Linie den mitgelieferten Ohrpolstern in verschiedenen Größen zu verdanken. Das Silikon der Pads ist überaus flexibel und passt sich so an nahezu jeden Ohrtypen (klein oder groß) optimal an. Zusätzlich werden störende Außengeräusche effektiv minimiert. Allerdings sollte man den sonst “netten Nebeneffekt” im Straßenverkehr vorsichtig nutzen. In leisen Musikpassagen sind bei Bewegungen außerdem die Kabelgeräusche hörbar.
Das relativ lange Kabel erhöht den Tragekomfort zusätzlich, da es nicht bei jedem Schritt lästig an den Ohrhörern zieht. Ebenso verhindert ein Schieber das Verheddern der zwei Hörerstrippen. An der Verarbeitung des Zen Aurvana selbst gibt es nichts zu bemängeln. Das Gehäuse ist solide verbaut und die Kabel sitzen fest in der Verankerung. Lediglich die glänzende Oberfläche ist sehr anfällig für Fingerabdrücke und sonstige Schmierfilme. Hält man die Ohrhörer aber sauber, hinterlassen sie durchaus einen edlen und hochwertigen Eindruck.
player.de meint:
Der Creative Zen Aurvana gefällt durch seinen homogenen Klang und den hohen Tragekomfort. Dank mitgelieferter Silikonpads in verschiedenen Größen sitzen die Ohrhörer fest und angenehm im Ohr. Zudem überzeugt die maximale Lautstärke bei 150 mV Eingangsspannung. Unverzerrt fällt diese mit 109,5 dB(A) im Vergleich zum (günstigeren) Wavemaster Pure beispielsweise zwar geringer aus, ist für einen In-Ear-Hörer aber dennoch völlig ausreichend. Leider lässt dafür die Hochton-Wiedergabe zu wünschen übrig. Ebenso ist die Impedanzabweichung im Frequenzbereich zwischen 20 Hz und 20 kHz mit 81,4 Prozent deutlich zu groß. Das Gehäuse ist solide verarbeitet und gefällt durch die glänzende Optik in schwarzem bzw. weißem Lack. Lediglich das etwas “winkelige” Design ist geschmackssache. Worauf Sie beim Kauf eines neuen Kopfhörers im Wesentlichen achten sollten, erklären wir Ihnen in unserem Ratgeber!
Weiterführende Links
Creative Zen Aurvana Produktseite
Creative Zen Aurvana | Testergebnisse
| MESSUNGEN | |
| Klangtreue (max. Pegelabweichung): |
13,5 dB |
| Verzerrungen, frequenzabhängig (Klirrgang über Frequenz 100 Hz bis 10 kHz; bei 94 dB): |
0,5% |
| Minimale Impedanz (20 Hz – 20 kHz): |
20,9 Ohm |
| Maximale Impedanzabweichung (20 Hz – 20 kHz): |
81,4% |
| Maximale Hörerlautstärke bei 150 mV Eingangsspannung (IEC 60268-1): |
98,8 dB(A) |
| Maximale unverzerrte Hörerlautstärke (1 kHz / 1% THD): |
109,5 dB(A) |
| TONQUALITÄT: | gut bis befriedigend |
| Preis (UVP): |
69,99 Euro |
| player.de GESAMTWERTUNG | gut |








Februar 27th, 2010 um 10:16
[...] nicht ganz so anfällig für Fingerabdrücke wie zum Beispiel der Creative Zen Aurvana (zum player.de-Testbericht). Da sich die Schallöffnung seitlich befindet, ist eine angenehm flache Bauweise möglich. Die [...]
Mai 3rd, 2010 um 21:17
Ciekawy artykul, bede wpadal na twoja stronke czesciej zapewne
Juni 9th, 2010 um 09:33
[...] die Heartbeats im Vergleich zu den bisher getesteten In-Ear-Hörern relativ leise. Die Ohrhörer Creative Zen Aurvana zum Beispiel waren um bis zu fast 6 dB lauter – die Sennheiser CX 300-II Precision sogar um mehr [...]